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Formel 1: Hochexplosive Mischung im Team Red Bull

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GP von Großbritannien - Kolumne  

Hochexplosive Mischung im Team Red Bull

12.07.2010, 07:23 Uhr | t-online.de, t-online.de

Formel 1: Hochexplosive Mischung im Team Red Bull. Der Zoff geht weiter: Die Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel (li.) und Mark Webber. (Foto: dpa)

Der Zoff geht weiter: Die Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel (li.) und Mark Webber. (Foto: dpa)

Von Elmar Brümmer

Formel Zoff! Etwas Besseres als das außer Rand und Band geratene Duell der Red-Bull-Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel kann den Veranstaltern des Großen Preises von Deutschland gar nicht passieren, der Vorverkauf für das Rennen auf dem Hockenheimring in zwei Wochen dürfte kräftig anziehen, seit der australische Sieger von Silverstone sich so offen wie früher noch nicht mal Schumi-Adjudant Rubens Barrichello über seinen vermeintlichen Nummer-zwei-Status beklagt hat.

Nach dem dritten Saisonsieg bleibt der WM-Dritte, der momentan sieben Punkte Vorsprung auf den Vierten Vettel hat, auf Konfrontationskurs. Erst die Karambolage Ende Mai in der Türkei, dann die Vertragsverlängerung, jetzt der verweigerte neue Frontflügel und das Drängeln von Vettel am Start – Red Bull hat das beste Auto im Feld und das größte Chaos im Team. Der Rennstall der Stunde kann sich eigentlich nur selbst schlagen.

Team-Bosse überfordert

Der britische Teamchef Christian Horner scheint überfordert, Red-Bull-Berater Helmut Marko redet dazwischen, und der charmante Politiker Webber prallt auf den kompromisslosen Ehrgeizling Vettel. Wenn die Bullen nicht Ordnung in den Laden bekommen, könnten die McLaren-Piloten Hamilton und Button die lachenden Dritten sein, die sich in ihrem nicht minder brisanten Zweikampf besser im Griff haben.

Während Webber öffentlich lamentiert, dass er seinen Vertrag nicht um ein Jahr verlängert hätte, wenn er um die Begünstigungen des anderen gewusst hätte, schweigt Vettel: "Ich will nicht noch mehr Salz in die Wunde streuen." Es war ein radikaler Hilferuf des 33-Jährigen, mit einem klaren Ziel: Nun kann Red Bull fast gar nicht mehr anders, als ihm das gleiche Material zur Verfügung zu stellen. Das könnte am Ende alle Beteiligten schwächen. Webber setzt auf seine Charakterstärke, aber er kämpft von nun an einen einsamen Kampf – nach dieser Bloßstellung hat er wirklich die Hälfte des Teams gegen sich. Vettel wiederum bleibt nur die Möglichkeit, sich sportlich klarer als bisher gegen den Kollegen durchzusetzen.

Lauda: "Pervers"

Ein Witz, wie Teamchef Horner vorzugeben versucht, ist das öffentliche Klagelied Webbers sicher nicht. Niki Lauda hält die verfahrene Lage schlichtweg für "pervers". Ewige Gleichstellung kann es im Egosport Formel 1 ohnehin nie geben. Jetzt werden Machtwörter fällig. "Wir geben unser Bestes, um beide Fahrer gleich zu behandeln", schwört Horner, für den die Situation, zwei gleich starke Fahrer zu haben, langsam zum Alptraum wird. Am Teamsitz Milton Keynes, nur einen Steinwurf von Silverstone entfernt, wird der nächste Friedensgipfel fällig, und diesmal wird es nicht mit einem fotogenen Handschlag getan sein. Auch Vettel muss sich positionieren, eine ganz entscheidende Phase auf seinem Weg zum Champion der Zukunft. Webber befindet sich im Aufwind, der Heppenheimer muss nun auch auf der Strecke dagegen halten.

Vettel: "Können uns nur selbst im Weg stehen"

Für Sebastian Vettel ist es "das Wichtigste, dass man immer sowohl auf der Rennstrecke als auch daneben immer den nötigen Respekt voreinander hat. Das wichtigste ist die Atmosphäre im Team. Wir haben ein sehr starkes Auto und können uns eigentlich nur selbst im Weg stehen." Dementsprechend ist Boss Horner um Schadensbegrenzung bemüht und verspricht, die dicke Luft zu vertreiben: "Mark fährt seit vier Jahren für uns, er kennt uns besser als sonst wer. Er ist ein genauso wichtiges Mitglied des Teams wie jeder andere. Natürlich klären wir, was zu klären ist."

Horner besteht immer noch darauf, dass seine Entscheidung, den einzigen verbliebenen neuen Frontflügel für die Qualifikation Vettel zu geben, die härteste seiner Karriere war – aber er sie treffen musste: "Ich konnte das Ding ja schlecht in zwei Stücke schneiden." Daran hat sich die seit mehr als einem Jahr schwelende Rivalität der beiden unterschiedlichen Renn-Bullen am Samstag neu entzündet. Auch bei einem möglichen nächsten Mal aber würde der Fahrer bevorzugt, der in der WM vor dem anderen liegt – das ist nun Webber. Die Lunte ist gelegt.

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