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Hunderttausende auf den Fanmeilen

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Hunderttausende auf den Fanmeilen

04.07.2010, 00:43 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Fahnenmeer in Berlin: Die Fanmeile war überlaufen. (Foto: imago)Fahnenmeer in Berlin: Die Fanmeile war überlaufen. (Foto: imago)In Südafrika glüht der Rasen, in Deutschland brennt der Asphalt: Bei Tropentemperaturen von bis zu 38 Grad haben sich am Samstag Millionen Menschen zum gemeinsamen Mitfiebern beim Deutschland-Spiel gegen Argentinien versammelt. Auf Fanmeilen und Balkonen, in Gaststätten und Gärten kamen die Fans unter der sengenden Sonne zusammen und warteten angespannt auf den Viertelfinal-Showdown von Kapstadt.

Angesichts der Hitze warnte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) davor, sich ohne ausreichenden Schutz und genügender Flüssigkeit in den Public-Viewing-Zonen unter freiem Himmel aufzuhalten. Im Westen des Landes wurden kurz vor dem Anpfiff Regenschauer und Blitze gemeldet.

Weniger Menschen als gegen England

Auf dem größten Fanfest des Landes in Berlin waren Stunden vor dem Spiel bereits mehrere zehntausend Besucher da. Zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor lautete das Motto des Massenspektakels "Schwitz-Rot-Gold". Allerdings kamen nach Einschätzung von Beobachtern weniger Menschen als zum Achtelfinale gegen England. Das DRK musste bisher in etwa 30 Fällen helfen. "Es hält sich aber alles in Grenzen", sagte ein DRK-Sprecher.

Außenfläche in Köln wegen Unwetter geräumt

Neben der Hitze toben aber bereits zum Teil heftige Gewitter und Unwetter vor allem in Nordrhein-Westfalen. Beim Rheinkultur-Festival in Bonn, wo das Spiel ebenfalls übertragen werden sollte, regnete es kurz vor 15 Uhr bereits, und es blitzte auch schon. In Köln haben die Polizei und der Veranstalter nach einem Wolkenbruch eine Stunde vor dem Anpfiff beim Public Viewing an der Kölnarena die Außenfläche geräumt. Die Besucher wurden in die Gänge gebracht, um sich dort vor dem starken Regen unterzustellen, erklärte ein Polizeisprecher. Verletzte habe es dabei keine gegeben, allerdings sei das Gedränge im Inneren der Arena bei Anpfiff noch größer gewesen.

Während der Innenraum mit 35.000 Zuschauern wieder ausverkauft war, hätte sich nach der Warnung des Wetterdienstes für den Außenbereich ohnehin nur etwa die Hälfte der Menschen wie bei den bisherigen Spielen eingefunden. Die 50 Quadratmeter große Leinwand habe die starken Regenfälle unbeschadet überstanden. Dafür schlug der Blitz aber in den Kölner Dom ein.

Größtes Public Viewing in München

In Hamburg strömten bei 33 Grad tausende Menschen auf das Heiligengeistfeld. In München waren viele Plätze in Biergärten und anderen Gaststätten besetzt. Beim größten Public-Viewing im Olympiastadion - mit einer Kapazität für 60.000 Zuschauer - drängten Tausende in bunter WM-Pracht ins Stadion. "Allein im Vorverkauf haben wir 13.000 Tickets verkauft", sagte eine Stadion-Sprecherin.

Wasser für die Massen

Polizei, Feuerwehr und die Hilfsdienste haben sich auf die Hitze und auf Zwischenfälle wegen Kreislauf-Problemen vieler Menschen vorbereitet. Überall wurde das Personal des Roten Kreuzes, der Malteser und Johanniter aufgestockt. Auf der Straße des 17. Juni an der Berliner Siegessäule wurde die von der früheren Love Parade bekannte Riesendusche wieder in Betrieb genommen. Auch auf anderen großen Fanmeilen und in kleineren Städten wie Heilbronn oder Konstanz sollen die erhitzten Fans mit Wassernebel und Nieselregen abgekühlt werden. In Bitterfeld-Wolfen bei Halle an der Saale hieß es: "Die Feuerwehr wird vorher den Platz schön nass machen und auch später die Spritze in die Menge halten."

FIFA zieht positives Fazit

Die Live-Übertragung des Viertelfinal-Spiels Deutschland- Argentinien aus Kapstadt wird in Deutschland auf etwa 2000 öffentlichen Fan-Partys gezeigt. Der Fußball-Weltverband FIFA hat am Samstag ein positives Fazit seiner offiziellen Fan-Meilen gezogen. Zu den Festen in Sydney, San Francisco, Mexiko-Stadt, Paris, London und Berlin seien bisher rund 4,1 Millionen Besucher gekommen, teilte der Verband in Johannesburg mit.

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