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Präsident revidiert Entscheidung

06.07.2010, 00:15 Uhr | sid, t-online.de, sid, t-online.de

. Darf mit seinen Teamkollegen wieder an internationalen Wettbewerben Teilnehmen: Nigerias Joseph Yobo. (Foto: imago)

Darf mit seinen Teamkollegen wieder an internationalen Wettbewerben Teilnehmen: Nigerias Joseph Yobo. (Foto: imago)

Den Bannstrahl im letzten Moment aufgehoben, die FIFA gerade noch besänftigt: Nigerias Regierung hat unmittelbar vor dem Ablauf des Ultimatums auf den drohenden Ausschluss aus der Fußball-Familie reagiert und den Super Eagles sowie allen weiteren Nationalteams wieder die Teilnahme an internationalen Wettbewerben ermöglicht.

Staatspräsident Goodluck Jonathan handelte damit doch noch im Sinne des nigerianische Fußball-Verbandes NFF. Der nigerianische Verband hatte Jonathan mehrfach händeringend aufgefordert, den Rückzug der Nationalteams aus allen Wettbewerben aufzuheben.

Staatspräsident Jonathan ordnet Neuorganisation an

Der Ausschluss aus der FIFA hätte für den Verband zudem auch finanzielle Sanktionen zur Folge gehabt. Nigeria war bei der WM in Südafrika mit nur einem Punkt als Gruppenletzter in der Vorrunde ausgeschieden. Daraufhin hatte der nigerianische Staatspräsident Jonathan in der vergangenen Woche die Super Eagles aufgrund des enttäuschenden Abschneidens für zwei Jahre von allen internationalen Wettbewerben zurückgezogen und eine Neuorganisation des nigerianischen Fußballs angeordnet.

Nigeria vor der Suspendierung

Die Regeln des Weltverbandes FIFA untersagen aber ausdrücklich staatliche Einmischung in die Belange der autonomen Fußball-Verbände. Hätte die nigerianische Regierung nicht eingelenkt, wäre eine Suspendierung des nigerianischen Verbandes durch die FIFA unvermeidbar gewesen.

"Alles, was Nigeria getan hat, war im Interesse des Fußballs"

Ein Sprecher des nigerianischen Sportministeriums hatte zuvor nochmals die Vorgehensweise des Präsidenten verteidigt. "Alles, was Nigeria getan hat, war im Interesse des Fußballs. Die FIFA muss entscheiden, ob wir die Regeln verletzt haben", sagte Tony Ohaeri. Mit der Entlassung des Verbandspräsidenten Sani Lulu sowie zweier weiterer hochrangiger Funktionäre versuchten die nigerianischen Offiziellen verzweifelt, Staatspräsident Jonathan noch rechtzeitig zum Einlenken zu bewegen. Nach Tagen des Bangens hob die Regierung ihre Entscheidung auf.

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