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Nullnummer statt großer Fußball-Kunst

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Nullnummer statt großer Fußball-Kunst

25.06.2010, 20:21 Uhr | dpa, t-online.de, t-online.de, dpa

Nullnummer statt großer Fußball-Kunst . Portugals Danny (li.) und Brasiliens Juan kämpfen um den Ball. (Foto: Reuters)

Portugals Danny (li.) und Brasiliens Juan kämpfen um den Ball. (Foto: Reuters)

Portugal gegen Brasilien - das klingt nach großem Fußball, nach 90 Minuten voller Spektakel. Die Realität sah anders aus: Am Ende stand es 0:0, die Partie erfüllte die hohen Erwartungen nicht. Damit sind beide Teams im WM-Achtelfinale, Brasilien als Sieger der Gruppe G, Portugal belegt Platz zwei. Vor 62.712 Zuschauern im Moses Mabhida-Stadion dominierten im Favoritenduell lange Zeit nur die Abwehrreihen. Erst im zweiten Durchgang drängten Cristiano Ronaldo und Co. mit mehr Engagement auf die Entscheidung, doch zu einem Treffer reichte es nicht. Die Elfenbeinküste schlug Nordkorea 3:0 (2:0) - und fährt nach Hause.
Das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem fünffachen Weltmeister und den "Brasilianern Europas" konnte die hohen Erwartungen zu keiner Phase erfüllen. Ohne den gesperrten Kaka und den verletzten Elano bot Brasilien die meiste Zeit Rasen-Schach und ließ nur ganz selten spielerische Klasse aufblitzen. Die Portugiesen, die in den letzten 26 Länderspielen zum 22. Mal ohne Gegentor blieben, zogen sich weit zurück und versuchten ihr Glück mit Kontern, vornehmlich über die linke Seite mit Fabio Coentrao.

Erst nach einer halben Stunde nahm die Partie allmählich Fahrt auf. Eine Unaufmerksamkeit von Ricardo Costa bescherte den Brasilianern prompt die erste Möglichkeit, doch Torhüter Eduardo lenkte den aus kurzer Distanz abgegebenen Schuss von Nilmar gedankenschnell an die Latte (30.). Trainer Carlos Dunga hatte dem Angreifer den Vorzug vor dem zuletzt nicht überzeugenden Robinho gegeben. Neun Minuten später fühlte sich kein Portugiese für Luis Fabiano zuständig, dessen Kopfball knapp neben dem Tor landete.



Nur der Unparteiische bringt Farbe ins Spiel

So richtig Farbe ins Spiel brachte einzig Schiedsrichter Benito Archundia. Dem Mexikaner gelang das Kunststück, allein in der ersten Halbzeit sieben Akteuren die Gelbe Karte zu zeigen, obwohl die Begegnung keinesfalls überhart war. Dunga reagierte noch vor der Pause und ersetzte den gelb-rot-gefährdeten Felipe Melo durch den Wolfsburger Josue.

Die Portugiesen enttäuschten in der Offensive zunächst auf ganzer Linie. Weder 94-Millionen-Euro-Stürmer Cristiano Ronaldo noch der laufstarke Tiago konnten sich gegen Lucio und Co. durchsetzen. Schon mit seiner defensiven Aufstellung hatte Carlos Queiroz signalisiert, dass ihm eigentlich ein Punkt genug sei. Denn trotz der beruhigenden Sieben-Tore-Vorlage im Spiel gegen Nordkorea hatte der Trainer nicht weniger als sechs gelernte Abwehrspieler aufs Feld geschickt.



Brasilien immer uninspirierter

Nach dem Seitenwechsel gab Portugal endlich die sture Defensivhaltung auf und ließ so etwas wie Siegeswillen erkennen. Auch Ronaldo taute auf: Mit einem Sprint auf der rechten Seite bereitete der frühere Weltfußballer in der 60. Minute die bis dahin beste Chance für sein Team vor, doch Raul Meireles brachte den Ball aus wenigen Metern nicht an Julio Cesar vorbei. Auf der Gegenseite konnte Julio Baptista Superstar Kaka nicht gleichwertig ersetzen. Das Spiel der Brasilianer wurde mit fortschreitender Spielzeit immer uninspirierter. Erst in der Nachspielzeit musste Eduardo bei einem Schuss von Ramires noch einmal alles aufbieten.

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