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Hertha und Dortmund verschenken Big Points

18.04.2010, 15:46 Uhr | dpa, dpa

Hertha BSC und Dortmund verschenken Big Points. Kobiashwili (l.) beim Kopfballduell mit Frankfurts Caio. (Foto: APN)

Kobiashwili (l.) beim Kopfballduell mit Frankfurts Caio. (Foto: APN)

Hertha BSC hat einen Big-Point im Abstiegskampf vergeben. Durch das 2:2 (2:1) bei Eintracht Frankfurt hat der Hauptstadtklub mit nun 23 Punkten immer noch fünf Zähler Rückstand auf den VfL Bochum, der aktuell auf dem ersten Nichtabstiegsplatz liegt. Für die Gäste trafen Gojko Kacar (17.) und Raffael 43.), Ümit Kormaz (37.) und Marco Russ (63.) konnten für die SGE jeweils ausgleichen.

Im zweiten Sonntagsspiel hat ein Gegentreffer kurz vor Schluss Borussia Dortmund aus allen voreiligen Champions-League-Träumen gerissen. Beim 1:1 (0:0) gegen 1899 Hoffenheim verdarb Gäste-Angreifer Vedad Ibisevic in der 89. Spielminute den Westfalen den erhofften Sprung auf den dritten Tabellenplatz der Bundesliga. Nelson Valdez (57.) hatte den BVB vor 80.100 Zuschauern im Signal Iduna-Park in Führung gebracht.

Hinzu kam für den BVB großes Verletzungspech: Nuri Sahin (22.) erlitt im Zweikampf mit Sejad Salihovic einen Nasenbeinbruch. Wenig später zog sich der Mohamed Zidan (29.) ohne Einwirkung des Gegners eine vermutlich schwere Knieverletzung zu. "Die Mannschaft hat gearbeitet ohne Ende, ist dafür aber nicht entsprechend belohnt worden", sagte Trainer Jürgen Klopp.

Bayern schießt Hannover ab

Auf der Jagd nach dem Titel-Triple gelang dem FC Bayern mit dem 7:0-Erfolg gegen Hannover 96 eine meisterliche Generalprobe für das Champions-League-Halbfinale gegen Olympique Lyon. "Für den Geist sind sieben Tore gut. Das gibt uns viel Vertrauen für Lyon", freute sich Superstar Arjen Robben, der drei Treffer zum Kantersieg über den Tabellen-Vorletzten Hannover beisteuerte. Bayern-Coach Louis van Gaal war begeistert: "Das war Spaß auf dem Rasen, für die Leute und auch für den Trainer." Eine Qual war es für seinen Kollegen Mirko Slomka, der nach dem 4:2 gegen Schalke viel Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft hatte. "Sie haben uns auseinandergenommen", lautete sein bitteres Fazit.

Magath hofft auf Ausrutscher des FCB

Trotz des höchsten Bayern-Erfolgs seit 20 Jahren hofft Schalke, am 8. Mai nach 52 Jahren wieder die Meisterschale in der Hand zu haben. "Ich glaube aufgrund der Zusatzbelastung der Bayern in der Champions League nicht, dass sie alle Bundesliga-Spiele gewinnen", sagte Trainer Felix Magath und spekuliert schon in der nächsten Partie der Bayern in Mönchengladbach auf einen Ausrutschter des Titel-Kontrahenten.

Leverkusens Talfahrt geht weiter

Aus einem Traum wird für Bayer 04 Leverkusen nach dem 1:2 beim VfB Stuttgart immer mehr ein Alptraum. 16 Mal stand die Werkself an der Tabellenspitze, nun droht sogar im ärgsten Fall der Sturz aus den Europa-League-Plätzen. "Es ist sehr bitter, da die Mannschaft große Moral bewiesen hat", sagte Bayer-Coach Jupp Heynckes. Das drohende Aus der Champions-League-Ambitionen und fünf Spiele in Serie ohne Sieg nagen an der Psyche. "Das Ergebnis ist nicht gerade gut für das Selbstbewusstsein", sagte Abwehrchef Sami Hyypiä.

Stuttgart und Werder im Kommen

Von der Schwäche der Bayer-Truppe profitierten nicht nur die Schwaben, die als Tabellen-Sechster einer Europa-League-Teilnahme nahe sind, sondern auch Werder Bremen. Die Hanseaten sind nach dem glänzenden 4:2 gegen Meister VfL Wolfsburg nun mit ebenfalls 54 Punkten auf Augenhöhe mit den Rheinländern. "An die Champions League denken wir derzeit nicht, wir haben noch schwere Spiele", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf. Spieler des Tages war Torsten Frings, der nach seiner Ausbootung aus der Nationalelf eine WM-reife Leistung zeigte und den anwesenden Bundestrainer Joachim Löw nach dem Abpfiff attackierte: "Ob er jetzt da ist oder nicht, ist egal. Die Hoffnung auf die WM ist mir ja genommen worden."

Labbadia klagt sein Team an

Mit leeren Händen könnte am Ende der Hamburger SV dastehen, der nach der 0:1-Heimpleite gegen FSV Mainz 05 auf Platz sieben und aus der Europa-League-Region abrutschte. "Wir wollten, aber es haben 10 bis 15 Prozent gefehlt, warum auch immer", sagte HSV-Coach Bruno Labbadia.

Freiburg mit überlebenswichtigem Dreier

Beim sportlichen Überlebenskampf gelang dem SC Freiburg mit dem 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg ein wichtiger Erfolg. "Wenn wir nicht gewonnen hätten, wären wir so gut wie weg gewesen", sagte Freiburgs Mittelfeldspieler Cedrick Makiadi erleichtert. Ein entscheidender Befreiungsschlag war es jedoch nicht: Die Freiburger zogen zwar an Hannover vorbei auf Rang 16, liegen aber mit je 28 Punkten mit Nürnberg und Bochum gleichauf. "Wir haben es verbockt. Das ist bitter", sagte Club-Torhüter Raphael Schäfer.

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