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DFB-Innenminister: Stolz, selbstbewusst und bodenständig

09.06.2010, 14:16 Uhr | t-online.de, t-online.de

.  Per Mertesacker (li.) Arne Friedrich gehen selbstbewusst in die WM. (Foto: imago)

Per Mertesacker (li.) Arne Friedrich gehen selbstbewusst in die WM. (Foto: imago)

aus Südafrika berichtet Patrick Brandenburg

"Unsere Kommunikation klappt irgendwie gar nicht", gestand Arne Friedrich freimütig auf der ersten Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft nach der Ankunft in Südafrika. Nur wenige Tage vorm WM-Auftaktspiel der Elf gegen Australien Streit im Team? Doch zum Glück galt die Kritik nur den neuen Handys, die der gesamte Kader als Teil des Rundum-Sorglos-Pakets vom DFB für das weitläufige Teamhotel Valmore Grand in die Hand bekommen hatte. Nach dem schlimmen Verletzungspech der Vorbereitung beherrschen wieder lustige Luxusproblemchen den Alltag.

Denn abgesehen von einigen Duschen, die gerüchteweise nicht warm wurden, war das schon die einzige schlechte Nachricht, die Friedrich und sein Partner im Abwehrzentrum, Per Mertesacker, auf der deutschen Innenminister-Konferenz in Südafrikas Hauptstadt Pretoria zu verkünden hatten. Die gute Nachricht von der DFB-Ranch lautet vielmehr: die Innenverteidigung steht, und sie ist äußerst selbstbewusst.

Friedrich wird immer unterschätzt

Allen voran Friedrich. Stolz drückte der Hertha-Kapitän seine Genugtuung aus, mal wieder unterschätzt worden zu sein: "Ich bin es gewohnt, nicht hoch gehandelt zu werden", so Friedrich. Spätestens seit dem Testländerspiel gegen Ungarn ist klar: Bundestrainer Joachim Löw hat ihn für den im Prinzip fast seit zwei Jahren vakanten zweiten Platz in der Innenverteidigung vorgesehen. Da kann es Friedrich auch egal sein, ob links oder rechts von seinem Partner. "Früher war das für mich wichtig, heute nicht mehr." Hauptsache er darf nach unglücklichen Jahren auf Außen wieder auf seiner Lieblingsposition im Zentrum spielen. "Ich bin eben kein Philipp Lahm."

Starker Eindruck ebnet den Weg in die Startelf

Nach dem traurigen Kapitel Hertha-Abstieg darf sich der Berliner nun darauf freuen, mit seiner zweiten WM-Teilnahme nach 2006 ein ganz persönliches Happy End dieser Saison zu feiern, während sein Manager im Hintergrund kaum Schwierigkeiten hat, einen neuen Erstligaklub für seinen Schützling zu finden. "Die Verhandlungen laufen, aber entschieden ist noch nichts", so Friedrich. Ausschlaggebend für die Rückkehr in die Stammelf der Nationalmannschaft waren eine ordentliche Rückrunde des zum Leader gereiften Abwehrspielers und vor allem der starke Eindruck während der WM-Vorbereitung.

Ältere Spieler müssen voran gehen

Und womöglich war Friedrich mit seinen 72 Länderspielen auch ein Nutznießer der Verletzung von Michael Ballack. Denn in einem immer jünger werdenden Team wollte der Bundestrainer nicht völlig auf Routine verzichten. "Natürlich müssen wir älteren Spieler vorangehen", erläuterte der 31-Jährige wie auf Bestellung. Nur als er ganz nebenbei die wahrscheinliche Aufstellung für die erste Gruppenpartie verriet, dürfte Geheimniskrämer Löw nicht zufrieden gewesen sein.

Frage nach dem Abwehrchef bleibt offen

Dagegen umschiffte Friedrich wieder geschickt die Frage, wer denn nun der Abwehrchef sei. Normalerweise der fünf Jahre jüngere Per Mertesacker, die große Konstante in der deutschen Abwehr in den vergangenen vier Jahren. Aber nach einigen schwächeren Auftritten zuletzt wird der Bremer ganz froh sein, neben den Außenverteidigern und Philipp Lahm noch einen weiteren erfahrenen Spieler an der Seite zu haben und nicht ständig als Ausbildungsleiter gefragt zu sein. Auch wenn er sich für eine Neuauflage des 4:3-Sieges über Australien beim Confederations Cup 2005 durchaus erwärmen könnte, obwohl die seinerzeit als Kinderriegel verspottete deutsche Viererkette ziemlich wackelte. "Kurios war, dass ich damals auch mein einziges Länderspieltor geschossen habe. Daher würde ich alles wieder so nehmen."

Kommunikation mit zuhause geht noch nicht

Kommunikationsprobleme hatte Mertesacker übrigens auch noch zu beklagen. Aber nicht mit den Teamkollegen, wie sein Partner Friedrich. "Ich habe meine Eltern zu Hause noch nicht erreicht", sagte der bodenständige Niedersachse, der einst beim TSV Pattensen das Kicken lernte. "Wahrscheinlich sind die perplex, wenn sie diese neue Nummer sehen."

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