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DFB-Elf nach Gala im Viertelfinale

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DFB-Elf nach Gala im Viertelfinale

27.06.2010, 20:22 Uhr | t-online.de, t-online.de

. Thomas Müller und Lukas Podolski feiern einen Treffer. (Foto: dpa)

Thomas Müller und Lukas Podolski feiern einen Treffer. (Foto: dpa)

Aus Bloemfontain berichten Patrick Brandenburg und Markus Polak
Was für ein Spiel, was für ein Drama, was für ein Glück! Die deutsche Nationalmannschaft hat England mit 4:1 (2:1) geschlagen und steht zum achten Mal in Folge im Viertelfinale einer WM. Miroslav Klose (20.), Lukas Podolski (32.) und Thomas Müller per Doppelpack (67., 70.) waren die Torschützen für eine DFB-Elf, die in Bloemfontain teilweise begeisternden Offensiv-Fußball zeigte. Für die Engländer war Matthew Upson (37.) erfolgreich. Doch über eine Szene dürfte noch lange diskutiert werden: Gerade als das Spiel zu kippen drohte, verweigerte Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay den Engländern den Ausgleich. Frank Lampard hatte nur eine Minute nach dem Anschlusstreffer ein Wembley-Tor erzielt. Der Ball war ganz deutlich hinter der Linie.

Beim Prestigeduell vor 40.510 Fans im Free State Stadion kehrte Miroslav Klose nach abgesessener Sperre zurück in die Startelf. Ansonsten vertraute Bundestrainer Joachim Löw den Spielern, die gegen Ghana den Einzug ins Achtelfinale sicherten. Auch die angeschlagenen Bastian Schweinsteiger und Jerome Boateng waren noch rechtzeitig fit geworden. Englands Trainer Capello schickte exakt das gleiche Team aufs Feld, das im letzten Gruppenspiel gegen Slowenien gewann.

Nach fünf Minuten bereits wären alle taktischen Überlegungen fast über den Haufen geworfen worden, als Philipp Lahm ein fürchterlicher Rückpass unterlief. Zum Glück für Deutschland pfiff Larrionda den vermeintlich im Abseits stehenden Wayne Rooney zurück. Im direkten Gegenzug hätte Mesut Özil die Führung für die DFB-Elf besorgen können. Doch nach Schweinsteigers Zauberpass schoss der Spielmacher Englands Keeper David James an.

Nach diesem frühen Paukenschlag nahmen sich beide Teams zurück und neutralisierten sich einige Zeit lang. Die junge deutsche Mannschaft zeigte dabei überraschenderweise die bessere Spielanlage, während England recht statisch wirkte. Lukas Podolski war bei einem sehenswerten Konter zu eigensinnig (11.), Sami Khedira traf bei einem Weitschuss aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig (17.).

Podolski schließt grandiose Kombination ab

Damit hatte sich die DFB-Elf ausreichend warm geschossen. Kurz danach besorgte Klose die viel umjubelte 1:0-Führung. Nach einem weiten Abschlag von Torwart Manuel Neuer setzte sich der Münchner im Laufduell gegen Upson durch und grätschte den Ball an James vorbei ins Tor. Das war Kloses 50. Länderspieltreffer im 99. Spiel und der zwölfte bei einer WM. Damit hat er Brasiliens Legende Pele eingeholt. Nur zwölf Minuten später erhöhte Lukas Podolski nach einer grandiosen Kombination über Klose und den wieder bärenstarken Müller sogar auf 2:0.

Danach wurde es dramatisch. Erst machte Englands Verteidiger Upson seinen Fehler beim ersten Tor wieder gut und verkürzte per Kopball zum 1:2. Und nur einen Angriff später traf Lampard erneut, als er den Ball aus 20 Metern unter die Latte jagte. Doch 44 Jahre nach dem weltberühmten Wembley-Tor im WM-Finale von 1966 vermutete Schiedsrichter-Assistent Mauricio Espinosa den Ball auf der Linie und nicht im Tor. Eine klare Fehlentscheidung. Diesmal zu Gunsten der Männer in Schwarz-Weiß.

Boateng klärt gegen Milner

Nach dem Wechsel drängten die Three Lions natürlich noch wütender auf den Ausgleich. Lampard setzte mit einem kapitalen Freistoß aus 35 Metern an die Latte ein erstes Ausrufezeichen (51.). Nach einem erneuten Fehler von Lahm, der auf seiner rechten Abwehrseite gegen Steven Gerrard und den immer wieder mit nach vorne stoßenden Ashley Cole große Probleme hatte, musste Neuer in höchster Not vor Defoe retten (57.). Vier Minuten später stand Boateng bei einem Schuss von James Milner im Weg.

Die Deutschen überstanden diese schwere Druckphase unbeschadet und antworteten mit Klasse: Müller krönte seine Weltklasseleistung mit einem Doppelschlag. Zunächst leitete der Münchner einen Konter selbst ein und stand nach einem Doppelpass mit Schweinsteiger völlig frei vor James. So was lässt sich der Shooting Star nicht entgehen: 3:1. Und Müller? Blieb nach Abpfiff ganz bescheiden: "Da habe ich ein bisschen Glück gehabt, dass ich mich für die richtige Ecke entschieden habe." Nur drei Minuten später überspurtete Özil den Engländer Gareth Barry. Müller stand in der Mitte bereit und erhöhte auf 4:1. Unglaublicher Jubel im deutschen Team und bei den Fans auf der Tribüne. Kurz vor Schluss hatte Gerrard noch die große Chance auf einen Anschlusstreffer, doch Torwart Neuer reagierte großartig und unterdrückte erneutes Nervenflattern im Keim. "Ich bin unheimlich stolz auf diese Mannschaft. Wir haben über 90 Minuten sehr gut gespielt", sagte Schweinsteiger.

Nun gegen Mexiko oder Argentinien

Das DFB-Team hat nun gut eine Woche Zeit zur Regeneration. Am kommenden Samstag steht das Viertelfinale in Kapstadt an. Den Gegner ermitteln am Abend noch Argentinien und Mexiko.

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