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Furioser WM-Start der DFB-Elf

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Furioser WM-Start der DFB-Elf

14.06.2010, 02:38 Uhr | t-online.de, dpa

. Die deutsche Elf feiert einen grandiosen Sieg. (Foto: dpa)

Die deutsche Elf feiert einen grandiosen Sieg. (Foto: dpa)

Aus Durban berichten Patrick Brandenburg und Markus Polak

Der Traumstart ist geglückt. Die deutsche Nationalmannschaft hat ihren WM-Auftakt in Südafrika gegen Australien hochverdient mit 4:0 (2:0) gewonnen und nährt die Hoffnungen auf ein tolles Turnier. Vor 62.660 Fans im atemberaubend schönen Moses Mabhida Stadion in Durban war die DFB-Elf den Socceroos in allen Belangen überlegen und verpasste sogar einen deutlich höheren Sieg. Lukas Podolski (8.), Miroslav Klose (27.), Thomas Müller (68.) und Cacau (70.) erzielten die Treffer für den neuen Spitzenreiter in der Gruppe D. Australien musste über eine halbe Stunde mit zehn Mann auskommen, nachdem Spielmacher Tim Cahill die Rote Karte gesehen hatte (56.).

"Jetzt kommt die Stunde der Wahrheit", hatte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff vor der Partie angekündigt, doch die DFB-Elf hätte fast ihren Einsatz verpennt. Denn die erste Riesenchance der Partie gehörte dem Außenseiter. Nach nur drei Minuten musste Kapitän Philipp Lahm in höchster Not gegen Richard Garcia klären. Glück gehabt. Weckruf verstanden. Danach übernahm Deutschland das Kommando und erarbeitet sich alleine in der ersten Halbzeit acht hervorragende Einschussmöglichkeiten.

Die zweite nutzte Podolski zum 1:0. "Wir haben lange gebraucht, das zu verarbeiten", sagt der zerknirschte australische Coach Pim Verbeek dazu später. Mit einem Kracher aus der zweiten Reihe schloss Podolski eine Traumkombination über Mesut Özil und Müller ab. Letzterer hatte auf der rechten, offensiven Mittelfeldseite den Vorzug vor Piotr Trochowski erhalten und rechtfertigte das Vertrauen von Bundestrainer Joachim Löw mit einer bärenstarken Leistung. "Es freut mich, dass es heute so gut geklappt hat", kommentierte Müller seinen starken Auftritt.

Elftes WM-Tor für Klose

In der 27. Minute platzte dann auch bei Klose endlich wieder der Knoten. Das Sorgenkind der Nationalmannschaft hämmerte einen Kopfball in die Maschen, nach einer perfekten Flanke von Lahm. Sein 49. Länderspieltreffer war gleichzeitig der elfte bei einer WM. Damit rückt der zuvor oft gescholtene Münchener in der Liste der WM-Rekordschützen auf Rang fünf vor, gemeinsam mit Jürgen Klinsmann und Ungarns Legende Sandor Kosics. Dabei hatte Klose zuvor erneut zwei Großchancen (7., 24.) leichtfertig vergeben und schien einmal mehr zur traurigen Figur in der DFB-Elf zu werden. "Es war unheimlich wichtig, dass es gleich im ersten Spiel bei mir geklappt hat", freute sich Klose.

Die deutsche Elf fand im 50. Match der Ära Löw immer wieder überraschende Antworten auf das dicht gestaffelte Abwehrbollwerk des Gegners. Allein die Chancenauswertung ließ zu wünschen übrig. Özil war zwei Mal drauf und dran, endlich seinen zweiten Treffer in Schwarz-Weiß zu erzielen. Doch einmal kratzte ein Australier seinen Ball noch von der Linie, nachdem der Mittelfeldwirbler Torwart Mark Schwarzer bereits überwunden hatte (30.), und acht Minuten später legte er sich den Ball nach einem Superpass von Podolski zu weit vor.

Aus dem Fünfer-Bayern-Block, der von Löw auf den Rasen geschickt wurde, fiel lediglich der andere Shooting-Star Holger Badstuber leicht ab. Der Außenverteidiger hatte auf der linken Seite zunächst einige Probleme mit Brett Emerton und beschränkte sich daher lange komplett auf die Defensive. Dieser Schönheitsfleck störte das Spiel der DFB-Elf gegen den 20. der FIFA-Weltrangliste aber überhaupt nicht.

Übles Foul von Cahill

Die Australier, bei denen Offensiv-Ass Harry Kewell wegen Leistenproblemen nur auf der Bank saß, mussten ab der 56. Minute auch noch auf ihren zweiten Star verzichten. Denn Cahill vom FC Everton sah nach einem der zahlreichen üblen Fouls an Bastian Schweinsteiger die Rote Karte. Damit war der Widerstand endgültig gebrochen. Müller feierte dann noch seine Torpremiere im Nationaldress und krönte damit seine außergewöhnliche Leistung. In dieser Form dürfte er sich in der ersten Elf festgespielt haben. Auch der eingewechselte Cacau machte noch Werbung in eigener Sache. Mit seiner ersten Ballberührung schraubte der Stuttgarter das Ergebnis auf 4:0 hoch (70.) – nach einem perfekten Konter über Özil. Sehr erleichtert war nach dem Abpfiff der Bundestrainer: "Man weiß vor dem ersten Spiel nicht, wo man steht. Der Sieg gibt jetzt natürlich viel Selbstvertrauen."

Am kommenden Freitagmittag geht es für die deutsche Mannschaft weiter im Turnier. Dann steht im Nelson-Mandela-Bay-Stadion von Port Elisabeth das Spiel gegen Serbien auf dem Programm (ab 13.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Die Balkan-Kicker brauchen nach der Pleite gegen Ghana einen Sieg, um nicht vorzeitig alle Chancen auf das Erreichen der K.-o.-Runde zu verspielen. "Es ist noch ein langer Weg. Wir konzentrieren uns jetzt voll auf die Serben", warnte Lahm vor übermäßiger Euphorie.

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