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Das dynamische Duo ist zurück

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Das dynamische Duo ist zurück

14.06.2010, 10:04 Uhr | t-online.de

. Pünktlich zur WM präsentieren sich Lukas Podolski (l.) und Miroslav Klose in Top-Form. (Foto: Reuters)

Pünktlich zur WM präsentieren sich Lukas Podolski (l.) und Miroslav Klose in Top-Form. (Foto: Reuters)

Aus Durban berichten Markus Polak und Patrick Brandenburg
Plötzlich lagen sie sich wieder in den Armen wie vor vier Jahren. Lukas Podolski und Miroslav Klose, zuletzt die Sorgenkinder des deutschen Fußballs. Beide trafen im grandiosen WM-Auftaktspiel der deutschen Nationalelf, beim lockeren 4:0 über Australien in Durban. Der Kölner Podolski setzte seinen jüngsten Aufwärtstrend fort, und beim Münchner Klose platzte endlich, endlich wieder der Knoten. Fast wie in der Zeit als dynamisches Duo mit gemeinsamen acht Treffern beim Sommermärchen 2006, gehören die beiden nun wieder zu Stützen einer Mannschaft, die eine große Turnier-Zukunft verspricht.

"Wir wussten doch von Australiens Abwehrbollwerk. Heute haben wir es halt gebrochen", verkündete Podolski gewohnt trocken eine der souveränsten, weil taktisch und technisch hochwertigsten WM-Vorstellungen einer DFB-Elf der letzten Jahre. Er selbst hatte einen großen Teil dazu beigetragen und wurde sogar zum besten Spieler der Partie gewählt. Aufgrund seines Krachers in der siebten Minute, der Deutschland die beruhigende Führung brachte und Australiens Torhüter Mark Schwarzer große Handschmerzen; wegen seines starken Spiel auf dem linken Flügel, wohin der Mittelfeldspieler mit Migrationshintergrund inzwischen umgesiedelt ist; und durch tolle Anspielen in die Spitze, wie auf Mesut Özil (24.), oder beim sehenswerten Doppelpass mit Miroslav Klose.

Beim DFB blüht Poldi auf

Schon in den letzten Wochen hatte sich der Formanstieg angedeutet. In der Vorbereitung in Sizilien und Südtirol trainierte sich Podolski den Frust der abgelaufenen Bundesliga-Saison ab: Als Heilsbringer war Prinz Poldi zu seinem Heimatklub 1. FC Köln zurückgekehrt, aber unter der Last der Ablöse von 10 Millionen Euro und an den enormen Erwartungen im Rheinland gescheitert. Und nun hat er plötzlich mit 39 Toren im Nationaldress genauso viele Treffer erzielt wie in seiner gesamten Karriere in der Bundesliga. An Nummer 40 rutschte er gegen die überforderten Socceroos im Übrigen nur haarscharf vorbei.

Klose rechtfertigt das Vertrauen

Die Erleichterung bei Klose war nach seinem wuchtigen Kopfballtreffer zum 2:0 ungleich größer. Beim intensiven Jubel mit den Teamkollegen war deutlich zu sehen, welcher Druck da abfällt. Denn unter großer Kritik hatte Bundestrainer Joachim Löw am Torschützenkönig der WM vor vier Jahren festgehalten – trotz einer Seuchensaison seines Schützlings als Bankdrücker beim FC Bayern und einem Witz von Testspieleinsatz gegen Bosnien, in dem der frühere Knipser vom Dienst nur katastrophale acht Ballkontakte hatte.

Der Knoten platzt nach "Bayern-Spielzug"

Auch gegen Australien schien sich das Elend fortzusetzen. Klose vergab zwei Großchancen derart fahrlässig, dass man schon Mitleid haben konnte mit dem umtriebigen Angreifer, der einfach viel Kraft benötigt für seine spezielle Art von Spiel. "Es spricht für seine Cleverness und Erfahrung, dass er sich dadurch nicht hat aus der Ruhe bringen lassen", lobte Löw. Vielmehr wartete Klose geduldig auf den einen "Bayern-Spielzug", eine Flanke von Lahm scharf vors gegnerische Tor, die "so nicht zu verteidigen ist." Danach war der Knoten geplatzt und Klose erinnerte stark an bessere Zeiten. Auch mit ebenso uneigennützigen wie gefährlichen Anspielen auf die Kollegen Mesut Özil (30.) und Sami Khedira (59.).

Ronaldos Rekord in Reichweite

Es passt zu Klose, dass er sein eigenes Erfolgserlebnis nicht allzu hoch hängen wollte. "Wichtig ist nur die Mannschaft", sagte der Stürmer, obwohl er mit seinem 11. WM-Treffer gerade an die fünfte Stelle in der Rekordtorschützenliste der FIFA vorgerückt war. Brasiliens Fußball-Legende Pele ist mit nur einem Tor Vorsprung in Reichweite und auch Gerd Müller (14) und Spitzenreiter Ronaldo (15) dürfen sich ihrer Position nicht mehr allzu sicher sein. "Das interessiert mich nicht", sagte Klose und hielt den Ball ähnlich flach wie der Rest der Mannschaft, der offenbar noch große Ziele bei dieser WM anstrebt. Nur soviel ließ er sich zu seinem Gemütszustand entlocken: "Ich weiß, was ich kann. Ich habe mich heute super gefühlt und konnte meinen Teil zum Erfolg beitragen."

Kein Salto wegen "Trainingsrückstands"

Wie zum Beweis verzichtete Akrobat Klose auch auf den fälligen Salto, den er sonst immer nach persönlich wichtigen Toren zelebriert. "Ich wollte mich nicht verletzten", sagte der Routinier vier Tage nach seinem 32. Geburtstag. Und mit einem Augenzwinkern: "Ich bin ja auch ein bisschen außer Übung."

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