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Villa erlöst den Europameister

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Villa erlöst den Europameister

30.06.2010, 00:51 Uhr | dpa, dpa

. David Villa feiert den spanischen Sieg. (Foto: dpa)

David Villa feiert den spanischen Sieg. (Foto: dpa)

David Villa hat Mitfavorit Spanien im Duell der Fußball-Giganten vor dem WM-Aus bewahrt und ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Südafrika geschossen. Mit seinem allerdings aus Abseitsstellung erzielten vierten Turniertreffer (63. Minute) sorgte der Stürmerstar im Prestige-Duell mit dem iberischen Nachbarn Portugal für den am Ende verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg seines Teams, das zum sechsten Mal die Runde der Top Acht erreichte. Portugal verlor Ricardo Costa (89./Tätlichkeit) durch die Rote Karte.

Vor 64.000 Zuschauern im Green-Point-Stadion von Kapstadt wurde die Auswahl ihrem Favoriten-Status allerdings auch in diesem Match nur phasenweise gerecht. Dennoch geht das seit dem Confed-Cup-Turnier 2009 unbesiegte Team aus Spanien als klarer Favorit in den Kampf um den Einzug in die Vorschlussrunde am Samstag gegen Paraguay.

Die Spanier atmeten vor der Partie auf, denn Mittelfeld-Stratege Xabi Alonso konnte nach überstandenen Knöchelproblemen mitwirken. Und der Weltranglisten-Zweite legte los wie noch nie bei dieser WM. Portugals im Turnier noch unbezwungener Keeper Eduardo musste in den ersten sieben Minuten bei gefährlichen Schüssen von Fernando Torres (1.) und David Villa (3./7.) gleich dreimal sein Können nachweisen.

Die abwehrstarken Portugiesen, bei denen der Bremer Hugo Almeida im Angriff spielte und Deco verletzt fehlte, benötigten 15 Minuten, um sich zu befreien. Sie machten dem ballsicheren Gegner das Leben nun sehr schwer. Immer wieder verfingen sich die vom Barca-Duo Iniesta/Xavi eingeleiteten Angriffe in der dicht gestaffelten Defensive des WM-Vierten, der seinerseits über Konter einige erfolgversprechende Angriffe startete.

Tiago (20.) und Cristiano Ronaldo (28.) bereiteten mit ihren Fernschüssen Spaniens verunsichert wirkendem Torhüter Iker Casillas große Probleme. Ansonsten war von dem von Gerard Piqué wirkungsvoll beschatteten Weltstar Ronaldo erneut nicht viel zu sehen. Aber auch ohne dessen Geniestreiche waren die Portugiesen lange gleichwertig. Sie machten die Räume geschickt eng und ließen die vielgerühmte Kombinationsmaschine des EM-Champions nicht ins Laufen kommen.

Auch nach Wiederbeginn wollte der erhoffte Zauber nicht aufkommen, weil selbst Ballartisten wie Xavi und Iniesta ungewöhnlich viele Fehlpässe unterliefen. In der 52. Minute hatten die Spanier sogar Glück, dass eine von Carles Puyol abgefälschte Almeida-Flanke nicht zum Eigentor wurde - der Ball strich knapp am Pfosten vorbei. Mit der Hereinnahme von Fernando Llorente für den erneut enttäuschenden Torres kam dann neuer Schwung in die Aktionen des Favoriten. Beinahe hätte der neue Mann mit seiner ersten Aktion per Kopf getroffen, doch er scheiterte am reaktionsschnellen Eduardo (60.).

Drei Minuten später war der starke Portugiese erstmals bei dieser WM geschlagen, Villa traf im Nachschuss bereits zum vierten Mal bei dieser Endrunde und schloss zu den WM-Toptorjägern Gonzalo Higuain (Argentinien) und Robert Vittek (Slowakei) auf. Portugal reagierte geschockt auf diesen Treffer, während der iberische Nachbar sich den nun mehr bietenden Raum nutzte und wieder Oberwasser bekam. Am Ende hatten sich die Portugiesen offensichtlich auch müde gelaufen und vermochten dem Spiel nicht mehr die Wende zu geben. So bedeutete das erste Gegentor für Ronaldo & Co. sogleich das bittere WM-Aus.

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