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Michael Schumachers F-Schacht funktioniert nicht

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Mercedes GP  

Schumis F-Schacht funktioniert noch immer nicht

11.06.2010, 09:53 Uhr | sid, t-online.de, t-online.de, sid

Michael Schumachers F-Schacht funktioniert nicht. Geht Schumacher in Montreal die Luft aus? (Foto: imago)

Geht Schumacher in Montreal die Luft aus? (Foto: imago)

Zuletzt gab Michael Schumacher richtig Gas, lag dreimal vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg. Nun fiebert der Rekordweltmeister dem Großen Preis von Kanada am Sonntag (ab 17.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) entgegen. Doch ist er auf der Vollgas-Strecke in Montreal überhaupt konkurrenzfähig? Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, funktioniert sein F-Schacht noch immer nicht richtig. (Verfolgen Sie schon heute das erste freie Training. Los geht's im Live-Ticker bei t-online.de um 15.45 Uhr)

Das Schnorchelsystem lässt den Luftstrom auf den Heckflügel kurzzeitig abreißen und die Autos auf langen Geraden deutlich schneller werden. "Wir müssen sehen, ob wir das bis Mitte der Saison hinkriegen. Wenn es sich lohnt, noch richtig anzugreifen, machen wir das. Wenn nicht, setzen wir alles auf 2011", zitiert "Bild" Mercedes-Teamchef Ross Brawn. (Video Schumi und Rosberg drücken der DFB-Elf die Daumen)

Schumi: "Ich bin richtig heiß"

Schumacher will sich von dem technischen Problem aber nicht entmutigen lassen. Im Gegenteil: Der 41-Jährige hofft auch ohne voll funktionstüchtigen Schnorchel auf genug Durchzug und will seinen Aufwärtstrend der vergangenen drei Rennen fortzusetzen. Der siebenmalige Weltmeister war nach einem durchwachsenen Saisonstart zuletzt in Instanbul zum zweiten Mal in den vergangenen drei Rennen auf Platz vier gelandet und hatte dazwischen in Monaco seinen sechsten Platz nur durch die nachträgliche Strafe für das umstrittene Überholmanöver gegen Ferrari-Pilot Fernando Alonso verloren. "Ich bin sicher, dass ich richtig heiß auf das Rennwochenende sein werde", sagte er.

Todt: "Ohne gutes Auto kannst Du nicht gewinnen"

Dass Schumacher nach seinem Comeback nicht von Beginn an wieder ganz vorne mitmischte, war für seinen Freund und früheren Chef bei Ferrari keine Überraschung. "Es ist normal, dass er nach drei Jahren Pause Zeit braucht, bis er wieder der Alte ist", meinte Jean Todt zuletzt in einem Interview mit dem Fachmagazin "auto, motor und sport". "Michael war ein außergewöhnlicher Champion. Aber um im Motorsport erfolgreich zu sein, brauchst du ein gutes Auto. Und wenn du das nicht hast, kannst du nicht gewinnen."

Deutlich hinter Red Bull und McLaren-Mercedes

Damit spielte der Franzose, inzwischen Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, darauf an, dass Konstrukteurschampion Brawn nach der Übernahme durch Mercedes in dieser Saison kein so großer Wurf gelungen war wie 2009. Die Silberpfeile liegen deutlich hinter dem Red-Bull-Team mit Sebastian Vettel und WM-Spitzenreiter Mark Webber sowie auch hinter McLaren-Mercedes. Obwohl das Auto deutlich verbessert wurde und Schumacher mittlerweile deutlich besser mit dem Boliden zurecht kommt als zu Beginn der Saison, ist der Rückstand auf die Spitze noch beträchtlich.

Brawn: "Sind in Reichweite"

Superhirn Brawn will sich - F-Schacht hin oder her - aber nicht beunruhigen lassen. In einem Interview mit dem italienischen Magazin "Autosprint" äußerte er die Hoffnung, in dieser Saison noch zum aktuellen Klassenprimus Red Bull aufzuschließen. "Wenn man sich die Meisterschaftstabelle ansieht, dann sind sie noch absolut in Reichweite", sagte Brawn. "Man muss sich nur ihr Design ansehen: Darin finden sich einige Aspekte, die sich von allen anderen unterscheiden. Andere Teams werden diese wahrscheinlich in den kommenden Rennen einführen."

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