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David Coulthard: "Mir fehlt ein Bösewicht"

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Coulthard fehlt ein Bösewicht

13.04.2010, 19:41 Uhr | motorsport-total.com, Motorsport-Total.com

David Coulthard: "Mir fehlt ein Bösewicht". Michael Schumacher geigt seinem Kontrahenten Damon Hill die Meinung. (Foto: imago)

Michael Schumacher geigt seinem Kontrahenten Damon Hill die Meinung. (Foto: imago)

Das Fahrerfeld der Formel 1 besteht in diesem Jahr aus vier Weltmeistern, aufstrebenden Talenten und Routiniers wie Rubens Barrichello. Zweikämpfe werden hart, aber fair ausgetragen. In Interviews sind die Piloten von der PR-Maschinerie getrimmt, politisch korrekte Aussagen zu tätigen. Vorbei sind die Zeiten ewiger Rivalen wie beispielsweise Ayrton Senna gegen Alain Prost oder auch Michael Schumacher gegen Damon Hill und Jacques Villeneuve.

Über die Auseinandersetzungen dieser Weltmeister wird noch heute unter den Fans diskutiert, obwohl etwa der Rammstoß Schumachers gegen Villeneuve bereits 13 Jahre her ist. Eine Ewigkeit in der rasanten Welt der Formel 1. Deshalb fehlt dem 13-maligen Grand-Prix-Sieger David Coulthard ein Bösewicht. "Wenn man sich Michaels erste Karriere ansieht, gab es diese Kollisionen mit Damon und die ganzen Kontroversen", sagte der Schotte in der Sendung "Sport und Talk" auf "Servus TV".

Duelle als Markenstrategie

"Bösewichte" polarisieren, sie werden von den Fans geliebt oder gehasst und bringen damit das richtige Salz in die Suppe. Rivalität zwischen zwei Fahrern lockt mehr Zuschauer vor den Fernseher und kann auch als Marketinginstrument genutzt werden. Als sich Fernando Alonso und Lewis Hamilton 2007 bei McLaren bekriegten, wussten das die Mercedes-Werbe-Gurus geschickt in einem berühmten Werbespot umzusetzen. "Wer hat das Potenzial, der neue Bösewicht der Formel 1 zu werden?", fragt sich Coulthard. RTL-Experte Christian Danner gibt dem künftigen DTM-Piloten recht: "So einen richtigen 'Bad Guy', wo man weiß, er hat es faustdick hinter den Ohren und ist die ganze Zeit durchtrieben, braucht man auch."

Piloten regelmäßig zum Rapport

In den vergangenen 20 Jahren wurde die Formel 1 immer stärker reglementiert. Als Hamilton in Sepang auf der Geraden zick-zack gefahren ist, um Vitaly Petrov aus dem Windschatten zu schütteln, forderte ihn die Rennleitung auf, das zu unterlassen. Viel zu häufig haben die Piloten in der Vergangenheit wegen Kleinigkeiten eine Durchfahrtsstrafe erhalten und mussten nach dem Rennen bei den Rennkommissaren zum Rapport.

Ellbogenmentalität nicht mehr nötig

"Natürlich möchtest du nicht vor die Stewarts geschleppt werden", sagt Coulthard mit Blick auf seine eigene Karriere. Er sieht aber auch noch andere Gründe für die Bravheit im Fahrerlager: "Wir haben jetzt sehr junge, talentierte Fahrer. In diesem Alter hat man vielleicht noch nicht diese Straßenkämpfernatur. In den Achtziger und Neunziger Jahren kam man erst mit 24, 25 in die Formel 1 und man musste sich wirklich mit Ellbogen durchsetzen, um ein Cockpit zu bekommen. Heute sind das ja schon alles Profis im Kartsport."

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