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WM 2010: Holland steht im Viertelfinale der WM 2010

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Holland steht im Viertelfinale

28.06.2010, 23:57 Uhr | t-online.de, sid, sid, t-online.de

WM 2010: Holland steht im Viertelfinale der WM 2010. Holland bejubelt das Tor von Arjen Robben. (Foto: Reuters)

Holland bejubelt das Tor von Arjen Robben. (Foto: Reuters)

Die Niederlande sind die fünfte Mannschaft, die in das WM-Viertelfinale einzieht. In einem ausgeglichenen Spiel gegen die Slowakei setzte sich die Elftal vor 61.962 Zuschauern im Stadion Moses Mabhida von Durban mit 2:1 durch. Die Führung erzielte Arjen Robben in der 18. Minute. Wesley Sneijder erhöhte kurz vor Schluss zum 2:0 (84.).
In der vierten Minute der Nachspielzeit wurde den Slowaken noch ein Foulelfmeter zugesprochen, nachdem Keeper Maarten Stekelenburg Martin Jakubko von den Beinen geholt hatte. Robert Vittek verwandelte den Strafstoß zum Endstand. Der Gegner der Holländer wird der Sieger des Achtelfinals zwischen Brasilien und Chile sein.

Robben in der Startelf

Weil Rafael van der Vaart mit Wadenproblemen passen musste, kam Robben entgegen der ursprünglichen Planung schon von Beginn an zum Zug. Eigentlich wollte Bondscoach Bert van Marwijk den Mittelfeldspieler vom FC Bayern München, der sich im letzten WM-Testspiel gegen Ungarn einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen hatte, langsam wieder an die volle Belastung heranführen.

Typisches Tor des Bayern-Stars

Im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun hatte Robben bereits ein 20-minütiges Kurz-Comeback gefeiert und den 2:1-Siegtreffer vorbereitet. Gegen die Slowaken, die erst gegen Ende der Partie einen gleichwertigen Konkurrenten abgaben, schlug er in seiner unnachahmlichen Manier selbst zu. Vom rechten Flügel schwenkte der 26-Jährige nach innen und überwand Jan Mucha mit einem platzierten Linksschuss ins Eck. Es war sein 14. Tor im 49. Länderspiel.
In der Start-Viertelstunde hatten Wesley Sneijder und Robin van Persie erste Chancen zur Führung vergeben. Die Slowaken, die Titelverteidiger Italien in der Vorrunde sensationell nach Hause geschickt hatten, konnten kein neuerliches Husarenstück abliefern. Ohne Courage schien sich der krasse Außenseiter zu Beginn in sein sportliches Schicksal zu ergeben.

Holland lässt es nach der Führung ruhiger angehen

Die Oranjes schalteten nach dem 1:0 zwei Gänge zurück, behielten aber stets die Kontrolle über das Spiel. Für die einzig nennenswerte Szene bis zur Pause sorgte erneut Robben, der nach einem Handspiel die Gelbe Karte sah. Der Dribbelkünstler sorgte auch für den ersten Aufreger im zweiten Durchgang. Wieder zog Robben aus 17 Metern mit links ab, dieses Mal bekam Slowaken-Keeper Mucha aber noch die Hand an den Ball.
60 Sekunden später bediente Robben den aufgerückten Joris Mathijsen, doch der Innenverteidiger vom Hamburger SV scheiterte am erneut glänzend reagierenden Schlussmann. Nach 71 Minuten war Robbens Arbeitstag vorbei. Für ihn kam der Hamburger Eljero Elia.

Slowakische Abwehr oft wackelig

Die Slowaken konnten nur in Ansätzen an die großartige Leistung beim 3:2 gegen Italien anknüpfen. Die Abwehr wirkte oft nicht sattelfest, im Mittelfeld gingen die wichtigen Zweikämpfe verloren und der vierfache Turnier-Torschütze Vittek war fast völlig abgemeldet.

Sneijder überwindet Stekelenburg

Erst ein Verzweiflungsschuss des Neu-Schalkers Erik Jendrisek aus 40 Metern wirkte als Weckruf. Auf einmal waren die Osteuropäer voll da und brachten die bis dahin kaum geforderten Holländer ins Wanken. Miroslav Stoch (67.) scheiterte mit einem strammen Schuss an Stekelenburg. Kurz darauf vergab Vittek die größte Chance zum Ausgleich, als er frei vor Stekelenburg auftauchte, den Torhüter von Ajax Amsterdam aber nicht überwinden konnte. Auf der Gegenseite bewies Mucha seine Klasse bei einem Schuss von Dirk Kuyt. Beim Tor von Sneijder war aber auch der beste Mann der Slowakei machtlos.

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