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Die FIFA reagiert: Torkamera schon bei nächster WM?

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Die FIFA reagiert: Torkamera schon bei nächster WM?

11.07.2010, 01:42 Uhr | sid, sid

. Erklären kann Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay Englands frustriertem Star Wayne Rooney nicht, weshalb er Englands reguläres Tor gegen Deutschland nicht gesehen hat. (Foto: imago)

Erklären kann Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay Englands frustriertem Star Wayne Rooney nicht, weshalb er Englands reguläres Tor gegen Deutschland nicht gesehen hat. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Ein "Weiter so!" kann und wird es nach dieser WM in Südafrika bezüglich der Spielleiter nicht geben. Soviel steht schon längst fest. Zu zahlreich und vor allem gravierend fielen die Fehlentscheidungen mancher Schiedsrichter aus, die sich vor Millionen von Fußballfans weltweit dieses Großereignisses nicht würdig erwiesen. Haften blieb vor allem Englands eindeutiges Tor gegen Deutschland, das im Achtelfinale kurz vor dem Pausenpfiff den 2:2-Ausgleich durch Frank Lampard bedeutet hätte. Der "Schuldige", Referee Jorge Larrionda aus Uruguay, gehörte fortan zu den beurlaubten Kräften an der Pfeife.

Die FIFA greift durch. Ihre Änderungen werden bereits ab der WM 2014 in Brasilien wirksam werden. "Ich würde sagen, dass diese WM die letzte mit dem bisherigen System war", sagte Jerome Valcke, Generalsekretär des Weltverbandes, der BBC. FIFA-Boss Joseph S. Blatter hatte tags zuvor auf einer Pressekonferenz nochmals darauf hingewiesen, dass die Regelhüter des Weltfußballs, das International Football Association Board (IFAB), auf einer ihrer nächsten Sitzungen über technische Hilfsmittel wie die Torkamera und den Chip im Ball diskutieren werden. Blatter: "Allerdings wird dies erst bei der Sitzung im Oktober der Fall sein, die kommende in diesem Monat kommt zu früh."

Zwei zusätzliche Torrichter

Außerdem scheint die von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) favorisierte und forcierte Variante mit zwei zusätzlichen Torrichtern mehr denn je eine Alternative für die FIFA zu sein. Bei der WM in Südafrika hatten etliche krasse Fehlleistungen der Schiedsrichter-Gespanne für Unmut gesorgt. Am gravierendsten war der nicht gegebene Treffer Lampards in Bloemfontein gegen Deutschland. "Wir sprechen über ein Tor, das nicht vom Schiedsrichter gesehen wurde. Deshalb reden wir über eine neue Technologie. Aber wir müssen schauen, ob uns das System hilft, oder aber eher vier Augen mehr den Unparteiischen unterstützen können, damit der seinen Pflichten besser nachkommen kann. In diesem Fall, warum nicht?", sagte Valcke.

Der Fauxpas im Fall Lampard sei ein "schlechter Tag" für die Organisatoren gewesen, sagte der FIFA-"General". Blatter hatte sich bei den Engländern, aber auch bei Mexiko entschuldigt, nachdem ein Abseitstor des Argentiniers Carlos Tevez gegen die mexikanische Elf im Achtelfinale vom Referee anerkannt worden war. Die UEFA wird in dieser Saison in allen Champions-League- und Europa-League-Begegnungen sowie der beginnenden Qualifikation für die EURO 2012 in Polen und der Ukraine zwei zusätzliche Torrichter einsetzen.

Ghana scheitert nach einem Handspiel auf der Linie

Blatter nahm bei der Bilanz-Pressekonferenz in Johannesburg auch Stellung zum Handspiel des Uruguayers Luis Suarez im Viertelfinale gegen Ghana. Suarez hatte das Siegtor der Black Stars in Handballmanier in der Schlussminute verhindert. Auf die Frage, ob nicht aufgrund des klaren Sachverhalts auf Tor für Ghana hätte entschieden werden können, entgegnete der 74-Jährige: "Wir können nicht auf Tor entscheiden, wenn der Ball nicht die Linie überschritten hat." Ghana erhielt einen Handelfmeter, Suarez sah die Rote Karte, doch Asamoah Gyan vergab den Strafstoß. Es blieb beim 1:1, im Elfmeterschießen schied die Mannschaft um den gebürtigen Berliner Kevin Prince Boateng gegen die "Urus" aus.

Der Ball ist inzwischen zu schnell

Valcke betonte unterdessen, dass die höhere Geschwindigkeit des modernen Fußballs ein Problem für die Referees darstelle. "Das Spiel ist anders geworden, und die Schiedsrichter sind älter als alle Spieler auf dem Feld", sagte Valcke: "Das Spiel ist so schnell, der Ball fliegt so rasend hin und her - wir müssen den Schiedsrichtern helfen und etwas tun. Deshalb sagen wir, dies ist die letzte WM mit dem bisherigen System."

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