Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Specials >

Dunga vor dem Aus

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Dunga vor dem Aus

04.07.2010, 00:43 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

. Carlos Dungas Tage vor der brasilianischen Bank scheinen gezählt. (Foto: dpa)

Carlos Dungas Tage vor der brasilianischen Bank scheinen gezählt. (Foto: dpa)

Brasiliens Nationaltrainer Dunga rechnet nach dem WM-Viertelfinal-Niederlage gegen die Niederlande (1:2) mit der Trennung vom brasilianischen Verband. "Man wusste vom Beginn meiner Arbeit an, dass es vier Jahre sein werden", sagte der frühere Bundesliga-Profi vom VfB Stuttgart im brasilianischen Fernsehen. Der 46-Jährige ist seit Juli 2006 Coach der Selecao. Dunga musste sich wegen der oftmals unspektakulären Spielweise des Teams in der Heimat Kritik gefallen lassen.

Dabei feierte Dunga als Trainer des Rekord-Weltmeisters fast nur Erfolge: 2007 holte er die Copa America und gewann dabei 3:0 gegen den Erzrivalen Argentinien. Im vergangenen Jahr siegte er beim Confederations Cup in Südafrika und belegte in der Qualifikation zur WM in der schweren Südamerika-Gruppe den ersten Platz.

Kommt wieder Scolari?

Während der nationale Verband CBF noch nicht offiziell Stellung zum Thema genommen hat, werden in Brasilien bereits die Namen möglicher Kandidaten gehandelt. Die besten Karten scheint Luiz Felipe Scolari zu besitzen, der die Selecao 2002 in Südkorea und Japan zu ihrem fünften und letzten WM-Titel geführt hatte. Der 61-Jährige heuerte jüngst bei SE Palmeiras aus Sao Paulo an, wird den Vertrag beim Erstligisten aber erst bei seiner offiziellen Vorstellung am 15. Juli unterschreiben.

Auch Menezes hat Chancen auf Trainerposten

Als zweite Option gilt Mano Menezes von Pokalsieger Corinthians, ebenfalls aus Sao Paulo, dem jedoch im Vergleich zu Scolari die internationale Erfahrung fehlt. Scolari hatte einige Jahre Portugal betreut und als EM-Gastgeber 2004 ins EURO-Endspiel gegen Griechenland und 2006 bei der WM in Deutschland ins Halbfinale geführt. Zuletzt war Scolari bei Bunyodkor Taschkent in Usbekistan tätig. Dort wurde sein Vertrag allerdings wegen finanzieller Engpässe des usbekischen Meisters vorzeitig aufgelöst. Darüber hinaus gab Scolari nach seinem Abschied beim portugiesischen Verband noch ein Kurzgastspiel beim englischen Top-Klub FC Chelsea. Auch Leonardo scheint eine realistische Option zu sein. Der 40 Jahre alte Ex-Nationalspieler war zum Saisonende beim AC Mailand entlassen worden.

César lobt Dunga

Die Spieler dankten unterdessen Noch-Coach Dunga für dessen geleistete Arbeit. "Du hast eine Gruppe von Freunden, von Brüdern geformt. Wir hätten die WM so gerne für dich gewonnen", sagte Torhüter Júlio César von Inter Mailand bei einem Essen der ausgeschiedenen Brasilianer in Port Elizabeth.

Viele Tränen bei den Brasilianern

Mit verweinten Augen verließ dagegen Spieler Kaká das Nelson Mandela Bay Stadion. Wie schon Cristiano Ronaldo und Wayne Rooney konnte der 65-Millionen-Mann von Real Madrid die Starrolle bei diesem Turnier nicht ausfüllen. "Es hat Brasilien nicht an Qualität gefehlt, unsere Fehler lagen nur im Detail", sagte der Spielmacher trotzig. "Wir haben Tore aus Standardsituationen kassiert, und deswegen hat Holland das Spiel gewonnen."

Melo der Sündenbock

Neben Dunga ist Felipe Melo als Sündenbock: Er verursachte das Eigentor zum zwischenzeitlichen Ausgleich und flog zudem nach einem bösen Tritt gegen Bayern-Stürmer Arjen Robben vom Platz. Dennoch zeigte sich der 26-Jährige im Nachhinein als uneinsichtig.

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal