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Deutschland bangt ums Achtelfinale

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Deutschland bangt ums Achtelfinale

18.06.2010, 19:25 Uhr | t-online.de, t-online.de

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Poldi wird getröstet, Klose fliegt vom Platz. (Foto: Reuters)

Aus Südafrika berichten Patrick Brandenburg und Markus Polak
Schwerer Rückschlag für die deutschen WM-Hoffnungen. Die Nationalmannschaft hat ihr zweites Gruppenspiel in Port Elizabeth gegen Serbien mit 0:1 (0:1) verloren und muss nun sogar um den Einzug ins Achtelfinale bangen. Milan Jovanovic erzielte den Siegtreffer für die Serben gegen ein DFB-Team, das nach Miroslav Kloses Platzverweis fast eine Stunde in Unterzahl auskommen musste. Die größte Chance zum Ausgleich vergab Lukas Podolski, der mit einem Handelfmeter an Serbiens Torwart Vladimir Stojkovic scheiterte. Damit haben Deutschland und Serbien in der Gruppe D genauso drei Punkte wie Ghana, das am Samstag erst in Rustenburg auf Australien trifft.

Bundestrainer Joachim Löw schickte vor 38.294 Fans im Nelson-Mandela-Bay-Stadion die gleiche Mannschaft auf den Rasen, die vor fünf Tagen beim Sieg über Australien geglänzt hatte. Bei den Serben saß der frühere Hertha-Stürmer Marko Pantelic überraschend auf der Bank. Trainer Radomir Antic brachte stattdessen in Milos Ninkovic lieber in einen weiteren Mittelfeldspieler, um das deutsche Offensivspiel im Keim zu ersticken.

Das misslang nur in den Anfangsminuten. Denn die DFB-Elf machte erst einmal dort weiter, wo sie gegen Australien aufgehört hatte. Sami Khedira (3.) und Lukas Podolski (7.) ließen gleich zwei tolle Warnschüsse aufs Tor von Vladimir Stojkovic ab. Danach aber machten die Serben die Mitte erfolgreich dicht und Mesut Özil und Co. fanden kaum Lücken. Auf den Flügeln kamen weder Podolski gegen Branislav Ivanovic noch Thomas Müller gegen Aleksandar Kolarov zur Geltung.

Klose fliegt vom Platz

Nach gut einer halben Stunde dann der doppelte Schock. Erst zeigte Schiedsrichter Alberto Undiano aus Spanien Miroslav Klose für ein Allerweltsfoul an Serbiens Superstar Dejan Stankovic die Gelb-Rote Karte (36.). Bereits in der Anfangsphase hatte der DFB-Stürmer eine Verwarnung bekommen. Und nur zwei Minuten später feierten die Serben auch noch das Führungstor durch Milan Jovanovic. Die Fehlerkette: Holger Badstuber hatte einmal mehr ein Laufduell mit dem quirligen Milos Krasic verloren und Per Mertesacker das Kopfballduell mit Nikola Zigic. Zudem verlor Kapitän Philipp Lahm im entscheidenden Moment seinen Gegenspieler Jovanovic aus den Augen.

Das saß! In der Folge brauchte die deutsche Mannschaft ein paar Minuten, um den Rückschlag zu verdauen. Erst mit dem Pausenpfiff meldete sich das Team noch mal mit einem Paukenschlag zurück. Sami Khedira knallte den Ball aus zwölf Metern an die Unterkante der Latte. "Für ein faires Spiel sind mir neun gelbe und eine gelb-rote Karte zu viel", übte Löw leichte Kritik am kleinlich pfeifenden Schiedsrichter.

Podolski verschießt Elfmeter

Im zweiten Durchgang versuchte Deutschland trotz Unterzahl alles, um zurück ins Spiel zu kommen und das verflixte zweite Turnierspiel nicht schon wieder zu verlieren – so wie bei der EM 2008, als auf den Auftaktsieg über Polen der Rückschlag gegen Kroatien folgte. Lukas Podolski hatte gleich drei Mal den Ausgleich auf dem Fuß. Doch der Kölner scheiterte im Minutentakt mit einem Dreierpack an Großchancen (54., 57., 58.) , ehe er in der 60. Minute noch die allergrößte Möglichkeit ausließ und einen Handelfmeter in die Arme des sonst eher schwachen Keepers Stojkovic schoss. Auf der anderen Seite Glück für die Deutschen, dass Jovanovic nur den Pfosten traf (67.) und Zigic einen Kopfball auf die Latte setzte (74.).

Insgesamt fehlten Spielmacher Özil die Ideen und die Anspielstationen, und auch seine Adjutanten Bastian Schweinsteiger und Khedira konnten nicht helfen. Die Weißen Adler aus Serbien machten nicht mehr als nötig und hielten die zehn Deutschen geschickt in Schach. Die eingewechselten Marko Marin (für Özil) und Cacau (für Müller) und Gomez (für Badstuber) brachten nicht mehr die erhoffte Wende. "In ersten Halbzeit haben wir Schwierigkeiten gehabt ins Spiel zu finden. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft alles gegeben. Wir waren in Unterzahl und haben uns trotzdem Chancen herausgespielt. Aber wir haben eine gute Moral bewiesen", war Löw zumindest mit dem Einsatz seiner Elf zufrieden.

Endspiel gegen Ghana

Daher gibt es am 23. Juni ein wohl ein Herzschlagfinale in der Gruppe D. Das DFB-Team muss dann im gigantischen Soccer City Stadion von Johannesburg im letztes Gruppenspiel gegen Ghana ran (ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Zur gleichen Zeit, 330 Kilometer weiter östlich in Nelspruit, treffen die Konkurrenten Serbien und Australien aufeinander. Gruppensieg oder WM-Aus – noch ist alles möglich für die deutsche Mannschaft.

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