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Formel 1: Deutsche Piloten heiß auf Monaco

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Formel 1 - Rennen in Monaco  

Deutsche Piloten heiß auf Monaco

12.05.2010, 14:20 Uhr | sid, sid

Formel 1: Deutsche Piloten heiß auf Monaco. Das Qualifying ist vorentscheidend. Für Sebastian Vettel geht es um die erste WM-Führung seiner Karriere. (Foto: imago)

Das Qualifying ist vorentscheidend. Für Sebastian Vettel geht es um die erste WM-Führung seiner Karriere. (Foto: imago)

Schöne Erinnerungen für Michael Schumacher, neue Chance für Sebastian Vettel und ein Heimspiel für Nico Rosberg: Der Saison-Höhepunkt beim Großen Preis von Monaco ist auch für die deutschen Formel-1-Stars etwas ganz Besonderes.

Monacos Straßen "einzigartig"

"Durch die Straßen von Monaco zu fahren, ist einfach einzigartig", sagte Rekordweltmeister Schumacher, der im Kurven-Labyrinth des Fürstentums schon fünfmal gewinnen konnte. Sieg Nummer sechs scheint in diesem Jahr aber kaum möglich zu sein. Zwar zeigte der 41-Jährige am vergangenen Sonntag bei seinem vierten Platz in Barcelona erstmals seit seiner Rückkehr wieder die alte Klasse, sein Mercedes ist allerdings deutlich langsamer als der Dienstwagen von Red-Bull-Pilot von Vettel und Barcelona-Sieger Mark Webber (Australien).

Vettel hofft, dass die "Kiste hält"

Noch mehr als im Rennen sind die Bullen im Qualifying eine Klasse für sich. In allen bisherigen Rennen ging die Pole Position an Vettel oder Webber, und da in Monte Carlo das Überholen auf der Strecke quasi unmöglich ist, hat die Qualifikation dort eine noch größere Bedeutung. Vettel hofft nach dem erneut nicht planmäßigen Rennen in Barcelona, wo er in den letzten Runden fast ohne Bremsen unterwegs war und dennoch Platz drei rettete, auf einen Grand Prix ohne Fehler. "Langsam wäre es schon hilfreich, wenn sonntags die Kiste mal hält und alles glatt läuft", sagte Vettel mit Blick auf die Pannen in Bahrain (Zündkerze) und Australien (Radmutter) dem Fachmagazin "Speedweek".

60-jähriges Jubiläum

Für den ehrgeizigen 22-Jährigen ist es daher perfekt, dass er am Donnerstag auf den Tag genau 60 Jahre nach dem ersten Formel-1-Rennen am 13. Mai 1950 in Silverstone so schnell wie noch nie zuvor in der Geschichte der Königsklasse auf die Rennstrecke zurückkehren kann. Da in Monte Carlo traditionell schon donnerstags die Motoren dröhnen, liegen gerade mal drei Tage zwischen Rennen und erstem freien Training. 1950 hatte der Monaco-GP zwar auch direkt im Anschluss an ein voriges Rennen stattgefunden, doch beim Premieren-Rennen in Silverstone fuhr man damals mit Rücksicht auf die britische Sonntagsruhe samstags.

Vettel schielt auf erste WM-Führung

Ein Sieg in Monaco mit der anschließenden Siegerehrung in der Fürstenloge wäre für Vettel eine Premiere. Sollte dann nicht Weltmeister und Vorjahressieger Jenson Button (Großbritannien) im McLaren hinter ihm auf Rang zwei landen, würde der Red-Bull-Pilot auch erstmals in seiner Karriere die WM-Führung übernehmen. Mit 60 Punkten liegt er zehn Zähler hinter Button (70) und sieben hinter Ferrari-Pilot Fernando Alonso (Spanien/67).

Lauda: "Red Bull unantastbar"

Der dreimalige Weltmeister und RTL-Experte Niki Lauda sieht gute Chancen für einen Red-Bull-Doppelsieg. "Ich weiß nicht, wer die in Monaco schlagen soll. Die sind unantastbar", sagte der Österreicher. Wohl auch für Schumacher, auch wenn der für den Tanz zwischen den Leitplanken einen ganz besonderen Silberpfeil bekommt. Nicht mit dem um sieben Zentimeter längeren Radstand der erstmals in Barcelona eingesetzten überarbeiteten Version, sondern mit einem verbesserten alten Auto unter anderem mit spezieller Aerodynamik und einer geänderten Lenkung soll Schumacher möglichst perfekt durch die enge Haarnadelkurve auf der Anfahrt zum berühmten Tunnel kommen.

Schumi mit neuer Motivation

"Wir haben ja in Barcelona gesehen, dass noch sehr viel Arbeit vor uns liegt", sagte Schumacher, dessen früherer Kampfgeist spätestens seit dem Rennen in Barcelona wieder da ist: "Außer, dass ich dort mein bestes Saisonergebnis erzielt habe, habe ich vor allem viel Motivation gesammelt, um gemeinsam mit den Ingenieuren noch härter für weitere Verbesserungen am Auto zu arbeiten."

Rosberg auf Hausstrecke aufs Podium?

Vielleicht kommt die Verwendung des alten Bolliden, mit dem er immerhin zweimal Dritter war und sich vor Barcelona auf Platz zwei der WM-Gesamtwertung geschoben hatte, Schumachers Teamkollegen Rosberg entgegen. Der war nämlich in Spanien mit dem neuen Silberpfeil überhaupt nicht zurechtgekommen, war erstmals am gesamten Wochenende langsamer als Rückkehrer Schumacher und blieb ohne Punkte. Vor seiner eigenen Haustür will der in Monaco aufgewachsene Rosberg es wieder besser machen. "Ich freue mich, dass meine ganze Familie und alle meine Freunde mich während des Rennwochenendes unterstützen. Und es ist praktisch, so nahe an der Strecke zu wohnen", sagte Rosberg: "Im letzten Jahr bin ich als Sechster gestartet und auch als Sechster ins Ziel gekommen - diesmal möchte ich weiter vorn sein."

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