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Deutschland mit Kampf auf den dritten Platz

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Deutschland mit Kampf auf den dritten Platz

11.07.2010, 01:21 Uhr | t-online, t-online.de

. Bastian Schweinsteiger im Duell mit Maximiliano Pereira. (Foto: dpa)

Bastian Schweinsteiger im Duell mit Maximiliano Pereira. (Foto: dpa)

Aus Port Elizabeth berichtet Patrick Brandenburg

Totsiens! Auf Wiedersehen, Südafrika. Die DFB-Elf verabschiedet sich nach fünf großartigen Wochen als Dritter vom ersten WM-Turnier auf dem schwarzen Kontinent. Deutschland gewann das kleine Finale in Port Elizabeth gegen Uruguay mit 3:2 (1:1) und zeigte zum Abschluss ihres Turniers noch einmal eine eindrucksvolle kämpferische Leistung. Thomas Müller (18.), Marcell Jansen (56.) und Sami Khedira (82.) erzielten die Tore für das Team von Bundestrainer Joachim Löw. Für die Überraschungsmannschaft aus Uruguay trafen Edison Cavani (28.) und Diego Forlan (51.). Die Südamerikaner dürfen sich trotzdem über ihr bestes Ergebnis seit Rang vier bei der WM 1970 freuen. Auch damals unterlagen sie einer deutschen Mannschaft.

Trotz einer gleich auf fünf Positionen veränderten Mannschaft ließen die Deutschen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, sie könnten das Spiel um Platz drei nicht mehr ernst nehmen. Vielmehr ging das Team engagiert zur Sache und hätte nach zehn Minuten die Führung erzielen können. Verteidiger Arne Friedrich scheiterte nach Özils präziser Ecke mit einem Kopfball an der Querlatte. Nur neun Minuten später machte es Thomas Müller aber besser. Der Münchner hatte nach seiner Gelb-Sperre im Halbfinale wieder den Platz auf der rechten Mittelfeldseite eingenommen.

Nach Bastian Schweinsteigers Gewaltschuss aus 35 Metern konnte Uruguays Torhüter Fernando Muslera den Ball nicht festhalten und Deutschlands Shooting Star war zur Stelle. Mit seinem fünften Turniertreffer schloss Müller in der Torjägerliste zu den führenden Finalteilnehmern Wesley Sneijder (Holland) und David Villa aus Spanien auf. Außerdem dürfte sich der Münchner spätestens mit diesem Tor den Titel des besten Jungstars der WM gesichert haben.

Schweinsteiger patzt

Die Südamerikaner beeindruckte das nicht. Bei Diego Forlans Kopfball aus fünf Metern konnte Per Mertesacker zwar noch artistisch mit einem Strecksprung klären (25.). Doch nach Schweinsteigers Ballverlust gegen Diego Perez nur drei Minuten später ließ sich Edison Cacani die große Chance zum 1:1 nicht entgehen. Der Regen spielte der Celeste, den Himmelblauen, weiter in die Karten.

Denn plötzlich war die Kämpfertruppe auf dem rutschigen Rasen des Nelson-Mandela-Bay-Stadions gegen Deutschlands Kombinationsfußballer voll in ihrem Element. Glück für die DFB-Elf, dass Luis Suarez im Eins-gegen-Eins Duell gegen Jörg Butt kurz vor der Pause nicht die Nerven behielt und den Ball knapp verzog. Der Ersatzkeeper hatte vom Bundestrainer einen Einsatz geschenkt bekommen, für seine Loyalität im Turnierverlauf.

Özil vergibt kläglich

Die zweite Hälfte begann mit zwei Paukenschlägen durch Uruguay. Gegen Cavani und Suarez musste Butt Kopf und Kragen riskieren (48.) und blieb Sieger. Doch gegen Forlans Volley aus 16 Metern war kein Kraut gewachsen: 1:2 in der 51. Minute. Diesmal aber fightete sich die DFB-Elf zurück. Jerome Boatengs feine Flanke köpfte Marcell Jansen zum 2:2 ins Tor (56.). Das HSV-Duo war für die beiden Grippe geschwächten Phillip Lahm und Lukas Podolski ins Team gerutscht. Nur zwei Minuten später hatte Mesut Özil die erneute DFB-Führung auf dem Fuß. Doch nach Cacaus Traumpass vertändelte der Spielmacher einmal mehr in diesem Turnier eine Großchance.

Spätestens jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Butt glänzte erneut zwei Mal im Duell gegen Suarez (62.) und Folan (64.). Dazwischen hätte Schiedsrichter Benito Archundia aus Mexiko eigentlich Freistoß für Deutschland am Fünfmeterraum geben müssen, nachdem Keeper Muslera einen Rückpass von Jorge Fucile regelwidrig mit der Hand aufnahm. Die deutsche Bank tobte. Nachdem der für Cacau eingewechselte Stefan Kießling zwei mal knapp scheiterte (76., 80.) rettete Sami Khedira sein Team vor einer anstrengenden Verlängerung. Der Stuttgarter behielt im Strafraumgewühl den Überblick und köpfte unerreichbar für Keeper Muslera zum 3:2 ein. In der Nachspielzeit scheiterte Forlan noch mit einem Freistoß an der Latte. Die DFB-Elf verteidigte also ihren dritten Platz von der WM 2006.

Kapitän Schweinsteiger sagte nach dem Schlusspfiff über das Spiel: "Das war sehr wichtig, auch für unsere Fans in Deutschland. Gott sei Dank haben wir die Partie gewonnen. Wir waren 1:2 hinten und sind dann wiedergekommen, das zeigt unsere Charakterstärke. Ich bin sehr stolz, dass ich mit dieser Mannschaft das Turnier bestreiten durfte." Der Gegner Uruguay zeigte sich nicht enttäuscht, Torschütze Forlan sagte: "Unter den ersten vier Mannschaften der Welt zu sein, ist spektakulär. Das hatten wir vor der WM nicht erwartet. Wir fühlen uns als Sieger, auch wenn wir heute nicht gewonnen haben."

Klose nur auf der Bank

Der einzige im deutschen Team, der vielleicht noch etwas wehmütig aufs Spiel schaute, war Miroslav Klose. Denn eine Rückenverletzung hatte seinen Einsatz verhindert und ihm die Chance genommen, mit einem Treffer den WM-Rekordschützen Ronaldo (15 Tore) einzuholen.

Schon morgen heißt es für die Nationalmannschaft: Koffer packen. Am Abend geht der Flieger von Johannesburg zurück Richtung Frankfurt. Die Länderspiel-Pause danach ist aber nicht allzu lang. Schon am 11. August steht wieder ein Testspiel in Dänemark auf dem Programm – neun Tage vor dem Start der Bundesliga. Am 3. September wird es ernst, wenn in Belgien die erste Partie der EM-Qualifikation steigt.

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