Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Specials >

Bei Italien geht die Angst um

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

WM 2010  

Bei Italien geht die Angst um

21.06.2010, 10:51 Uhr | dpa, dpa

. Der italienische Linksverteidiger Giorgio Chiellini (li.) ist nach dem blamablen 1:1 gegen die Kiwis konsterniert. (Foto: imago)

Der italienische Linksverteidiger Giorgio Chiellini (li.) ist nach dem blamablen 1:1 gegen die Kiwis konsterniert. (Foto: imago)

Bei Titelverteidiger Italien hat vor dem Vorrunden-Showdown das große Zittern begonnen. Den Azzurri droht nach dem blamablen 1:1 (1:1) gegen den Fußballzwerg Neuseeland bereits das frühe Aus bei der WM in Südafrika. "Jetzt geht schon die Angst um", sagte Juve-Profi Claudio Marchisio.

Die alles andere als weltmeisterliche Squadra Azzurra vergab in Nelspruit unzählige Torchancen und brachte damit auch ihren Coach auf die Palme. "Das war zu wenig, wir können mehr und müssen einfach mehr zeigen", sagte Weltmeister-Trainer Marcello Lippi.

Lippi verfällt nicht in Panik

Vor 38.229 Zuschauern hatte Shane Smeltz die All Whites aus Abseitsposition schon nach sieben Minuten in Führung gebracht, Vincenzo Iaquinta (29.) gelang per Foulelfmeter nur der Ausgleich. Nach zwei Unentschieden muss der viermalige Weltmeister Italien das letzte Gruppenspiel gegen die Slowakei am Donnerstag gewinnen, um sicher weiterzukommen. In "Panik" sei er wegen des "Rückschlags" aber nicht, betonte Lippi. "1982 kam Italien mit drei Unentschieden weiter und wurde schließlich Weltmeister", sagte der Toskaner.

Während die Südeuropäer mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen, feierten die von ihrer 90-minütigen Abwehrschlacht erschöpften Neuseeländer den zweiten WM-Punkt ihre Geschichte überschwänglich. "Das war ein historisches Ergebnis. Zu Hause werden sie aus dem Häuschen sein", jubelte Trainer Ricki Herbert. Kapitän Ryan Nelsen lobte "ein unglaubliches Spiel einer wunderbaren Mannschaft". Die Kiwis dürfen nach dem größten Erfolg ihrer Verbandsgeschichte sogar vom Achtelfinale träumen.

Montolivo: "Müssen mehr zum Abschluss kommen"

Im Beisein von FIFA-Chef Joseph Blatter war der bei der WM 2006 noch schier unüberwindbare Fabio Cannavaro Schwachpunkt einer sonst stabilen italienischen Abwehr. Als einziger Lichtblick der ideenlosen Offensive präsentierte sich Riccardo Montolivo. Auch der Sohn einer deutschen Mutter blieb allerdings ohne Glück und konnte nicht für den ersten italienischen Sieg im Jahr 2010 sorgen. "Wir müssen mehr zum Abschluss kommen", klagte der Florentiner, der selbst mit einem fulminanten Distanzschuss (27.) am Innenpfosten scheiterte.

Gegen den Weltranglisten-78. könnten fehlende Spieler keine Ausrede sein, hatte Lippi vor der Partie gemahnt. Nachher sehnte er allerdings Spielmacher Andrea Pirlo herbei. Nach seiner Wadenzerrung soll er gegen die Slowakei zurückkehren. "Pirlo ist einer, der ein Spiel entscheiden kann", sagte Lippi und dachte wohl eher: Der Milan-Star ist einer, der Italiens WM retten kann.

Federico Marchetti, Ersatz des verletzten Stammkeepers Gianluigi Buffon, gelang das gegen Neuseeland nicht. Gleich den ersten Schuss musste der Newcomer aus dem Netz fischen. Ausgerechnet Routinier Cannavaro stoppte einen Freistoß von Simon Elliott so unglücklich mit dem Oberschenkel, dass Smeltz den Ball ohne Mühe einschieben konnte.

Die Italiener antworteten mit wütendem Angriffsspiel.Die All Whites standen oft zu siebt am Strafraum und droschen die Bälle nur noch aus der eigenen Hälfte. Italienische Chancen im Minutentakt waren die Folge: Giorgio Chiellini zielte aus guter Position ins Seitenaus (17.) und ein Schuss von Gianluca Zambrotta (22.) segelte nur knapp am Kreuzeck vorbei. Tommy Smith konnte Daniele De Rossi schließlich im eigenen Fünfmeterraum nur noch per Trikotzupfer bremsen. Iaquinta behielt beim fälligen Elfmeter die Nerven und verwandelte sicher. Kurz vor der Pause parierte Keeper Mark Paston einen verdeckten Schuss von De Rossi (45.), der unumwunden zugab: "Was wir heute gezeigt haben, reicht einfach nicht."

Auch in der zweiten Halbzeit stand der Torhüter des krassen Außenseiters im Mittelpunkt. Zunächst rettete Paston gegen den eingewechselten Antonio Di Natale (49.). Danach verflachte die Partie wegen der italienischen Einfallslosigkeit zunehmend. Für Neuseeland verpasste Chris Wood (83.) sogar noch die Riesen-Sensation. "Wir müssen uns erholen und es gegen Paraguay noch einmal versuchen", sagte Nelson.

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Anzeige
Video des Tages
Verliebte Follower 
Hübsche Schwedin verdreht den Männern den Kopf

Die schöne Pilotin sorgt im Internet nicht nur wegen ihres Jobs für Furore. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal