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Formel 1: Michael Schumachers Monaco-Punkte sind endgültig weg

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Formel 1 - GP von Monaco  

Schumachers Monaco-Punkte sind endgültig weg

18.05.2010, 18:35 Uhr | dpa, motorsport-total.com, dpa, Motorsport-Total.com

Formel 1: Michael Schumachers Monaco-Punkte sind endgültig weg. Mercedes akzeptiert die Bestrafung von Michael Schumacher. (Foto: xpb.cc)

Mercedes akzeptiert die Bestrafung von Michael Schumacher. (Foto: xpb.cc)

Mercedes GP verzichtet auf eine Berufung gegen Michael Schumachers Bestrafung beim Großen Preis von Monaco der Formel 1. Damit bleibt es bei der Zurückstufung des Rekord-Weltmeisters vom sechsten auf den zwölften Platz und dem Verlust von acht WM-Punkten. Das britisch-schwäbische Team erläuterte in einer längeren Stellungnahme, dass es Schumacher im Glauben, regelgerecht zu handeln, "freie Fahrt" signalisiert habe. Schumacher hatte nach einer Safety-Car-Phase kurz vor dem Ziel Fernando Alonso im Ferrari überholt.

Die Rennkommissare ahndeten den Verstoß gegen Sportregel 40.13 nachträglich mit einer Zeitstrafe von 20 Sekunden. Unmittelbar nach der Urteilsverkündung am Sonntagabend hatte Mercedes noch angekündigt, gegen die Strafe zu protestieren. Möglicherweise verzichtete Mercedes GP auf einen Einspruch, um eine noch härtere Bestrafung zu vermeiden. In der Vergangenheit hatten die FIA-Berufungsgerichte häufig ein noch schärferes Urteil verhängt.

Klare Anweisung vom Team

Das Team sieht seine Fahrer frei von jeder Schuld. "Auf der letzten Runde des Monaco-Grand-Prix 2010 erteilte das Mercedes-Team seinen Fahrern Michael Schumacher und Nico Rosberg die Anweisung, von der Safety-Car-Linie 1 bis zur Zieldurchfahrt zu attackieren, wie es in den Artikeln 40.7 und 40.11 als zulässig festgehalten ist", erklärte das Team.

Haug: Eine Entscheidung im Sinne des Sports

Dennoch wollen die Verantwortlichen das Thema nun lassen. "Im Sinne des Sports erachten wir diese Entscheidung für richtig - Ergebnisse lange nachzuverhandeln ist in diesem Fall nicht zielführend", begründete Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug den Verzicht auf einen Einspruch. "Wir waren der Ansicht - wie viele externe Beobachter übrigens auch - dass 'Strecke frei' und 'Grün' das Kommando zum Angriff auf der Strecke ist." Das Thema sei nun aber abgeschlossen. "Als Nächstes zählt das nächste und nicht das letzte Rennen."

Andere Interpretation der grünen Flaggen

Das schwäbisch-britische Team legte noch einmal Wert darauf, dass ihm die Regel bewusst war. "Mercedes war sich im Klaren über die Inhalte des Artikels 40.13, in dem festgehalten ist, dass Überholverbot herrscht, wenn das Rennen unter Safety-Car-Bedingungen zu Ende gefahren wird. Wir waren allerdings der Ansicht, dass die Nachrichten der Rennleitung 'Safety Car in this Lap' und 'Track Clear' in Kombination mit den grünen Flaggen und grünen Lichtern, die nach der Safety-Car-Linie 1 von den Streckenposten gezeigt wurden, darauf hindeuten, dass das Rennen nicht unter Safety-Car-Bedingungen enden würde und dass alle Fahrer somit noch einmal attackieren könnten."

Auch andere Teams gaben Anweisung zu überholen

Mercedes sieht sich in seiner Einschätzung nicht allein. "Die Mehrheit der Teams, die Fahrzeuge in den Top 10 platziert hat, scheint diese Ansicht zu teilen, denn auch diese Rennställe erteilten ihren Fahrern die Anweisung, bis zur Ziellinie Rennen zu fahren. Die Rennleitung hat uns im Anschluss an eine Diskussion nach Rennende zu verstehen gegeben, dass sie die Gründe für unsere Regelinterpretation durchaus nachvollziehen könnte. Darüber hinaus bestätigte die Rennleitung, dass es sich dabei um eine neue und bis dato unerprobte Situation handelte, zeigte sich allerdings nicht einverstanden mit unserer Interpretation."

Keine Kritik an Hill

Das Team nahm zudem Ex-Weltmeister Damon Hill in Schutz. "Mercedes möchte betonen, dass wir die Miteinbeziehung von ehemaligen Rennfahrern bei Entscheidungen der Rennleitung vollkommen unterstützen. Wir sind zufrieden damit, dass die Stewards beim Monaco-Grand-Prix in dieser Sache professionell, unparteiisch und ordnungsgemäß vorgegangen sind." Dem Briten war unterstellt worden, er habe auf Grund seiner alten Rivalität zu Schumacher zu dessen Ungunsten gesprochen zu haben.

Diskussion um nachträgliche Strafen

Trotz des Verzichts von Mercedes ist das Thema damit aber noch nicht ganz vom Tisch. Der Dachverband habe zugestimmt, Artikel 40.13 auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Sport-Arbeitsgruppe zu nehmen. Dabei solle es auch um nachträglich verhängte Strafen gehen. "Wir glauben, dass die 20 Sekunden Strafe gegen Michael angesichts der Umstände unverhältnismäßig sind", kritisierte Mercedes GP.

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