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Formel 1: Red Bull bringt sich selbst in Schwierigkeiten

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Formel 1 - Kolumne  

Zu viel Action - zu wenig Absprache

31.05.2010, 09:30 Uhr | t-online.de, t-online.de

Formel 1: Red Bull bringt sich selbst in Schwierigkeiten. Wut und Trauer bei Sebastian Vettel nach seiner Kollision mit Mark Webber

Wut und Trauer bei Sebastian Vettel nach seiner Kollision mit Mark Webber (Foto: dpa)

Von Elmar Brümmer, Istanbul

Ob Bernie Ecclestone wohl Bruce Darnell kennt? Der Ausruf des Top-Model-Coaches würde dem Zampano gut gefallen: "Drama, Baby!" Weshalb der gesamten Formel 1 – das sich selbst auf die Hörner nehmende Red-Bull-Team mal ausgenommen – nichts Besseres passieren konnte als der Kollisionskurs von Sebastian Vettel und Mark Webber in Istanbul. Die wahre Ursache für den Boxkampf der Boliden im Stil von Senna und Prost bleibt weiter im Dunkeln, aber alle Welt redet und spekuliert darüber, wie es bei den Renn-Bullen jetzt weitergeht. Klicken Sie sich durch die Bilder des Unfalls der beiden Red Bulls!

Sieger Lewis Hamilton fand seine Perspektive vor Kurve zwölf riesig: "Es war ein Actionfilm, aber einer in 3D!" Vettel war schon gleichauf mit WM-Spitzenreiter Webber, als sein "Randy Mandy" getaufter RB 6 einen Schlenker machte, sich am Auto des australischen Kollegen den rechten Hinterreifen aufschlitzte und ins Aus kreiselte. Die Inboard-Kameras zeigten bei beiden Sturköpfen keine Lenkbewegungen, war es also eine Unebenheit der Strecke oder ein neuerlicher technischer Defekt an Vettels Auto?

Red Bull bringt Fahrer selbst in Schwierigkeiten

Sicher ist, dass die beiden Piloten, deren Aussprache erst noch bevorsteht, vom eigenen Team in die missliche Lage gebracht wurden. Durch den Druck von Lewis Hamilton in der Startphase hatte Webber schon so viel Sprit verbraucht, dass ihn die Box zu Beginn der ominösen Runde 40 anwies, in den Benzinsparmodus zu gehen. Vettel hatte noch für einen Umlauf mehr Vollgas frei, und sein Renningenieur signalisierte: Letzte Chance, Seb, probier's – zumal hinter dem Heppenheimer schon Hamilton drohte. Einzig Leader Mark Webber war nicht über das Taktikspiel informiert. Selbst bei der Pressekonferenz wusste der Aussie nicht Bescheid und biss sich auf die Lippen. Ziemlich spät kam der Erklärungsversuch des Rennstalls...

Verschwörungstheorien: Wird Vettel bevorzugt?

Hätte er vom Kommunikationsproblem am Kommandostand, nicht dem ersten übrigens, Bescheid gewusst – Webber wäre souveräner aufgetreten. So aber beginnt er jetzt erst richtig, der interne Kampf um die Führungsperson. Verschwörungstheorien aus dem angelsächsischen Raum witterten sofort eine Bevorzugung Vettels, als Teamberater Helmut Marko direkt nach Rennende Webber die Schuld gab. Wäre ja auch logisch: Der elf Jahre jüngere Deutsche hat die größere Zukunft und den höheren Marktwert.

Webber hat den Lauf seines Lebens

Nach sieben von 19 Läufen und in dieser verdichteten Weltmeisterschaft wäre es dumm von Red Bull, sich so festzulegen - zumal Webber mit drei Pole-Positionen in drei Wochen und (nun nur) zwei Siegen den Lauf seines Lebens hat. 28 Punkte verloren - und die Führung in der Konstrukteurs-WM. Überdacht werden wird daher die Stallorder im Team, die bisher nur für die erste Kurve galt: Muss sie aufs ganze Rennen ausgedehnt werden, oder vertraut man auf lange Sicht doch der Vernunft, wie sie das McLaren-Gespann Hamilton/Button vorexerziert hat? Generelle Nichtangriffspakte funktionieren selten, verunsichern Piloten und Mannschaft – und so groß ist der Vorsprung vor den Silberpfeilen scheinbar nicht mehr. "Ziemlich frustrierend", stöhnte Teamchef Christian Horner, der seinen Laden wieder in Griff bekommen muss.

Das Team muss an Reife gewinnen

Deshalb: Bloß keine Hemmungen! Schluss mit lustig ist ohnehin schon, nachdem die eigentlich klare Angelegenheit von Istanbul so in die Hose gegangen ist. Das ganze Team muss an Reife gewinnen, nicht nur die Fahrer. Das Binnenverhältnis zwischen Webber und Vettel wird sich verändern, aber Abgeklärtheit tut not. Leben am Limit, das funktioniert am besten mit freier Fahrt. Risiken inbegriffen. Am Ende ist auf jeder Ideallinie immer nur für einen Platz.

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