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Hertha BSC ist wohl nicht mehr zu retten

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Eintracht Frankfurt - Hertha BSC  

Hertha ist wohl nicht mehr zu retten

18.04.2010, 21:28 Uhr | dpa, dpa

Hertha BSC ist wohl nicht mehr zu retten. Kobiashwili (l.) beim Kopfballduell mit Frankfurts Caio. (Foto: APN)

Kobiashwili (l.) beim Kopfballduell mit Frankfurts Caio. (Foto: APN)

Ausgerechnet an alter Wirkungsstätte hat Friedhelm Funkel mit Hertha BSC die wohl letzte Chance auf den Verbleib in der Bundesliga verspielt. Trotz des 2:2 (2:1) bei Eintracht Frankfurt weist der Hauptstadt-Klub fünf Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16 auf und muss angesichts eines knallharten Restprogramms für die 2. Liga planen.

Vor 49.800 Zuschauern hatten Gojko Kacar (17. Minute) und Raffael (43.) die vom ehemaligen Eintracht-Coach Funkel betreuten Berliner zwar zur Pause in Führung gebracht. Ümit Korkmaz (37.) und Marco Russ (63.) machten aber mit ihren Treffern Herthas fünften Rückrunden-Auswärtssieg noch zunichte. Dennoch dürfte der Teilerfolg für die Hessen im Kampf um einen Europa League-Startplatz zu wenig sein.

Hertha-Sportchef Preetz gibt noch nicht auf

"Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir wollten hier gewinnen, denn wir brauchten die drei Punkte. Nun wird es natürlich wahnsinnig schwer", gestand Herthas Sportchef Michael Preetz hinterher ein. Trotz der noch anstehenden Spiele gegen Schalke, Leverkusen und Bayern München sagte Preetz: "Nein, das war es noch nicht. Aber wir wissen, dass wir nur noch Siege brauchen." Frankfurts 2:2-Torschütze Russ sprach von "einem Unentschieden, das für beide in Ordnung war."

Kacar mit seinem dritten Saisontor

Die Eintracht, bei der Maik Franz (nach Gelbsperre) und Pirmin Schwegler (Gehirnerschütterung auskuriert) wieder in die Anfangself kamen, begann schwungvoll und hatte durch Caio (12.) und Alexander Meier (14.) erste Chancen. Hertha-Schlussmann Jaroslav Drobny zeigte sich aber in beiden Fällen auf dem Posten. Auf der Gegenseite schlug die ganz auf Defensive ausgerichtete Hertha sofort eiskalt zu: Nach Caios Ballverlust legte Cicero für Kacar auf, und der überwand per Kopf Torhüter Oka Nikolov, der sein 200. Bundesliga-Spiel für die Hessen bestritt. Es war das dritte Saisontor für den Serben.


Schwegler vergibt Elfer, Hertha trifft im Gegenzug

Die überraschende Führung spielte den konterstarken Berlinern in die Karten. Die Eintracht wirkte vorübergehend geschockt, kam dann aber doch zurück. Nachdem Halil Altintop (29.) den starken Drobny nicht überwinden konnte, machte es Korkmaz besser, als er eine schöne Vorlage von Patrick Ochs zu seinem ersten Saisontreffer verwertete. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Erst jagte Schwegler einen von Fabian Lustenberger an Caio verursachten Foulelfmeter über das Tor (42.), im Gegenzug sorgte nur gut 30 Sekunden später Raffael nach Adrian Ramos' Vorlage für die erneute Gäste-Führung.

Nikolov rettet Frankfurt das Remis

Nach dem Wiederanpfiff brauchten die Hausherren lange, um wieder einigermaßen in die Partie zurückzufinden. Die Herthaner hatten zunächst leichtes Spiel, den Vorsprung zu verwalten. Trainer Michael Skibbe reagierte, brachte in Martin Fenin (62.) einen zweiten Stürmer und nahm Abwehrspieler Franz aus der Partie. Sekunden später wurde er prompt belohnt - bezeichnenderweise nach einer Standardsituation: Einen Freistoß von Benjamin Köhler köpfte Russ über Drobny hinweg zum erneuten Ausgleich ein. In der niveauarmen Begegnung war die Hertha am Ende dem Sieg fast näher, doch Jubilar Nikolov rettete den Gastgebern großartig gegen Raffael (88.) wenigstens einen Punkt.

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