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Bierhoff macht seine Zukunft von Löw abhängig

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Bierhoff macht seine Zukunft von Löw abhängig

08.07.2010, 00:35 Uhr | dpa, dpa

. Joachim Löw und Oliver Bierhoff verstehen sich prima und loben die Teamarbeit. (Foto: imago)

Joachim Löw und Oliver Bierhoff verstehen sich prima und loben die Teamarbeit. (Foto: imago)

Oliver Bierhoff wird seine erfolgreiche Arbeit als Manager der Nationalmannschaft nur mit Joachim Löw als Bundestrainer fortführen. Eine Entscheidung über die Zukunft der gesamten sportlichen Leitung mit Löw und ihm an der Spitze sowie Co-Trainer Hansi Flick und Torwarttrainer Andreas Köpke werde aber erst nach dem Ende der WM fallen. "Wir setzen uns nach dem Turnier zusammen. Für mich ist die Arbeit im Team mit Jogi und den anderen Trainern sehr wichtig und klappt hervorragend. Eine Fortsetzung meiner Arbeit als Nationalmannschafts-Manager gibt es nur mit Jogi, nicht ohne ihn", sagte Bierhoff der "Süddeutschen Zeitung".

Bislang hatten bei Bierhoff die Zeichen auf eine Trennung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) hingedeutet. Die Verträge des gesamten Löw-Teams laufen nach dem Turnier in Südafrika aus. Eine vorzeitige Vertragsverlängerung war Anfang des Jahres unter anderem an hohen finanziellen Forderungen der sportlichen Leitung gescheitert. "Ich hatte Zeit, die Situation zu analysieren. Natürlich habe ich Fehler gemacht", räumte Bierhoff rückblickend ein.

Löw und Bierhoff nur im Doppelpack

Einen Fahrplan für die Zukunfts-Entscheidung hatten Löw und Bierhoff bereits vor Turnierbeginn festgelegt und ihn in Südafrika bislang konsequent durchgehalten. Dabei betonte auch Löw inzwischen die große Bedeutung von Bierhoff für seine Arbeit als Bundestrainer: "Wir im Team haben vereinbart, dass ich nach der WM zuerst mit Oliver Bierhoff das Gespräch suche", sagte Löw, der drei Kriterien für die erwartete Fortsetzung seiner Tätigkeit benannt hat: Eigene Visionen, das Team um ihn herum und die Person Bierhoff.

Vertragsverhandlungen nach der WM

"Zu allererst" werde er mit seiner Frau die Zukunft besprechen, verriet Bierhoff: "Aber die Arbeit mit Jogi hat immer sehr viel Spaß gemacht, und ein wichtiger Aspekt für unseren Erfolg hier ist auch die nahezu perfekte Teamarbeit, die wir zu viert miteinander pflegen", ergänzte er. Über eine mögliche neue Verhandlungsstrategie mit der DFB-Führung habe man sich intern noch nicht verständigt: "Insofern weiß ich auch nicht, ob und mit welchen Vorstellungen er oder wir in mündliche Verhandlungen gehen würden. Das ist alles Zukunft - nach der WM."

Kein Alleingang der Nationalelf

In seinen sechs Jahren als erster Teammanager in der Geschichte des DFB hat Bierhoff maßgeblich zu einer Professionalisierung rund um das Aushängeschild des deutschen Fußballs beigetragen. "Alles spricht dafür, dass wir den deutschen Fußball, den DFB und auch der Liga viel zurückgegeben haben, auch finanziell", hatte Bierhoff vor dem WM-Halbfinale gegen Spanien erklärt. Ausdrücklich wies der ehemalige DFB-Kapitän dabei auch die Kritik des Ligapräsidenten Reinhard Rauball an einer angeblichen Verselbstständigung der Nationalelf zurück: "Von uns gab es nie Zeichen der Abtrennung. Eine Enge im Team kann es nur mit engem Zusammenhalt geben. Das sehe ich als professionelle Arbeit."

Kritik von Bruchhagen

Sollte Bierhoff weitermachen, würde er in der Bundesliga allerdings mit Argusaugen beobachtet werden. "Bei einer Vertragsverlängerung mit Oliver Bierhoff müssen alle seine Nebentätigkeiten gestrichen werden", forderte Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen in der "Sport Bild".

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