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Michael Schumachers Überholmanöver kostet ihn acht WM-Punkte

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Formel 1 - GP von Monaco  

Überholmanöver kostet Schumacher acht WM-Punkte

16.05.2010, 21:15 Uhr | motorsport-total.com, dpa, Motorsport-Total.com, dpa

Michael Schumachers Überholmanöver kostet ihn acht WM-Punkte. Michael Schumacher verliert wegen seines Überholmanövers acht WM-Punkte. (Foto: imago)

Michael Schumacher verliert wegen seines Überholmanövers acht WM-Punkte. (Foto: imago)

Michael Schumachers Überholmanöver gegen Fernando Alonso in der letzten Kurve des Grand Prix von Monaco ist nicht ohne Folgen geblieben. Die Rennleitung hat den Mercedes-Piloten nachträglich mit 20 Sekunden Zeitstrafe belegt. Damit fiel er vom sechsten auf den zwölften Platz zurück. Statt acht Zählern erhält der Rekordweltmeister nun keinen WM-Punkt.

Nach der Kollision zwischen Karun Chandhok und Jarno Trulli in der Rascasse war das Safety-Car auf die Strecke gekommen. Dieses kam in der letzten Kurve an die Box. Schumacher nutze dies und zog an Alonso vorbei. Doch im Reglement heißt es für diesen Fall: "Wenn das Rennen endet, während das Safety-Car angewendet wird, fährt das Safety-Car am Ende der letzten Runde an die Box und die Autos nehmen die Zielflagge ganz normal, ohne zu überholen." Mercedes will gegen die Strafe von Michael Schumacher beim Großen Preis von Monaco Protest einlegen. Mit dem Fall muss sich nun das sogenannte Court of Appeal, das Berufungsgericht der FIA, beschäftigen.

Schumi ist sich keiner Schuld bewusst

Nach der Zieldurchfahrt wurde fast drei Stunden lang darüber diskutiert, ob das Rennen nun tatsächlich während eines Safety-Car-Zustands geendet hat, schließlich wurden in der Zielkurve grüne Flaggen geschwenkt. Auch für Schumacher stand fest: "Für mich bin ich Sechster. Wir haben die Nachricht 'Track clear' bekommen. Das war offiziell auf dem Monitor zwei dargestellt. Das hatte mir das Team mitgeteilt." Aber er gab zu: "Wer weiß, vielleicht haben wir wirklich etwas übersehen, dessen ich jetzt nicht firm bin. Lasst uns abwarten, was da auf uns zukommt."

Alonso fühlte sich sicher

Auch Alonso musste zunächst rätseln: "Wir müssen abwarten, was die Kommissare sagen. Ich bin mit den Regeln nicht hundertprozentig vertraut. Ich vertraue meinem Team, das mir gesagt hat, dass das Safety-Car zwar an die Box kommen wird, aber nicht mehr überholt werden darf." Schumachers Teamkollege Nico Rosberg lobte die Aktion als "ein echt cooles Manöver" und "richtig super." Ihm sei auch gesagt worden, "ich soll versuchen zu überholen". Demnach traf die Hauptschuld das Team, das den beiden Grünes Licht für die letzten Meter gab.

Schumis alter Rivale berät Rennkommissare

Die drei Rennkommissare José Abed (Mexiko), Christian Calmes (Monaco) und Paul Gutjahr (Schweiz) sowie deren Berater, der britische Ex-Weltmeister und alte Schumacher-Rivale Damon Hill, nahmen das Reglement genau unter die Lupe und entschieden sich für eine 20-Sekunden-Zeitstrafe gegen Schumacher. Pech für den siebenfachen Weltmeister: Hinter dem Safety-Car lagen alle Autos dicht beisammen, sodass er ans Ende jener Fahrer zurückfiel, die noch in der gleichen Runde waren.

Buemi rückt in die Punkteränge auf

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali ist froh, dass die Rennleitung die Aktion bestraft hat: "In der letzten Kurve lagen noch viele Wrackteile, die Kurve war wirklich gefährlich", befand der Italiener. Wie dem auch sei: Durch die Rückstufung von Schumacher rücken die direkt dahinter liegenden Fahrer um je eine Position auf. Sébastien Buemi kommt auf diese Weise doch noch zu seinem ersten WM-Punkt dieser Saison.

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