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Einigung im Streit um das DFB-Quartier

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WM 2010 - Nationalmannschaft  

Einigung im Streit um das DFB-Quartier

28.05.2010, 20:05 Uhr | dpa, dpa

. Joachim Löw kann aufatmen. Das WM-Quartier der DFB-Elf ist genehmigt. (Foto: imago)

Joachim Löw kann aufatmen. Das WM-Quartier der DFB-Elf ist genehmigt. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Zehn Tage vor dem Einzug der DFB-Elf ist der Behördenstreit um das deutsche WM-Hotel beigelegt worden. Bundestrainer Joachim Löw kann mit seiner Auswahl wie geplant am 7. Juni in das Nobelquartier einziehen. Das Hotel Velmoré vor den Toren Pretorias erhielt gerade noch rechtzeitig die bislang fehlenden Papiere. Das teilte DFB-Mediendirektor Harald Stenger im Trainingslager der Nationalmannschaft im italienischen Eppan mit. Diese Auskunft habe Generalsekretär Wolfgang Niersbach von den Behörden im Gastgeberland Südafrika erhalten.

Ohne Genehmigungen gebaut

Die Nobelherberge in der Provinz Gauteng hatte offenbar Neu- und Umbaumaßnahmen ohne die nötige Erlaubnis der Behörden vorgenommen. Auch Umweltauflagen sollen nicht eingehalten worden sein. Die DFB-Elf startet mit einem Nachtflug am 6. Juni zu ihrer WM-Mission und zieht unmittelbar nach der Landung in Südafrika in die bis nach dem Finale am 11. Juli gebuchte Unterkunft. Nach Informationen von "Welt Online" erzielte der Hotelbesitzer vor einem Gericht in Pretoria eine Einigung mit der Kommune. Der Bürgermeister Pretorias wollte sich bei einer Pressekonferenz zu den Querelen um das Nobelhotel äußern.

Neuer Komplex für die deutschen Kicker

Ende April war die Auseinandersetzung zwischen den Betreibern des vom FIFA-Hotelpartner Match angebotenen Hotel und den regionalen Regierungsstellen durch südafrikanische Medienberichte publik geworden. Auf dem Areal in Centurion waren nach der Buchung durch die deutsche Mannschaft umfangreiche Baumaßnahmen vorgenommen worden. Für das DFB-Team wurde unter anderem ein extra Gebäudekomplex komplett neu errichtet. Kostenpunkt waren angeblich bis zu 80 Millionen Rand (ca. 8 Millionen Euro).

Botschafter schaltet sich ein

Der DFB hatte nach außen stets gelassen auf die Querelen reagiert und auf bestehende Verträge mit Match verwiesen. Ein aus Sicherheitsgründen erzwungener, kurzfristiger Umzug hätte die WM-Planungen von Bundestrainer Joachim Löw aber gehörig durcheinandergebracht und ein schlechtes Licht auf die südafrikanischen Ausrichter geworfen. Zuletzt hatte sich sogar der deutsche Botschafter Dieter Haller und der deutsche FIFA-Berater Horst R. Schmidt eingeschaltet.

DFB sticht die Konkurrenz aus

Das Velmoré-Hotel, im Dreieck der Spielorte Johannesburg, Pretoria und Rustenburg gelegen, war von einigen WM-Teilnehmern als mögliches Quartier in die engere Auswahl gezogen worden. Mexiko und England bewarben sich offiziell bei der FIFA um das Hotel, der DFB stach die Konkurrenz aber aus.

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