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Formel 1: Spannung pur beim GP von Europa in Valencia

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GP von Europa - Kolumne  

Gute Unterhaltung in der zweiten Hälfte!

28.06.2010, 07:31 Uhr | t-online.de, t-online.de

Formel 1: Spannung pur beim GP von Europa in Valencia. Prost! Hamilton, Sieger Vettel und Button (v.li.) auf dem Podium (Foto: imago)

Prost! Hamilton, Sieger Vettel und Button (v.li.) auf dem Podium (Foto: imago)

Von Elmar Brümmer

Fast Halbzeit in der Formel 1, aber jetzt geht es erst richtig los. Wie das Vorspiel Deutschland gegen England auf dem Asphalt von Valencia gezeigt hat, besitzt der Rechtsfüßler Sebastian Vettel echten Viertelfinalhunger. Zweiter Saisonsieg, zurück im Titelrennen hinter den McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button. Und noch was hat die Hafenrundfahrt am Mittelmeer klar gestellt: Wenn in Wimbledon nicht gerade Marathon gespielt wird, ist die Formel 1 gerade die einzige Sportart, die es vom Spannungs- und Unterhaltungswert mit der Fußball-WM aufnehmen kann. Waka, Waka: Der nächste Grand Prix findet am Final-Sonntag von Südafrika statt.

Der Große Preis von Europa, auch ein Großer Preis der Kontroverse. Die Safety-Car-Phase nach neun Runden hat die durch die zickenden Reifen ohnehin schon komplizierten Taktiken der einzelnen Teams für die Zuschauer noch schwieriger gemacht. Nur Sebastian Vettel war einfach zu verfolgen, der einen Start-Ziel-Sieg hinlegte. Aber als Bernd Mayländer seinen Mercedes zur Neutralisierung auf die Piste brachte, fing der Ärger an.

Ferrari schäumt vor Wut

Lewis Hamilton wollte sich noch schnell am Gelblicht-Auto vorbei mogeln, um seinen zweiten Platz zu behalten. Pech für ihn, dass sein alter Erzfeind Fernando Alonso direkt dahinter steckte und das gleiche nicht mehr schaffte. Der Spanier, der dadurch am Ende auf Rang acht zurückfiel, petzte – und die Rennleitung bestrafte per Luftbildbeweis Hamilton. Allerdings nur mit einer Boxendurchfahrt, und das auch erst nach einer halben Stunde.

Da war genug Vorsprung herausgefahren, dass der WM-Spitzenreiter Platz zwei halten konnte. Die Ferrari-Fraktion tobte noch Stunden nach dem Rennen. Alonso, der seine Felle nach dem mäßigen Debüt des runderneuerten F 10 davonschwimmen sieht, warf den (zugegeben überforderten) Kommissaren offen "Manipulation" vor.

Platz drei für Schumi? Denkste!

Auch Mercedes haderte mit dem einmal mehr umstrittenen Safety-Car-Einsatz. Mit einer Risikotaktik auf harten Reifen war Michael Schumacher vom indiskutablen 15. Startplatz aus goldrichtig unterwegs. Statt den Rekordweltmeister draußen zu lassen und eine hintere Top-Ten-Platzierung zu sichern, wurde er als letzter doch noch zum Reifenwechsel beordert. Die Teamstrategen sahen noch eine Lücke, mit der Schumi sich auf den dritten Rang hätte katapultieren können. Doch bei der Boxenausfahrt stand die Ampel auf Rot, der Kerpener musste das ganze Feld passieren lassen.

"Fehler der Funktionäre" argumentiert Mercedes, "verzockt" halten diese dem Ansinnen entgegen. Schumi kam mit seinem Silberpfeil da an, wo er los gefahren war. Immerhin profitierte Nico Rosberg von neun nachträglich ausgesprochenen Fünf-Sekunden-Strafen für zu schnelles Fahren während der Safety-Car-Sammelphase und kassierte an seinem 25. Geburtstag noch einen Ehrenpunkt.

Webber: "Rennwagen gehören nicht in die Luft"

In dem ganzen Durcheinander dürfen wir den ganz großen Sieger nicht vergessen: Vettels Teamkollege Mark Webber, der mit seinem Rennwagen-Salto aus dem Langweiler-Rennen ein echtes Spektakel gemacht hat. Dass der Australier keine Schramme hat, ist ein echtes Wunder – und der Lohn für die nimmermüden Anstrengungen der Formel 1, die Vorsichtsmaßnahmen zu steigern. Zu sicher gibt es nie, schon gar nicht in einer Saison voller Unsicherheiten. "Eigentlich gehören Rennwagen nicht in die Luft", unkt Webber. In diesem Sinne: Gute Unterhaltung in der zweiten Hälfte!

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