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Desaster für Frankreich: Mexiko düpiert Grande Nation

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Desaster für Frankreich: Mexiko düpiert Grande Nation

18.06.2010, 01:26 Uhr | dpa, dpa

Sichtliche Enttäuschung bei den französischen Spielern. (Foto: Reuters)Sichtliche Enttäuschung bei den französischen Spielern. (Foto: Reuters)Riesen-Desaster für die Grande Nation: Wie vor acht Jahren droht der französischen Nationalmannschaft auch bei der Weltmeisterschaft in Südafrika das blamable Vorrunden-Aus. Der Vizeweltmeister von 2006 verlor sein zweites Spiel gegen starke und mutige Mexikaner verdient mit 0:2 (0:0) und steht beim "Finale" der Gruppe A am Dienstag gegen Südafrika vor dem Abschied.

Vor 35.370 Zuschauern im Peter-Mokaba-Stadion von Polokwane trafen Javier Hernandez (64. Minute) und Cuauhtemoc Blanco per Foulstrafstoß (79.) für die Mexikaner, die nun zum fünften Mal in Serie Kurs auf das Achtelfinale einer WM-Endrunde nehmen.

Die geniale Vorlage für Hernandez kam vom "Beckenbauer Mexikos", Rafael Marquez. Die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre hat nach dem historischen ersten Sieg gegen Frankreich im siebten Länderspiel ebenso wie Uruguay vier Punkte auf dem Konto - ein Remis würde beiden Teams am Dienstag im direkten Duell zum Sprung in die erste K.-o.-Runde reichen. Die Equipe Tricolore müsste dagegen wie bei der WM 2002 und bei der EM-Endrunde 2008 nach der Vorrunde die Koffer packen. Schon beim 0:0 gegen Uruguay hatten die hoch gehandelten Franzosen enttäuscht.

Dos Santos mit Pfostentreffer

Obwohl beide Trainer mit dem Auftaktspiel überhaupt nicht zufrieden waren, nahmen sie jeweils nur eine Veränderung vor: Bei den Franzosen rückte Florent Malouda für Supertechniker Yohann Gourcuff in die Startelf; bei Mexiko bekam Hector Moreno für Paul Aguilar das Vertrauen. Abtasten war diesmal nicht angesagt, Verlieren verboten, Gewinnen Pflicht: Nach exakt zwei Minuten krachte ein Schrägschuss von Giovani dos Santos an den Innenpfosten - Hugo Lloris im Tor des Vize-Weltmeisters hätte keine Chance gehabt.

Salcido vergibt zwei Chancen

Wenig später musste der französische Schlussmann vor der Strafraumlinie Kopf und Kragen riskieren. Dann war Carlos Vela vom FC Arsenal frei durch, doch sein Schuss verpuffte im Nachthimmel über Polokwane (8. Minute). Guillermo Franco scheiterte mit einem 16-Meter-Schuss (12.), gleich zwei Chancen der kombinationssicheren Mexikaner vergab Carlos Salcido (18./27.). Der für den verletzten Vela eingewechselte Pablo Barrera scheiterte mit einem wuchtigen Kopfball (33.).

Franzosen halten nur dagegen

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt konnte die Fans nur das Spiel der Mexikaner erwärmen: Der Außenseiter war heißer, machte mehr Druck, Favorit Frankreich hielt nur dagegen. Nach einer flotten Freistoß-Kombination der Bleus segelte die Flanke von Franck Ribéry aber an Freund und Feind vorbei (13.). Erst kurz vor der Pause prüfte Sturmspitze Nicolas Anelka erstmals Mexikos Keeper Oscar Perez, die erste Chance für die Equipe Tricolore hatte Malouda in der 54. Minute. Trainer Raymond Domenech reagierte auf die Sturmflaute und brachte nach der Pause - nicht Thierry Henry! Für Anelka kam André-Pierre Gignac.

Ribéry bleibt harmlos

Mexikanische Fans feuerten ihre Elf statt mit der Vuvuzela mit Olé-Rufen und den berühmten Sprechchören "Mexico-ra-ra-ra" an. Von den Franzosen war kaum etwas zu hören. Oft war der Weltmeister von 1998 an der Strafraumgrenze mit seinem Latein am Ende. Antreiber Ribéry sorgte viel zu selten für Unruhe, Gefahr ging nur von der weiß-grünen "Tri" aus: Gleich sechs gute Chancen hatte die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre schon in der ersten halben Stunde.

Mexikanische Abwehr steht

Die Mexikaner wirkten über 90 Minuten bissiger, sie waren zweikampfstärker und lauffreudiger als die statischen "Le Bleus". Und auch die Abwehr stand. Das einzige Manko der Mittelamerikaner war nach dem Befreiungsschlag von Hernandez vergessen: Die von Aguirre schon nach dem Eröffnungsspiel gegen Südafrika (1:1) heftig kritisierte Abschluss-Schwäche.


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