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Ghana sorgt für den ersten afrikanischen Sieg

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Ghana sorgt für den ersten afrikanischen Sieg

14.06.2010, 10:18 Uhr | dpa

. Prince Tagoe im Duell mit Nemanja Vidic (l.) und Dejan Stankovic. (Foto: AP)

Prince Tagoe im Duell mit Nemanja Vidic (l.) und Dejan Stankovic. (Foto: AP)

Ein Blackout von Zdravko Kuzmanovic hat Ghana bei der Weltmeisterschaft in Südafrika drei Punkte beschert: Der Serbe verursachte in der 84. Minute einen Handelfmeter, den Asamoah Gyan zum 1:0 verwandelte. Es war das einzige Tor der Partie und der erste Erfolg einer afrikanischen Mannschaft im Turnier. Die Serben, die neben dem Spiel auch Aleksandar Lukovic (74./wiederholtes Foulspiel) durch die Gelb-Rote Karte verloren, stehen nun am Freitag im zweiten Spiel der Gruppe D gegen Deutschland stark unter Druck. In der gezeigten Form dürfte keine der beiden Mannschaften für große Sorgen beim deutschen Team sorgen.

Superstar Michael Essien verletzt, die etablierten Sulley Muntari (Oberschenkelprobleme) und Kapitän Stephen Appiah nur auf der Bank - so rückte Kevin-Prince Boateng gleich von Beginn in den Fokus. Der gebürtige Berliner gab bereits bei seinem zweiten Länderspiel wort- und gestenreich den Anführer im halblinken Mittelfeld.

Zwar sorgte Marko Pantelic, der früher in der Bundesliga für Hertha BSC spielte, nach acht Sekunden für den bislang schnellsten Torschuss der WM. Doch in einer schwungvollen Anfangsphase setzten danach die in weiß gekleideten Black Stars den Gegner zunächst unter Druck. Die lang gewachsenen serbischen Verteidiger hatten Probleme mit dem schnellen Kurzpass-Spiel der Afrikaner, bei denen der quirlige Hoffenheimer Prince Tagoe, sein Teamkollege Isaac Vorsah sowie Leverkusens Hans Sarpei in der Startelf standen. Serben-Coach Radomir Antic ließ sein Bundesliga-Quintett hingegen zunächst außen vor

Langeweile vor dem Wechsel

Nach 15 Minuten kam das Team um Kapitän Dejan Stankovic mit den wuseligen, aber unstrukturierten Attacken besser zurecht, ohne selbst zu glänzen. Bis auf einen Freistoß von Aleksandar Kolarov (29.) gefährdeten sie das Tor von Ghanas Richard Kingson nicht. Da die behäbigen Serben auch weiter das Tempo verschleppten, ging die Partie ohne echte Torchance in die Pause.

Mit Anpfiff hatte sich Stankovic in den WM-Geschichtsbüchern verewigt: Als erster Profi nahm der Mittelfeldspieler von Inter Mailand nach Auftritten im Trikot von Jugoslawien (1998) und Serbien- Montenegro (2006) mit drei Nationalteams an einer WM teil. Ansonsten dürfte das Spiel allerdings keinen besonderen Eintrag in der Fußball-Historie erhalten. In der zweiten Hälfte wurde es aber etwas besser: Nikola Zigic brachte nach Pantelic-Flanke den Ball aus kurzer Distanz nicht Richtung Tor (59.). Auf der anderen Seite setzte sich Asamoah Gyan eine Minute später im Kopfballduell gegen Nemanja Vidic durch, traf aber nur den Außenpfosten.

Nach dem Platzverweis für Lukovic rettete Kingson mit einer tollen Parade gegen Milos Krasic (79.). Nur fünf Minuten ließ Gyan sein Land jubeln. In der Nachspielzeit hatte der Torschütze sogar das 2:0 auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten.

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