Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Specials >

WM 2010: Argentinier fordern Revanche für WM 2006

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Argentinier fordern Revanche für WM 2006

28.06.2010, 23:51 Uhr | t-online.de, t-online.de

WM 2010: Argentinier fordern Revanche für WM 2006. Maradona beglückwünscht Carlos Tevez zu seinem Treffer gegen Mexiko. (Foto: Reuters)

Maradona beglückwünscht Carlos Tevez zu seinem Treffer gegen Mexiko. (Foto: Reuters)

Die deutsche Nationalmannschaft eilt bei der WM 2010 in Südafrika von einem Klassiker zum nächsten. Nach dem sensationellen 4:1-Sieg gegen England wartet nun im Viertelfinale kein geringerer als Gegner Argentinien auf die Jungs von Joachim Löw. Seit 1958 kommen sich diese beiden Nationen bei Weltmeisterschaften immer wieder in die Quere. Meist ging es dabei recht hitzig zur Sache. Rote Karten und fliegende Fäuste waren bisher eher die Regel als die Ausnahme. Carlos Tevez kündigte den Müllers, Özils und Co. bereits den "totalen Kampf" an.

Tevez, zweifacher Torschütze der Gauchos beim 3:1-Achtelfinal-Sieg gegen Mexiko, hat vor allem die Niederlage gegen das DFB-Team im Elfmeterschießen bei der WM 2006 in Deutschland vier Jahre zuvor nicht vergessen. "Wir wollen unbedingt die Revanche", tönte der Stürmer von Manchester City. Damals schied Argentinien ebenfalls nach einem Sieg im Achtelfinale gegen Mexiko in der Runde der letzten acht Teams gegen Gastgeber Deutschland aus. Wiederholt sich jetzt Geschichte? Erlebt Argentinien am Samstag im Green Point Stadium in Cape Town (ab 15.45 Uhr im Live-Ticker auf t-online.de) sein Déjà Vu?

"Wir waren bei der WM 2006 schon das beste Team bei dem Turnier", sagte kürzlich Lionel Messi. Der derzeit weltbeste Fußballer saß damals allerdings noch auf der Bank. Mittlerweile ist er Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Südamerikaner. Entsprechend selbstbewusst geht die Albiceleste ins Spiel gegen Deutschland. Angst vor einer Niederlage scheinen sie nicht zu kennen. "Wir stellen unser bestes Team zusammen, unser Gala-Team. Es wird die Mannschaft sein, die mir die Garantie gibt, dass wir gegen Deutschland weiterkommen", sagte Diego Maradona unmittelbar nach dem Sieg gegen Mexiko.

Maradonas Geschichte mit Deutschland 

Der umstrittene Trainer Argentiniens, der immer mehr zum heimlichen Star der WM in Südafrika wird, war 2006 noch als Maskottchen auf der Tribüne. Doch insbesondere mit dem gleichermaßen genialen wie wahnsinnigen Maradona ist die jüngste Geschichte des Klassikers zwischen beiden Teams unauslöschlich verknüpft. 1986 machte er nahezu im Alleingang Argentinien zum Weltmeister. Mit 3:2 gewann Maradona und Co. gegen Deutschland. Es war die WM-Premiere von Franz Beckenbauer als Nationaltrainer. Vier Jahre später stand man sich bei der WM 1990 in Italien erneut gegenüber. Damals siegte Deutschland 1:0. Die frustrierten Argentinier holten sich zwei Rote Karten ab, Rekord bei einem WM-Finale. Unvergessen Maradonas Tränen unmittelbar nach dem Schlusspfiff.

Mit dem Verlieren scheinen sich die Südamerikaner nach wie vor schwer zu tun. Unvergessen auch die Tätlichkeiten der Südamerikaner 2006 nach dem Viertelfinale von Berlin. Höhepunkt war der Fußtritt von Cufre gegen Per Mertesacker. In Folge der Rudelbildung wurde Torsten Frings von der FIFA gesperrt und durfte im Halbfinale gegen Italien nicht mitwirken.

Fouls waren fast immer mit im Spiel 

In den 17 Spielen seit 1958 gab es immer wieder gegenseitige Beleidigungen, Schlägereien oder Hilferufe. Das kommende Match ist bereits das sechste bei einem WM-Turnier. Erstmals traf man sich 1958 in Schweden. Deutschland siegte 3:1 und musste drei Verletzte in Kauf nehmen, unter anderem Fritz Walter. Argentiniens Coach indes beschwerte sich über das ebenfalls harte Einsteigen der Deutschen. An einen so "gewalttätigen Fußball" sei er nicht gewöhnt.

Acht Jahre später sah man sich bei der WM 1966 in England wieder. Das Spiel endete 0:0. Dabei sorgte Argentinien für einen zweifelhaften Rekord. Es wurden 32 Fouls für die Gauchos gezählt. Der Schiedsrichter sprach einen Platzverweis für einen Argentinier aus. Daraufhin führte die FIFA gelbe und rote Karten ein. Anschließend dauerte es bis 1986 bis sich die beiden Teams wieder treffen sollten. Jetzt gibt es also eine Fortsetzung von diesem brisanten Duell. Der nächste Klassiker wartet auf das Löw-Team…und was für einer. 

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal