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Eishockey: Huskies wehren sich mit Strafanzeige gegen Lizenzentzug

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Eishockey - DEL  

Die Huskies stellen Strafanzeige gegen DEL-Obere

02.07.2010, 10:51 Uhr | dpa, dpa

Eishockey: Huskies wehren sich mit Strafanzeige gegen Lizenzentzug. Was wird aus den Kassel Huskies? (Foto: imago)

Was wird aus den Kassel Huskies? (Foto: imago) (Quelle: imago)

Mit einer Strafanzeige reagieren die Kassel Huskies auf den Lizenzentzug durch die Deutsche Eishockey Liga (DEL). Die Nordhessen stellten durch den Hanauer Rechtsanwalt Jochen Mignat Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Kölner Staatsanwaltschaft. Vertrauliche Lizenzunterlagen und somit Geheimnisse der Huskies sollen offengelegt worden sein.

Kassels Geschäftsführer Fritz Westhelle erklärte: "Wir haben den Verdacht, dass der DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der DEL, Wilfried Fabel, für diese unzulässige Weitergabe von vertraulichen Geschäftsunterlagen verantwortlich sind. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wäre das ein Skandal." Die Unterlagen sollen von der DEL an andere Klubs weitergegeben worden sein. "Damit ist eine neue Qualität erreicht. Das ist strafbar. Da muss es bei der DEL Rücktritte geben", sagte Westhelle. "Leute, die in der DEL das Sagen haben, betrachten ihre Liga als rechtsfreien Raum. Sie werden lernen müssen, dass dies nicht so ist. Wir haben vor Gericht alles gegen die DEL gewonnen. Das wird auch diesmal so sein." Es geht um Bilanzen und Preiskalkulationen. Gründe für die Lizenzverweigerung sollen nach Angaben der Schlittenhunde das laufende Insolvenzverfahren sowie die fehlende Liquidität des nordhessischen Klubs sein.

Geheime Zahlen plötzlich für jeden Konkurrenten einsehbar

Den verhängten Lizenzentzug wollen die Nordhessen unmittelbar nach der Versammlung der DEL-Gesellschafter vor dem Schiedsgericht anfechten. "Wir können den Entzug der Lizenz nicht ernst nehmen, da er gegen eine bestehende Einstweilige Verfügung des Landgerichts Köln verstößt", erklärte der Huskies-Geschäftsführer. Ende Mai hatte das von den Huskies angerufene Landgericht Köln in einem Eilverfahren den am Tag zuvor getroffenen Gesellschafterbeschluss aufgehoben. Der Klub durfte deshalb bis auf weiteres nicht aus der DEL ausgeschlossen werden. Im Verfahren vertreten die Anwälte der DEL auch einige Klubs der Liga. In einem vorgelegten Schriftsatz hätten sich die vertraulichen Unterlagen der Huskies befunden. "Die Kalkulationen und Preise der Huskies sind selbstverständlich nicht für Wettbewerber bestimmt", sagte Westhelle.

Fassungslosigkeit auch in Frankfurt

Nicht nur in Nordhessen sitzt der Schock tief. Völlig erschüttert vom "einseitig, außerordentlich und mit sofortiger Wirkung" erfolgten Lizenzentzug stehen die Frankfurt Lions vor den Scherben ihrer Vereinsgeschichte. "Ich bin geschockt. Wir hatten wirklich alles getan", sagte Lions-Boss Siggi Schneider in der ersten Reaktion auf den "Blauen Brief". "Wir haben noch die Möglichkeit, vor das Schiedsgericht zu ziehen. Aber unter den derzeitigen Umständen müssen wir uns das gut überlegen. Jetzt sollten wir weitere 600.000 Euro bar auf den Tisch legen. Das machen wir nicht."

Jeder hat mitgeholfen

Die Lions hatten den Etat deutlich reduziert, die Spieler hatten auf 20 Prozent ihrer Gehälter verzichtet und die Stadt Frankfurt unbezahlte Rechnungen für die Nutzung der Eissporthalle auf lange Zeit gestundet. Zudem hatten die Gesellschafter um Schneider noch einmal eine Bürgschaft in siebenstelliger Höhe beigesteuert. 3,4 Millionen Euro hatten beim ersten Lizenzantrag gefehlt. Einen Tag vor Fristablauf betrug die Unterdeckung noch 1,5 Millionen Euro, doch soll die Lücke geschlossen worden sein. Genützt hat alles nicht.

Das Zittern dauert an

Ob die Kassel Huskies und die Frankfurt Lions für die DEL die einzigen schwarzen Schafe sind, wird sich bei der Versammlung der DEL-Gesellschafter in Köln zeigen. Zittern müssen die Klubs aus Berlin, Hannover und Krefeld. An ein gutes Ende glauben die Kölner Haie. "Wir werden die Lizenz ganz sicher bekommen", sagte Geschäftsführer Thomas Eichin. Auch bei den Hamburg Freezers ist man optimistisch, weil man bisher keine Post von der DEL erhalten hat.

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