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Schwerer Crash überschattet Vettels Sieg in Valencia

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GP von Europa - Das Rennen in Valencia  

Schwerer Crash überschattet Vettels Sieg

27.06.2010, 13:25 Uhr | t-online.de, sid, sid, t-online.de

Schwerer Crash überschattet Vettels Sieg in Valencia. Sebastian Vettel im Red Bull (Foto: xpb.cc)

Sebastian Vettel im Red Bull (Foto: xpb.cc) (Quelle: xpb)

Licht und Schatten für Red Bull Racing beim Großen Preis von Europa. Während Sebastian Vettel seinen zweiten Saisonsieg einfahren konnte, verunfallte Teamkollege Mark Webber schwer. Der Australier konnte nach einem spektakulären Crash, bei dem sich sein Bolide überschlug, aber unverletzt dem Wrack entsteigen. Hinter Vettel belegten Lewis Hamilton und Jenson Button (beide McLaren-Mercedes) die Plätze zwei und drei.

Michael Schumachers Rennen war ein absolut chaotisches. Nach Startplatz 15 ging es erst weit nach vorne, ehe unglückliche Boxenstopps den Rekordweltmeister ans Ende des Feldes zurückwarfen. Im Endeffekt war das Rennen nicht viel mehr als ein Testtag für den Kerpener. Adrian Sutil belegte im Force India einen hervorragenden sechsten Platz.

Berührung zwischen Vettel und Hamilton

Der Start war wie gewohnt eines der Highlights des Rennens. Lewis Hamilton schnappte sich ohne große Mühe den vor ihm startenden Mark Webber und machte sich sofort daran, auch Sebastian Vettel zu attackieren. Noch vor der ersten Kurve wurde es zwischen den beiden mehr als eng. Beim Versuch, Hamiltons Angriff abzuwehren, kam es zu einer Berührung zwischen den beiden Boliden. Hamiltons Frontflügel wurde dabei beschädigt, was Fernando Alonsos Renningenieur per Boxenfunk bestätigte: "Vorsicht, wir sehen, dass Hamilton Teile des Flügels verliert."

Webber wurde bis auf Rang neun durchgereicht und kam schon nach acht Runden zum Reifenwechsel - runter mit den weichen, rauf mit den harten Gummis. Für Michael Schumacher lief es unterdessen recht erfreulich. Von Startplatz 15 aus gestartet, konnte sich der Rekordweltmeister in nur einer Runde vier Plätze vorarbeiten. Sein Teamkollege Nico Rosberg hingegen fiel einige Plätze zurück.

Schlimmer Unfall von Webber

Nur einen Umlauf nach seinem Boxenstopp ließ Webber die Zuschauer den Atem anhalten. Der Australier versuchte den vor ihm liegenden Heikki Kovalainen zu überholen, krachte dem Finnen ins Heck. Webbers Bolide wurde regelrecht in die Höhe katapultiert, flog über Kovalainens Lotus hinweg und überschlug sich. Der Australier krachte kopfüber auf den Asphalt rutschte ungebremst in die Reifenstapel. Der Australier hatte aber Glück im Unglück, konnte aus eigener Kraft aussteigen. Kovalainen verteidigte die von ihm gefahrene Linie: "Ich habe meine Position verteidigt, Webber ist in mich rein gefahren."

Die anschließende Saftey-Car-Phase würfelte das Feld durcheinander, da nahezu alle Piloten zum Reifenwechsel in die Box abbogen. Schumacher lag kurzzeitig an Position drei, ehe er ebenfalls an die Box gerufen wurde. Dummerweise schaffte der Kerpener es nicht mehr, vor dem Feld auf die Strecke zurückzukommen und musste sich auf Rang 19 einreihen. Die Mienen der Verantwortlichen am Kommandostand sprachen Bände, gewollt war das nicht. Nach nur zwei Runden ging es für Schumacher wieder zum Service, die weichen Reifen wurden wieder gegen harte getauscht - letzter Platz!

Hamilton kommt in Benzinprobleme

Auch der Restart hatte es dann in sich. Hamilton versuchte erneut, Vettel zu kassieren. Der Deutsche hielt dagegen, stand in der Kurve vor Start und Ziel quer, konnte die Attacke des Briten aber gerade noch abwehren. Die aggressive Fahrweise Hamiltons brachte diesen dann aber in Schwierigkeiten, denn der Benzinverbrauch des Briten war zu hoch. Hamilton musste einen Gang zurückschalten, langsamer machen, um ein mögliches Liegenbleiben zu verhindern. Bei Rosberg setzten unterdessen Bremsprobleme ein. "Verstell die Balance ein wenig nach hinten, wenn Du kannst", so die Anweisung vom Kommandostand. "Du musst die Bremsen schonen."

Hamilton wurde eine Durchfahrtstrafe aufgebrummt. Der McLaren-Pilot hatte das Safety Car bei dessen Ausfahrt aus der Boxengasse unerlaubterweise überholt, was laut Reglement die angesprochene Strafe nach sich zieht. Hamilton aber hatte einen ausreichend großen Vorsprung, um keinen Platz zu verlieren. Der Brite kam vor Kamui Kobayashi wieder auf die Strecke, der sich erfolgreich gegen Jenson Button zur Wehr setzte.

Schumachers Rennen wird zum Testtag

Nach den Aufregern verflachte das Rennen. Vettel drehte einsam seine Runden an der Spitze, fuhr sich einen Vorsprung von rund 14 Sekunden heraus. Für Mercedes GP und Michael Schumacher wurde der Grand Prix zu einem reinen Testtag. Beim dritten Boxenstopp auf Platz 17 liegend gab es wieder die weichere Reifenmischung. Auf einen ernsthaften Versuch, noch einmal anzugreifen, warteten die Fans vergeblich. Nico Hülkenberg musste das Rennen sechs Runden vor Schluss aufgeben, nachdem ein auf der Strecke liegendes Carbonteil einen Reifenschaden verursachte.

Hamilton blieb trotz Strafe an Vettel dran, knabberte Runde um Runde Stücke des Rückstands auf den Deutschen ab - Vettel ernsthaft in Gefahr bringen konnte er aber nicht mehr. Der Red-Bull-Pilot fuhr das Rennen ungefährdet zuende, sicherte sich die wichtigen 25 Punkte. Hamilton wurde Zweiter vor seinem Teamkollegen Button.

Nachträgliche Zeitstrafe für neun Fahrer

Einige Stunden nach dem Rennen belegten die Rennkommissare insgesamt neun Fahrer mit einer Zeitstrafe von jeweils fünf Sekunden. Grund sind zu hohe Geschwindigkeiten während der Safety-Car-Phase. Durch diese Strafen rückte Alonso nachträglich vom neunten auf den achten Platz vor, Rosberg, der als Zwölfter ins Ziel gekommen war, bekommt als Zehnter noch einen WM-Punkt. Teamkollege Schumacher wird im Endklassement auf Platz 15 anstatt zuvor 16 geführt.

Die Kommissare, unter ihnen der frühere Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen, waren der Ansicht, dass Jenson Button, Rubens Barrichello (Williams/4.), Robert Kubica (Renault/5.), Adrian Sutil, Sebastien Buemi (Toro Rosso/9.), Pedro de la Rosa (12.), Witali Petrow (Renault/14.) und Vitantonio Liuzzi (16.) während der Safety-Car-Phase zu schnell an die Box gefahren waren. Sauber-Pilot de la Rosa verlor bei seinem Heimspiel dadurch einen WM-Punkt für Platz zehn, Buemi rutsche einen Rang ab. Mit 20 Sekunden belegten die Kommissare zudem Timo Glock, der blauen Flaggen (Überholen lassen) missachtet haben soll. Er rutschte damit von Rang 18 auf Rang 19.

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