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Feiner Jugendstil bei der WM

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Feiner Jugendstil bei der WM

30.06.2010, 10:49 Uhr | dpa, dpa

. Die Jungstars der Weltmeisterschaft. (Foto: dpa)

Die Jungstars der Weltmeisterschaft. (Foto: dpa)

Lionel Messi trifft nicht, Franck Ribéry trat vor allem als Intrigant auf, und Wayne Rooney trauert schon längst wieder in der Heimat - die großen Stars lassen den gentinien liegt Gonzalo Higuaín (22) zu Füßen. Auch FIFA-Chef Joseph Blatter ist vom Jugendstil bei der WM in Südafrika begeistert und referierte ein aufschlussreiches Zahlenwerk: Im deutschen Kader stehen neun Spieler, die 23 oder jünger sind. Und Ghana stürmte mit mehr als der Hälfte Jungprofis ins Viertelfinale. Ein Überblick über die besten Youngster der WM:


Thomas Müller: Bescheidener Pokalsammler

"Das ist Wahnsinn!" Nicht nur Michael Ballack gehen die Worte für den Aufsteiger der Saison aus. Nach dem Blitzstart bei Bayern mischt der 20-jährige Müller auch die WM auf und führte ausgestattet mit fast allen Offensivfreiheiten zehn Spiele vor Turnierende sogar die Scorerliste an. Mit bislang drei Treffern und drei Vorlagen könnte ein Nachfolger für Lukas Podolski als bester junger Spieler der WM bereits gefunden sein. Was den sonst so bescheidenen Münchner mit dem großen Namen vor keine größeren Probleme stellt: "Es ist noch Platz in meiner Vitrine."


Gonzalo Higuain: "Pipita" tritt aus dem Schatten

Hymnen auf seine Spieler verknüpft Diego Maradona stets mit Eigenlob. "Er steht vor einer spektakulären Zukunft und lebt seine besten Momente. Ich habe ihn zur richtigen Zeit berufen", sagte Argentiniens Coach über Gonzalo Higuain, den er in Südafrika mit Gabriel Batistuta und Hernan Crespo vergleicht. Die Liste der möglichen "Albiceleste"-Stars bei der WM war lang. Doch "Pipita" (kleine Pfeife) hat mit vier Treffern Lionel Messi, Diego Milito oder Carlos Tevez weit hinter sich gelassen. Ein persönliches Ziel bleibt dem 22-jährigen Real-Stürmer in Südafrika noch, das auch der große Diego nicht erreichte: Toschützenkönig - "Das ist eine wichtige Herausforderung, nicht?"


André Ayew: "Goldjunge" trägt Ghana auf Schultern

André Ayew kennt das Gefühl großer Siege. Beim Afrika-Cup 2010 hielt er die "Black Stars" auf Finalkurs, im Oktober 2009 führte der Sohn des Ex-Bundesliaprofis Abédi Pelé die U20 Ghanas zum WM-Titel. Und der 20-Jährige glänzt auch auf der großen Bühne. Neben zwei anderen U20-"Goldjungs", Samuel Inkoom und Jonathan Mensah, sorgte er im Achtelfinale mit einer fantastischen Leistung für das 2:1 gegen die USA. "Heute hat er bewiesen, dass er das ganze Team auf seinen Schultern tragen kann", schwärmte Verteidiger John Paintsil. Doch gegen Uruguay muss Ghana ohne Ayew auskommen - alle Proteste bei der FIFA gegen seine zweite Gelbe Karte blieben ungehört.

Luis Suarez: "Pistolero" auf dem Sprung

´Dass Luis Suárez in der vergangenen Saison der erfolgreichste Torjäger Europas war, blieb fast unbemerkt. Denn der 23 Jahre alte Uruguayer erzielte seine 35 Treffer in 33 Ligaspielen "nur" für Amsterdam. Längst hat Ajax-Coach Martin Jol gewarnt, dass ein sehr hohes Preisschild um seinen Hals hänge. Doch mit seinen drei WM-Treffern ist der "Pistolero" endgültig dem Status eines Geheimtipps entwachsen. Sein Traum seien Real oder Barca, bekundete er. Mit erfüllten Wünschen kennt sich Suarez bestens aus: "Das träumt man als Kind und stellt sich vor: Ich bin bei einer WM und schieße ein Tor", sagte er nach seinen Treffern zum 2:1-Achtelfinalsieg gegen Südkorea.

Alexis Sánchez: Chiles Wunderknabe mit gesundem Selbstbewusstsein

Argentinien hat Maradona, Brasilien verehrt Pelé. Und Chile? "Es gibt keinen einzelnen Fußballer, von dem man sagt, er sei der Beste. Ich will, dass die Leute sagen: Sánchez war der beste Spieler von Chile". Mangelndes Selbstbewusstsein zeichnete den Wunderknaben - "El Nino Maravilla" - auch bei der WM nicht aus. Seine Übersteiger verzückten die Fans. Doch da ebenso häufig auch seine Eigensinnigkeit die Kollegen zur Verzweiflung trieben, geriet der 21 Jahre alte Außenstürmer von Udinese Calcio zum Sinnbild mangelnder Effizienz der spielstarken "Rojas".


Javier Hernandez: Kleine Erbse aus "Tri"-Dynastie

Als Javier Hernandez in den ersten WM-Partien nur als Joker kam, wollten mexikanische Politiker "Tri"-Coach Javier Aguirre vor das Parlament rufen. Ob der öffentliche Druck half? Zumindest startete "Chicharito" (Kleine Erbse) gegen Argentinien (1:3), erzielte sein zweites WM-Tor und führte damit eine Familientradition fort. Der Großvater hatte 1954 getroffen, sein Vater stand vor 24 Jahren im WM-Kader. Vom gestiegenen Marktwert profitiert der 22-jährige Stürmer nicht sofort. Manchester United hat sich den Profi aus Guadalajara schon vor dem Turnier gesichert. "Er bewegt sich sehr gut, ist schnell und sieht Freiräume", lobt United-Chef Alex Ferguson.

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