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Sir Jackie Stewart: "Schumacher riskiert seinen Ruf"

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Mercedes GP  

Stewart: "Michael hat den Rennbazillus nicht entfernt"

27.05.2010, 11:45 Uhr | motorsport-total.com, t-online.de, Motorsport-Total.com, t-online.de

Sir Jackie Stewart: "Schumacher riskiert seinen Ruf". Formel-1-Legende Sir Jackie Stewart (Foto: imago)

Formel-1-Legende Sir Jackie Stewart (Foto: imago)

Michael Schumachers Rückkehr wurde von den einen bejubelt, von anderen wird der Rekordweltmeister aufgrund der ausbleibenden Erfolge bisher nur milde belächelt. Der ehemalige Formel-1-Pilot Sir Jackie Stewart macht sich sogar Sorgen um Schumachers Reputation. Sollte der Kerpener weiter seiner früheren Form hinterher fahren, dann riskiere er seinen Ruf als Topsportler, so Stewart.

Nicht mehr der Schumacher, den die Welt kannte

"Mir wäre es lieber, Michael wäre nicht zurückgekehrt - wegen seiner enormen Errungenschaften und der Reputation, die er sich aufgebaut hatte", wird Stewart von "Skysport.com" zitiert. "Es gibt keinen Zweifel daran: Wenn er nicht wieder zum Seriensieger avanciert, dann ist er nicht mehr länger der Michael Schumacher, den die Welt kannte", gibt der dreimalige Formel-1-Champion zu Protokoll.

"Problem ist, dass Michael zu früh zurückgetreten ist"

Stewart sieht Parallelen zu einer weiteren schillernden Persönlichkeit der Formel-1-Geschichte. "Juan-Manuel Fangio bestritt vielleicht ein Rennen zu viel, doch bei Michael ist es eine Saison zu viel", so der Brite. "In seiner bis dato letzten Saison hat er den Titel nicht gewonnen und ist nun zurückgekehrt. Er setzt die Wahrnehmung seiner Errungenschaften aufs Spiel. Das Problem ist doch, dass Michael zu früh zurückgetreten ist."

Den Rennbazillus nicht aus dem Körper entfernt

Schumacher sei gegangen, noch bevor er den Rennbazillus aus seinem Körper entfernt hatte. "Hätte er länger über diese Entscheidung nachgedacht, hätte er den Helm gar nicht erst an den Nagel gehängt. Seit seinem Rücktritt war er in Deutschland auf Superbikes unterwegs und stürzte dabei mehr als einmal", erläutert Stewart und kommentiert diese Rennausflüge: "Das macht doch überhaupt keinen Sinn. Mercedes-Benz schien die perfekte Möglichkeit zu sein, aber wäre Jim Clark zurückgetreten, er wäre nicht mehr wieder gekommen. Als ich meinen Hut genommen habe, hatte ich niemals den Wunsch, noch einmal einzusteigen - obwohl ich viele Angebote vorliegen hatte, wovon eines sogar sechs Millionen schwer war. Ich bin darüber hinweggekommen. Und das ist Michael nicht gelungen."

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