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Doping: ISU bleibt im Fall Pechstein hart

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Doping - Pechstein  

Der Weltverband bleibt im Fall Pechstein hart

19.05.2010, 10:16 Uhr | dpa, dpa

Doping: ISU bleibt im Fall Pechstein hart. Der Dopingfall Claudia Pechstein kommt nicht zur Ruhe. (Foto: imago)

Der Dopingfall Claudia Pechstein kommt nicht zur Ruhe. (Foto: imago)

Die Internationale Eislauf-Union geht weiterhin von Blut-Doping im Fall Claudia Pechstein aus. Mit Nachdruck hat der Weltverband die Richtigkeit der Zwei-Jahres-Sperre für die deutsche Eisschnelllauf-Olympiasiegerin unterstrichen. In ihrer ersten öffentlichen Erklärung zu diesem Fall bestreitet die ISU in Erwiderung auf Pechsteins Antrag auf Revision des Verfahrens, dass die mögliche Blut-Anomalie Pechsteins der Grund für deren erhöhte Retikulozytenwerte war. Deutsche Experten hatten bei der Athletin eine Blutkrankheit namens hereditäre Sphärozytose diagnostiziert.

ISU stützt die CAS-Entscheidung

"Die ISU ist weiterhin überzeugt, dass die Entscheidung des CAS-Gremium in diesem Fall richtig ist", heißt es in dem Statement, das das Schweizer Bundesgericht vom Weltverband als Reaktion auf den neuen Vorstoß der Pechstein-Anwälte erbeten hatte. Es gebe keine Gründe, die Entscheidung des Obersten Sportgerichtshofes CAS in Frage zu stellen, lehnt die ISU eine Revisionsverhandlung ab. Das Schweizer Bundesgericht hatte angekündigt, seine Entscheidung in diesem Fall im Juli bekannt zu geben. Die ISU erklärte, bis dahin werde sie keine weiteren Stellungnahmen abgeben.

Neue Messmethode völlig haltlos

Pechstein hatte ihren Antrag auf Revision des CAS-Verfahrens damit begründet, dass es inzwischen eine neue Messmethodik gebe, mit der die Sphärozytose nachgewiesen werden konnte. Diese sei zum Zeitpunkt der Verhandlungen noch nicht offiziell anerkannt gewesen. Alle von der ISU beauftragten Experten hätten unabhängig von einander bestätigt, dass es eine solche neue wissenschaftliche Diagnose-Methode nicht gebe, heißt es von Seiten der ISU.

Vorwürfe gegen Pechsteins Medienkampagnen

Heftig wendet sich der Weltverband gegen die "Medienkampagnen gegen die ISU, die von Claudia Pechstein, ihrem Anwalt Simon Bergmann und ihrem Management-Team organisiert wurden." Diese Kampagnen mit TV-Talkshows, Pressekonferenzen, Interviews und Kommentaren auf Pechsteins Webseite, hätten "unglaubliche Anschuldigungen und Vorwürfe" gegen den Eisschnelllauf-Weltverband, den Generalsekretär des CAS und sogar das Internationale Olympische Komitee enthalten. "Keine der Anschuldigungen war nachweislich gerechtfertigt", heißt es nun von der ISU.

Expertenmeinung eingeholt

Bei der Vorbereitung einer Antwort auf Pechsteins Antrag habe die ISU eine Reihe von Experten befragt, um sich eine Meinung über das Urteil der deutschen Hämatologen zu bilden. Unter diesen war auch Professor Alberto Zanella, der ehemalige Direktor einer Hämatologischen Abteilung des Universitäts-Klinikums Mailand. Zanella habe eingeräumt, dass Pechstein wahrscheinlich unter einem erblichen Membran-Defekt leide. Allerdings habe Zanella nicht die Möglichkeit gehabt, Pechstein selbst zu untersuchen und Blutproben durchzuführen.

Zu viele Blut-Abnormalitäten

Die ISU bleibe aber dennoch davon überzeugt, dass nicht einmal die hereditäre Sphärozytose alle abnormalen Werten in Pechsteins Blut-Profil erklären könne. Dabei verweist die ISU auf in Deutschland veröffentlichte Zweifel der Doping-Experten Fritz Sörgel, Werner Franke und Arnold Ganser. Zudem führt die ISU nochmals ins Feld, dass Pechstein ungewöhnlich viele Änderungen ihres Aufenthaltsortes erst in letzter Minute mitgeteilt habe. Dies hatte Pechstein zuvor mehrfach bestritten. Auch wiederholt der Weltverband das Argument, dass sich Pechstein mehreren Angeboten zur genaueren Untersuchung verweigert hätte.


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