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Bundesverdienstkreuz für Joachim Löw

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Bundesverdienstkreuz für Joachim Löw

11.07.2010, 19:49 Uhr | t-online, t-online.de

. Prominentes Podium zum Abschluss der WM im DFB-Quartier in Pretoria: Bundestrainer Joachim Löw, Bundespräsident Christian Wulff, DFB-Präsident Theo Zwanziger, Kapitän Philipp Lahm, stellvertretender Kapitän Bastian Schweinsteiger (verdeckt). (Foto: dpa)

Prominentes Podium zum Abschluss der WM im DFB-Quartier in Pretoria: Bundestrainer Joachim Löw, Bundespräsident Christian Wulff, DFB-Präsident Theo Zwanziger (v. li.). (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Der neue Vertrag für Bundestrainer Joachim Löw steht weiter in den Sternen. Doch das Bundesverdienstkreuz ist dem 50-Jährigen sicher. Auf der abschließenden WM-Pressekonferenz des DFB in Pretoria verriet Bundespräsident Christian Wulff als Überraschungsgast, dass er plane, in seinem Berliner Amtssitz Schloss Bellevue Löw den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland zu verleihen. "Weil er in besonderer Weise Trainer-Qualitäten bewiesen und diese Mannschaft zusammengestellt hat. Man weiß in Deutschland sehr wohl, welchen Anteil Sie an dem Erfolg dieser Mannschaft haben." Das weiß auch die Spitze des Verbands, weshalb Präsident Theo Zwanziger bekräftigte: "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass es mein Ziel ist, für diese Mannschaft und für den deutschen Fußball, mit Joachim Löw weiterarbeiten zu können."

Es gelte aber nach wie vor "diese Verabredung: Der Bundestrainer und ich werden uns in der nächsten Zeit einmal treffen und ausloten, wie die gegenseitigen Vorstellungen sind." Da die anstehende EM-Qualifikation den Zeitraum des Handelns begrenzt, "können wir diese Gespräche natürlich nicht bis Dezember vertagen". Zwanziger bat jedoch die Öffentlichkeit um die "Zeit und Geduld, um uns in Ruhe besprechen zu können".

Löw muss erst von den Emotionen herunterkommen

Ruhe kann auch der noch immer sichtlich von seiner Grippe gezeichnete Löw gebrauchen. Er wiederholte - wie Zwanziger - seine Statements von vor und während dem Turnier: "Ich habe seit vielen vielen Wochen dieses Thema absolut beiseite geschoben. Wir konnten keine Ablenkungen gebrauchen und mussten uns aufs Wesentliche konzentrieren. Wir wollten keine Minute darüber reden, es hätte uns gestört. Ich brauche erstmal ein paar Tage der Ruhe. Ich möchte keine Entscheidung unter diesen ganzen Emotionen treffen. Habe ich auch weiterhin diese Kraft und diese Energie, die Mannschaft voranzutreiben? Auch mich hat das Turnier viel Kraft gekostet. Wenn ich wieder heruntergekommen bin, habe ich auch wieder kreative Gedanken. Ich habe jeglichen Gedanken an eine Situation nach der WM völlig abgeschaltet. Hätte ich mich mit diesem Thema beschäftigt, wäre ich in den letzten Wochen nicht mehr der Konzentration an der Arbeit gewesen,. Selbstverständlich werden Gespräche stattfinden. Und es ist logisch, dass zeitnah eine Entscheidung fallen wird."

Zwanziger betonte in diesem Zusammenhang: "Der Blick ist nach vorne zu richten. Erfolge müssen erarbeitet werden. Wenn Du ein paar Jahre nichts mehr oder zuwenig machst, dann fällst du ganz schnell zurück. In diese Situation darf der DFB nicht mehr kommen."

Fußballerisch weiter als 2006

Im Gegenteil: Mit dieser Mannschaft sieht die Zukunft rosig aus. Das betonte auch der anwesende Führungsspieler Bastian Schweinsteiger, nach dem Ausfall des etatmäßigen Kapitäns und Bayern-Mitspielers Philipp Lahm beim 3:2 gegen Uruguay Kapitän der Elf: "Wir hatten 2006 schon ein ganz tolles Erlebnis in unserer Heimat. Wir sind aber vom Fußballerischen her noch besser geworden, sind in den vier Jahren noch mehr ran die Spitze gekommen. Ich habe ein weinendes Auge, wenn ich an das Halbfinale denke und ein stolzes Auge, wenn ich sehe, wie wir zurückgekommen sind. Das Herz sagt, dass wir eine große Zukunft haben. Wir wollen wieder einen großen internationalen Titel nach Deutschland bringen. Wenn wir so weitermachen, wie wir das in der Vergangenheit getan haben und uns stetig verbessern, wird es auch irgendwann der Fall sein."

Löw dankte seinen Jungs "aus tiefstem Herzen. Wir sind enorm stolz auf unsere Spieler und auf alle, die hier beteiligt waren. Mein größtes Kompliment, wie unglaublich intensiv und hart diese Mannschaft für den Erfolg gearbeitet und nie nachgelassen hat. Mit ihrem geschlossenen Auftreten hat sie Charakterwerte vermittelt." Vor allem lobte Löw auch den Führungsstil in Abwesenheit des verletzten Michael Ballack, sprach von "emotionaler Intelligenz" und "Kommunikationsfähigkeit".

Silbernes Lorbeerblatt für den gesamten Kader

Die Halbfinal-Niederlage habe nichtsdestotrotz große Enttäuschung hervorgerufen: "Sportlich gesehen haben wir ein weltmeisterliches Turnier gespielt, obwohl wir den großen Coup verpasst haben. Die Motivation, ins Finale zu kommen, war riesengroß, und wir sind für ein paar Stunden, für einen Tag in ein Riesenloch gefallen", gab Löw zu. "Doch wir haben die Moral und die Kampfkraft besessen, nochmals zurückzukommen. Die Spieler haben sich wie Champions benommen und unglaubliche Spielfreude beweisen. Die Mannschaft hat hier alles abgerufen, was möglich war. Sie hat es großartig gemacht." Dafür, so kündigte Bundespräsident Wulff an, gebe es daheim in Berlin das Silberne Lorbeerblatt.

Zwanziger schob nach: "Die Mannschaft hat das verdient. Wir sind stolz auf diese Mannschaft. Diese Mannschaft hat eine Chance gehabt. Sie hat großartig gespielt. Wir sind stolz auf den dritten Platz, den sie erreicht hat. Wir haben uns riesig gefreut, dass sie sich in die Herzen der Menschen gespielt hat. Das ist unser Auftrag. Der DFB freut sich über diese Mannschaft und das, was hier erreicht worden ist."

Ex-Weltmeister Italien spielt den Fußball von gestern

Sie gehört zu den Besten der Welt uns prägte entscheidend den Stil des Turniers mit. Löw erklärte: "Die Mannschaft, die Weltmeister werden will, muss Fußball spielen können, muss offensiv sein. Diese Mannschaften haben sich bei diesem Turnier durchgesetzt. Mich erfreut unsere fußballerische Entwicklung in den letzten Monaten und insbesondere bei diesem Turnier. Wir haben unseres Siege nicht erzwungen oder verwaltet, sondern mit spielerischer Dominanz errungen. Nicht wie Italien, das sein Hauptaugenmerk auf die Defensive legt. Wir haben alles aus unseren Möglichkeiten herausgeholt und haben das Optimale erreicht." Spanien jedoch war besser, deutlich besser, weshalb Löw für das Endspiel gegen die Niederlande prognostizierte: "Ich denke, dass sich die Spanier heute Abend durchsetzen werden und die WM nach Spanien holen."

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