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Laurent Blanc hat viel Arbeit vor sich

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Laurent Blanc hat viel Arbeit vor sich

06.07.2010, 22:50 Uhr | dpa, dpa

. Frankreichs Nationaltrainer Laurent Blanc. (Foto: Reuters)

Frankreichs Nationaltrainer Laurent Blanc. (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Der erhoffte "Retter" des französischen Fußballs schwingt die Peitsche. Nach der WM-Blamage will der neue Nationaltrainer Laurent Blanc die "Bleus" mit "Disziplin und Strenge" auf den Erfolgspfad zurückführen. "Aber auch Vergnügen gehört dazu", sagte Blanc bei seiner Präsentation in Paris. Der 44 Jahre alte frühere Erfolgstrainer von Girondins Bordeaux kündigte zudem Konsequenzen nach den sportlich wie disziplinarisch desaströsen WM-Auftritten des Teams an: "Ich werde all diese Vorfälle bei meinen Entscheidungen berücksichtigen." Man könne nicht so tun, "als ob nichts passiert wäre". "Das würde mir niemand verzeihen", erklärte Blanc.

"Was mich am meisten geschockt hat war der Trainingsboykott zwei Tage vor dem letzten Vorrundenspiel (..) das hat mich empört", sagte der Weltmeister von 1998 über das Chaos im WM-Quartier in Knysna. Er wolle das Arbeitsklima in der Nationalelf verändern und offener gegenüber den Medien sein. "Man muss sich nun an die Arbeit machen. Ich habe große sportliche Ambitionen für dieses Frankreich-Team. Wir haben eine schöne Herausforderung vor uns, aber auch eine sehr, sehr schwere", fügte Blanc freundlich wie immer, aber sichtlich nervös an.

Eine Handvoll Spieler darf bleiben

Bei seiner Arbeit will sich Blanc auf "vier, fünf oder sechs Spieler stützen", die auch von Benehmen her beispielhaft seien. Neben Disziplin und Strenge - "Leitworte" auf die er immer wieder hinwies - setzt Blanc auch auf "Bescheidenheit". Man werde nicht mehr unter den ersten zehn der FIFA-Rangliste und im "Wiederaufbau" sein, spielte er die Erwartungen von Fans und Medien herunter.

Blanc spricht von "sportlichen Sanktionen"

Namen von Spielern wollte der neue Coach nicht nennen. Auf die Frage eines Journalisten, ob er den umstrittenen WM-Kapitän Patrice Evra oder den von Medien als "Bandenführer" angeprangerten und des Mobbings bezichtigten Ribéry nominieren wolle, sagte Blanc: "Wenn ich denke sollte, dass sie die besten auf ihren jeweiligen Posten sind, werden sie dabei sein." Aber: "Ich kann keine disziplinarischen Strafen beschließen, es wird aber bei meiner Auswahl sportliche Sanktionen geben."

Ein alles andere als einfacher Job

Der frühere Weltklasse-Libero bestritt zwar Medienberichte, dass die WM-Vorfälle ihn fast zu einem Rücktritt vor Jobbeginn bewegt hätten. Er räumte aber auch ein, dass ihm die vergangenen Tage wie ein "Gang zur Guillotine" vorgekommen seien. "So viele haben mir so viel Glück gewünscht." Er habe andere sehr gute Angebote gehabt (laut Medien unter anderem Champions-League-Sieger Inter Mailand), die "Führung der französischen Nationalmannschaft sei aber etwas ganz Besonderes, auf das ich sehr stolz bin".

Untertauchen gilt jetzt nicht mehr

Blanc war seit seiner Ernennung zum "Sélectionneur" kurz vor WM-Start untergetaucht. Nun muss er Farbe bekennen. Die Öffentlichkeit erwartet von dem Mann, der wegen seiner Autoritätsstärke "Le Président" genannt wird, das "große Ausmisten". "Willkommen Monsieur Blanc!", titelte das Fachmagazin "France Football" hoffnungsfroh. Blanc werde "wie ein Messias" erwartet, schrieb die Zeitung "Les Echos". Ex-Nationalspieler Eric Di Meco kritisierte im Interview mit dem Radiosender "RMC" indirekt den ausgeschiedenen Nationaltrainer Raymond Domenech: "Blanc ist einer, der endlich wieder über Fußball sprechen wird. Nicht einer, der uns für dumm verkaufen will".

Am 3. September gegen Weißrussland muss es schon passen

Erste Herausforderung wird für Blanc die Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 sein. Am 3. September steht das erste Qualifikationsspiel gegen Weißrussland an. Sein Debüt auf der Bank gibt Blanc aber bereits am 11. August im Länderspiel gegen Norwegen.

Epizentrum WM schlägt Wellen bis in den Präsidenten-Palast

Die "Équipe Tricolore" war in Südafrika nach der WM-Vorrunde als Gruppenletzter ausgeschieden. Doch vor allem die vielen Skandale abseits des Platzes mit der Beschimpfung von Domenech durch Stürmer Nicolas Anelka, dem Ausschluss von Anelka, einer Cliquenbildung und dem Trainingsstreik sorgten für Empörung. Der Präsident des Verbandes FFF, Jean-Pierre Escalettes, nahm seinen Hut. Die WM-Blamage wurde zur Staatsaffäre. Staatspräsident Nicolas Sarkozy und viele Minister kritisierten die "Bleus". Escalettes und Domenech mussten zum Rapport ins Parlament. Mit Blanc soll alles besser werden.

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