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Jérôme bricht mit Kevin-Prince

10.06.2010, 13:36 Uhr | t-online.de, t-online.de

. Kevin-Prince (li.) und Jérôme Boateng gemeinsam zu Berliner Zeiten. (Foto: imago)

Kevin-Prince (li.) und Jérôme Boateng gemeinsam zu Berliner Zeiten. (Foto: imago)

Es hätte so schön sein können: 23. Juni 2010, 20.30 Uhr, Johannesburg - zwei Brüder treffen in einem WM-Vorrundenspiel aufeinander. Der Eine singt die deutsche, der Andere die ghanaische Nationalhymne, sie umarmen sich noch einmal, kämpfen 90 Minuten für ihr Land, tauschen nach dem Spiel ihre Trikots, geben gemeinsam Interviews vor laufender Kamera. Doch dazu wird es nicht mehr kommen. Nach langem Schweigen hat Jérôme Boateng Stellung bezogen: Mit seinem Halbbruder Kevin-Prince ist er fertig.

Es war einer der entscheidenden Momente in der Vorbereitungsphase der deutschen Nationalmannschaft auf die WM: das Foul von Kevin-Prince Boateng gegen Michael Ballack im FA-Cup-Finale in England. Das WM-Aus für den deutschen Kapitän bedeutete Hasstiraden von Fans auf den Verursacher, mediale Belagerung der Familie und die ständige Frage an den Halbbruder Jérôme, wie er über das Foul denken würde. Seine Antwort: eine klare Rote Karte.

"Kevin meinte, ich hätte ihn verteidigen müssen"

Doch weil er sich auf die WM konzentrieren wollte, hielt er sich mit seiner Meinung zurück, gab nur kurze Statements ab oder schwieg völlig. Das nahm ihm der zwei Jahre ältere Kevin-Prince übel - und führte nun zum Bruch der Brüder. "Kevin meinte, ich hätte ihn verteidigen und Ballack kritisieren müssen - und nicht sagen sollen, dass es eine Rote Karte war", sagte Jérôme nun der "Hamburger Morgenpost". "Kevin meinte jetzt: 'Jeder geht nun seinen eigenen Weg.' Ich habe daraufhin nur gesagt: Das machen wir doch schon länger."

Unterschiedlicher geht es nicht

In der Tat verbindet die Halbbrüder nur noch wenig. Aus den gemeinsamen Zeiten bei Hertha BSC ging ein zielstrebiger, heute 21-jähriger deutscher Nationalspieler hervor, der für seine Karriere hart arbeitet und über den HSV nun zu Manchester City wechseln wird. Kevin-Prince hingegen blieb seinem Bad-Boy-Image treu, fiel auf dem Platz immer wieder durch Unsportlichkeiten (wie an dem Wolfsburger Hasebe oder an Chelseas Ballack) auf und sorgte auch neben dem Platz für Negativschlagzeilen. Die Familienbande über ihren gemeinsamen Vater waren das Einzige, was sie noch miteinander in Verbindung brachte.

"Er interessiert mich nicht mehr"

Doch auch damit ist es jetzt vorbei. "Kevin sagte: 'Jeder hat seine eigene Familie – du deine, ich meine.' Das ging mir zu weit. Deshalb ist es mir jetzt auch egal, was er macht. Es interessiert mich nicht mehr!" Aus dem Familientreffen am 23. Juni wird nun also nichts mehr. Sie werden sich auf dem Platz begegnen, doch zu einer Umarmung oder Trikottausch wird es nicht kommen.

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