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Fallschirmspringen: Kappenformationen bilden

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Fallschirmspringen: Kappenformationen bilden

17.06.2010, 15:56 Uhr | tb

Fallschirmspringen: Kappenformationen bilden . Fallschirmspringen (Foto: Stefan Hasenhündl)

Fallschirmspringen (Foto: Stefan Hasenhündl)

Als Absprungbasis für Fallschirmspringer dienen Hubschrauber, Segelflieger, einmotorige Flugzeuge und andere Luftfahrzeuge. Das Sportspringen wird in verschiedene Disziplinen unterteilt. Eine von ihnen ist das Kappenformationsspringen. Es findet über zugelassenen Plätzen, auch Drop Zones genannt, statt. Im angloamerikanischen Sprachraum wird die Kappenformation auch Canopy-relative-Work oder Canopy-Formation genannt.

Fallschirmspringen: Formation am geöffneten Schirm

Fallschirmspringer, die eine Kappenformation bilden wollen, öffnen ihre Schirme fast zeitgleich mit dem Absprung, um eine lange Flugphase für die Formationen verwenden zu können. Diese werden an geöffneten Stauluft-Gleitschirmen gezeigt. Die Formationen sind vertikale Figuren, die von Gruppen geformt werden, die aus vier oder acht Springern bestehen. Sie springen in einer Höhe von 2.100 Metern hintereinander ab und die Mannschaftsmitglieder, die dem ersten Springer folgen, nehmen festen Kontakt mit dessen geöffneten Fallschirm auf. Ziel des Kappenformationsspringens ist es, in einer bestimmten Zeit Stapel in einer vorgeschriebenen Länge entstehen zu lassen.

Sofort nach dem Absprung beim Fallschirmspringen annähern

Für das zu den jüngeren Disziplinen zählende Kappenformationsspringen werden rechteckig geformte Fallschirme verwendet. Ihre speziellen Flugeigenschaften ermöglichen im Vergleich zu anderen Fallschirmen ein präzises Manövrieren. Während des Kappenformationsspringens stellen die Springer nach der Annäherung eine feste Verbindung untereinander her. Dabei halten sie den Stoff oder die Leine eines anderen Fallschirms mit Händen oder Füßen fest.

Mit optimierten Schirmen Rekorde aufstellen beim Fallschirmspringen

Obwohl bei Wettbewerben in der Regel vier oder acht Springer eine Kappenformation bilden, bestand die größte bisher gezeigte Figur aus 65 Springern. Weil die Springer ihre Fallschirme unmittelbar nach dem Absprung öffnen müssen, um möglichst viel Zeit für die Vorführungen am geöffneten Schirm zu haben, ist der freie Fall bei der Kappenformation von untergeordneter Bedeutung. Eine wesentlich wichtigere Rolle spielt die Güte des Materials des Fallschirms. Zum Kappenformationsspringen werden speziell konstruierte Wettkampfschirme, die einen stabilen Flug gewährleisten, benötigt. Diese Fallschirme sind besonders haltbar und aus robustem Material gebaut. Deshalb halten sie hoher Belastung stand.

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