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Löw: Kuranyi nicht im erweiterten WM-Kader

03.05.2010, 22:00 Uhr

Die wochenlangen Spekulationen um eine WM-Nominierung von Kevin Kuranyi sind beendet. Der Schalker wird nicht zur Weltmeisterschaft in Südafrika reisen. Das teilte Bundestrainer Joachim Löw dem Stürmer in einem Telefonat mit. Entscheidend sei aber nicht der disziplinarische Vorfall im Jahr 2008. "Bei allen Überlegungen in unserem Trainerteam sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir taktisch und personell andere Vorstellungen für die Zusammenstellung des WM-Aufgebots haben", so Löw in einer DFB-Pressemitteilung.

Kevin Kuranyi wird nicht mit nach Südafrika fahren. (Foto: imago)Kevin Kuranyi wird nicht mit nach Südafrika fahren. (Foto: imago)Der 28-jährige Kuranyi, den Löw für einen "charakterlich einwandfreien Profi" hält, hat in dieser Saison für die Königsblauen bislang 18 Treffer erzielt. In den letzten Wochen und Monaten hatten sich viele Experten für ein Comeback des ehemaligen Stuttgarters ausgesprochen, der von Löw im Oktober 2008 aus der DFB-Auswahl geworfen worden war. Kuranyi hatte aus Frust über seine Nichtberücksichtigung für das WM-Qualifikationsspiel in Dortmund gegen Russland (2:1) das Stadion in der Halbzeitpause eigenmächtig verlassen.

Kuranyis Traum ist zerplatzt

Der Schalker zeigte sich enttäuscht über Löws Entscheidung. "Wie jeder Fußballer habe ich schon als kleines Kind davon geträumt, an einer Weltmeisterschaft teilnehmen zu dürfen. Dieser Traum ist jetzt zum zweiten Mal geplatzt." Darüber sei er "sehr traurig", sagte Kuranyi auf seiner Internetseite. Der Angreifer sieht in seiner Stadion-Flucht den eigentlichen Knackpunkt: "Ich weiß, dass ich Mist gebaut habe, als ich gegen Russland das Stadion verlassen habe. Deshalb habe ich mich persönlich und öffentlich dafür entschuldigt. Und ich habe auch sportlich in dieser Saison alles gegeben", so Kuranyi weiter.

Auch beim Sommermärchen nicht dabei

Der Verzicht auf Kuranyis Dienste erinnert an die Situation vor der WM 2006. Auch vor vier Jahren fuhr der WM-Zug ohne den Angreifer. Stattdessen setzt der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann überraschend auf Oliver Neuville und David Odonkor.

Kaiser spricht sich für Kuranyi aus

Der Ex-Stuttgarter, der von Dynamo Moskau, Manchester City, Galatasaray Istanbul, Fenerbahce Istanbul und Juventus Turin umworben wird, hat in dieser Saison für die Königsblauen bislang 18 Bundesliga-Saisontore erzielt. In den letzten Wochen und Monaten hatten sich viele Experten für ein Kuranyi-Comeback ausgesprochen. "Wir wollen in Südafrika den vierten Weltmeister-Stern. Und dafür brauchen wir jeden Top-Spieler. Auch Kevin Kuranyi", hatte zum Beispiel Franz Beckenbauer in seiner "Bild"-Kolumne geschrieben.

Magath: Entscheidung war klar

"Es war doch im Grunde klar, dass Löw so entscheiden würde. Warum hätte man sich sonst nach 30 Spieltagen zusammengesetzt und darüber diskutiert, ihn mitzunehmen, und sich dann doch wieder auf das Saisonende vertagt", sagte Schalkes Trainer Felix Magath der "Welt": "Jeder Trainer muss seine Entscheidungen allein treffen. Darum beurteile ich diese Entscheidung von Löw nicht. Jeder hat sie zu akzeptieren." Kuranyis Berater Karl-Heinz Förster äußerte sein Unverständnis für Löws Entscheidung: "Sie ist für mich nur schwer nachzuvollziehen. Meiner Meinung nach waren Kevin und Stefan Kießling in dieser Saison die besten deutschen Stürmer."

Vorläufige Nominierung am Donnerstag

Bei der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders wird Bundestrainer Löw am Donnerstag zunächst ein erweitertes Aufgebot benennen. Mit der Nichtberücksichtigung Kuranyis dürfte der Bundestrainer vor allem auf die bewährten Kandidaten Miroslav Klose, Lukas Podolski und Mario Gomez setzen. Auch Stefan Kießlings Chancen dürften angesichts seiner tollen Saison mit bisher 21 Treffern nicht schlecht stehen. Außerdem streiten sich noch Shooting-Star Thomas Müller und der wiedererstarkte Cacau um einen der begehrten Kader-Plätze im Angriff. Die Entscheidung, welche 23 Spieler endgültig für das Turnier in Südafrika nominiert werden, fällt Löw dann mit Ablauf der FIFA-Meldefrist am 1. Juni während des Trainingslagers in Südtirol.

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