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Die Niederlande reisen nach Johannesburg

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Die Niederlande reisen nach Johannesburg

07.07.2010, 00:39 Uhr | dpa, t-online.de, t-online.de, dpa

. Erzielte den Führungstreffer: Oranje-Kapitän Giovanni van Bronckhorst. (Foto: Reuters)

Erzielte den Führungstreffer: Oranje-Kapitän Giovanni van Bronckhorst. (Foto: Reuters)

Es war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende war es doch noch eine deutliche Angelegenheit für die Niederländer: Nach dem 3:2 (1:1) gegen Uruguay steht die Elftal als erstes Team im WM-Endspiel in Johannesburg und kann sich am Mittwoch in aller Ruhe ansehen, wer der Gegner wird: Deutschland oder Spanien. Bis weit in die zweite Hälfte war es nach Toren von Giovanni van Bronckhorst (18.) und dem Ausgleich durch Diego Forlan (41.) ein ausgeglichenes Spiel, dann entschieden Wesley Sneijder (70.) und Arjen Robben (73.) innerhalb von nur drei Minuten die Partie. Der Treffer von Maxi Pereira in der 92. Minute kam zu spät.

In einem von Taktik geprägten Spiel blieben Chancen bis auf einen Schuss von Dirk Kuyt (4.) über das Tor weitgehend Mangelware. Zwar bestimmte der Favorit erwartungsgemäß das Spiel, ging dabei aber zu ideenlos vor. Robben kam auf dem rechten Flügel lange nicht zur Geltung, und auch Sneijder konnte nicht wie beim Viertelfinalsieg gegen Brasilien auftrumpfen.

Uruguay verlegte sich von Beginn an auf Torsicherung und ließ bei den gelegentlichen Kontern die nötige Präzision vermissen. Ohne Torjäger Luis Suarez, der die Südamerikaner gegen Ghana mit seinem Handspiel auf der Linie vor dem Aus bewahrt hatte, war der Sturm der Südamerikaner lange nur ein laues Lüftchen.

Die Führung fiel wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Kapitän van Bronckhorst zog aus der Distanz ab, sein Schuss schlug unhaltbar für Uruguays Schlussmann Fernando Muslera im rechten oberen Winkel ein.

Der Rückstand lockte die "Urus" ein wenig aus der Defensive. Allerdings agierte das Team von Trainer Oscar Tabarez im Vorwärtsgang zu umständlich und konnte die Oranje-Abwehr kaum in Verlegenheit bringen. Den ersten Torschuss gab Alvaro Pereira in der 36. Minute ab, der harmlose Versuch des Mittelfeldspielers stellte Keeper Maarten Stekelenburg aber vor keine Probleme.

Stekelenburg sieht nicht gut aus

Die Niederländer taten nicht mehr als nötig, ohne die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Wie in den bisherigen WM-Partien blieb der Europameister von 1988 den erhofften Offensiv-Wirbel allerdings schuldig und agierte eher nüchtern. Die Strafe folgte auf dem Fuße: Forlan, bis dahin völlig abgemeldet, hämmerte das Leder aus gut 25 Metern zum Ausgleich in die Maschen. Beim Schuss in die Mitte des Tores sah Stekelenburg sehr schlecht aus.

Ansonsten herrschte in beiden Strafräumen weitgehend Flaute. Lediglich nach einem Foul von Suarez-Ersatz Edinson Cavani, der Demy de Zeeuw bei einem Fallrückzieher voll im Gesicht traf, gab es Aufregung. Bei der folgenden Rudelbildung behielt Schiedsrichter Rawschan Irmatow aus Usbekistan, mit 33 Jahren der jüngste WM-Referee, jedoch den Überblick und konnte die erhitzten Gemüter schnell abkühlen.

Bondscoach Bert van Marwijk reagierte in der Halbzeit und verstärkte mit Rafael van der Vaart für de Zeeuw die Offensive. Die erste Chance verbuchten jedoch die Südamerikaner, als van Bronckhorst (51.) vor der Linie für seinen bei einer Rettungstat weit aus dem Tor geeilten Schlussmann rettete.

Turbulente Schlusssekunden

Auch die nächste gefährliche Szene gehörte dem vermeintlichen Außenseiter. Forlan nahm bei einem Freistoß aus 28 Metern Maß, doch dieses Mal war Stekelenburg auf dem Posten und fischte den Ball aus dem unteren Eck. Praktisch im Gegenzug brannte es vor dem Gehäuse von Muslera, der einen Schuss von van der Vaart gerade noch abwehren konnte. Gegen den Doppelschlag von Sneijder und Robben war der Torhüter dann machtlos. Dass es in den Schlusssekunden noch einmal aufregend wurde, lag an Perreira.

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