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Europameister Spanien trifft auf Deutschland

04.07.2010, 00:45 Uhr | sid, t-online.de, sid, t-online.de

. WM-Viertelfinale: Spanien bejubelt seinen entscheidenden Torschützen gegen Paraguay, David Villa (Nummer sieben). (Foto: Reuters)

WM-Viertelfinale: Spanien bejubelt seinen entscheidenden Torschützen gegen Paraguay, David Villa (Nummer sieben). (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Im WM-Halbfinale von Durban kommt es am 7. Juli zur Neuauflage des EM-Endspiels von 2008. Europameister Spanien trifft nach einem ebenso knappen wie glücklichen 1:0-Erfolg über Paraguay in der Runde der letzten Vier auf Deutschland. Spaniens Torjäger David Villa war es vorbehalten, in der 83. Minute mit einem echten "Billardtor" eine über weite Strecken alles andere als mitreißende Auseinandersetzung zu entscheiden. Zuvor hatte Pedro nach feiner Vorarbeit und nach einem Querpass Andres Iniestas den Pfosten getroffen. Villa staubte ab und setzte sich mit fünf Turniertoren alleine an die Spitze der WM-Torjäger.

In der 89. Minute hielt Spaniens Torwart Iker Casillas gegen Lucas Barrios und Roque Santa Cruz den Sieg fest.

Positive deutsche Bilanz gegen Spanien

Deutschland hat gegen die Spanier nach bisher 20 Duellen eine positive Bilanz (8 Siege, 6 Niederlagen, 6 Unentschieden), auch bei WM-Endrunden: Von drei Spielen ging keines verloren, zuletzt trafen beide Mannschaften 1994 in der Vorrunde in den USA aufeinander (1:1). Jedoch blieb das letzte Duell in schlechter Erinnerung: Es war das 0:1 im EM-Finale von Wien 2008.

Torres nutzt seine Chance erneut nicht

Eine knappe Stunde lang lieferten sich Paraguay und Spanien vor 55.359 Zuschauern im Ellis Park zu Johannesburg ein äußerst unterdurchschnittliches WM-Viertelfinale, nicht im Ansatz vergleichbar mit der deutschen Nachmittagsshow gegen Argentinien. Obwohl Spaniens EM-Held Fernando Torres in den ersten vier WM-Spielen insgesamt nur zwei Schüsse aufs gegnerische Tor gebracht hatte, bekam er noch einmal eine Chance seines Trainers Vicente Del Bosque. Torgefahr allerdings strahlte er zunächst nicht aus, und die Spanier spielten generell nicht, wie die Nummer 2 der Weltrangliste gegen die Nummer 31 spielen sollte. Paraguay störte sehr aggressiv und laufintensiv die Kreise des Europameisters, der somit nicht in der Lage war, sein gefürchtetes Kurzpass-Spiel aufzuziehen. In der 56. Minute hielt selbst Del Bosque nicht mehr am wieder erschreckend harmlosen Torres fest, Fabregas kam als Ersatz.

Daraufhin überschlugen sich die Ereignisse, mit denen der Star von Arsenal London zunächst aber nichts zu tun hatte. Das Ziehen des spanischen Innenverteidigers Gerard Piqué am Arm von Oscar Cardozo begann in der 57. Minute, Sauerstoff in diese blutarme Paarung zu pumpen. Schiedsrichter Carlos Batres aus Guatemala entschied auf Strafstoß für die Südamerikaner - und zeigte "Klette" Piqué Gelb. Damit lag Batres richtig, nicht aber, als er in der 41. Minute Paraguays Bundesliga-Stürmer Nelson Haedo Valdez einen korrekten Treffer wegen angeblichen Handspiels aberkannt hatte.

Elfmeter-Momente

Umso sehnlicher erwarteten Cardozos Mitspieler und alle Fans Paraguays jetzt den Führungstreffer der Rot-Weißen. Nach einer gefühlten Ewigkeit, die bis zur Ausführung verging, versagten Cardozo die Nerven. Im Achtelfinale gegen Japan hatte der Benfica-Legionär noch getroffen, als es galt, das Elfmeterschießen zu entscheiden. Diesmal hielt Spaniens Kapitän Iker Casillas die Kugel fest.

Und noch in der gleichen Minute, der 59., legte sie sich auf der Gegenseite Xabi Alonso auf dem Elfmeterpunkt zurecht. Den schnellen Konter der Spanier hatte Paraguays Verteidiger Antolin Alcaraz unterbunden, indem er David Villa in vollem Lauf von den Beinen holte. Wieder pfiff Batres, wieder gab es Elfmeter und Gelb für den Sünder. Alonso trat an - und traf. Doch der Referee monierte das zu ambitionierte Hereinlaufen der Kollegen des Schützen und entschied auf Wiederholung der Aktion. Prompt tauchte diesmal Paraguays Rückhalt Justo Villar in die gleiche Ecke wie Casillas ab, klatschte den Ball weg. Als die Spanier nach dem Nachschuss trachteten, warf sich Villar in die Beine des heranstürmenden Fabregas. Batres hätte wieder auf Elfmeter entscheiden müssen, versäumte es aber. Dies alles passierte binnen vier Minuten und zog die Aufmerksamkeit der in der Mehrzahl gelangweilten Zuseher zurück auf das Geschehen.

Paraguays Coach tauscht halbe Mannschaft aus

Dass Paraguays Trainer Gerardo Martino seine Mannschaft nach der schwachen Achtelfinal-Vorstellung gegen Japan in der Offensive komplett umgestellt hatte, machte sich nicht negativ bemerkbar. Im Gegenteil: Jonathan Santana, einer von sechs Neuen in der Startelf, hatte bereits in der ersten Minute eine Chance, den 16-Meter-Schuss des Wolfsburgers parierte Casillas. Barrios von Borussia Dortmund war eines der Opfer der großen Rotation, für ihn spielte zunächst sein Teamkollege Valdez im Sturm.

Nur wenige Schreckmomente für den Außenseiter

Spanien schien von der Spielweise des Außenseiters überrascht und bekam keine Ordnung ins Spiel. Wo immer ein Spanier am Ball war, kam ein Gegner herangeflogen. Allerdings stellte sich nach 25 Minuten doch eine spanische Dominanz ein, der Topfavorit kam zu ersten Gelegenheiten, aber nur aus der Distanz, weil Paraguay klug Pässe in die Tiefe verhinderte. Xavi schoss aus 20 Metern aufs Tornetz (29.), Torres verpasste eine scharfe Flanke von Iniesta (34.). Paraguay war nun gezwungen, auf Konter zu setzen, einen hätte Santana fast zum 1:0 genutzt - er verpasste den Ball nach Hereingabe von Claudio Morel um Zentimeter. Nach dem Strafstoß-Festival war Spanien besser, aber keineswegs zwingend - bis zum Tor.

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