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Anschütz-Thoms beendet ihre Karriere

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Anschütz' Sternstunde: "Das Gold von Turin"

19.07.2010, 12:31 Uhr | dpa, dpa

Anschütz-Thoms beendet ihre Karriere. Daniela Anschütz-Thoms' letzte Medaille ist Staffel-Gold in Vancouver. (Foto: imago)

Daniela Anschütz-Thoms' letzte Medaille ist Staffel-Gold in Vancouver. (Foto: imago)

Seit Monaten steht ihr Entschluss fest, drei Tage nach Anni Friesingers Rücktritt hat sie ihn nun öffentlich gemacht: Mit Daniela Anschütz-Thoms sagt das nächste Golden Girl des deutschen Eisschnelllaufs den eisigen Hallen adieu. "Ich habe mir das gut überlegt: Der Rücken tut weh, das Knie zwickt, der Kopf war leer. Und irgendwann muss ich ja auch mal an die Familie denken", begründete die 35-jährige Doppel-Olympiasiegerin in der Team-Verfolgung von Turin und Vancouver ihre Entscheidung.

Gefragt nach den Sternstunden ihrer über 20 Jahre dauernden Karriere muss sie nicht lange nachdenken. "Das waren zwei. Aber ganz klar: Das Gold von Turin steht noch ein bisschen höher als das von Vancouver, weil es mein erster großer Sieg war", erinnert sie sich. Dennoch sei das Olympia-Gold in diesem Februar nach den atmosphärischen Störungen und dem dramatischen Sturz von Anni Friesinger im Halbfinale wie "ein kleines Wunder" gewesen.

Schwärzeste Stunde: "Der 17. Februar"

Wie aus der Pistole geschossen antwortet sie auf die Frage nach der schwärzesten Stunde: "Der 17. Februar." An jenem Tag verpasste sie in Vancouver trotz toller Form die so sehnlich erhoffte erste Einzelmedaille bei Olympia um 3/100 Sekunden und wurde wieder Vierte. 24 Mal landete sie bei Olympia, WM, EM und Weltcups auf dem undankbarsten aller Plätze. Nachdem sie im letzten Rennen ihrer Karriere im März bei den Allround-Weltmeisterschaften in Heerenveen Bronze auch wieder knapp verpasst hatte, entfuhr ihr der Satz: "Ich bin eben die Weltmeisterin der vierten Plätze."

Lob von allen Seiten

Für Gerd Heinze, den Präsidenten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), ist Anschütz-Thoms eine "Persönlichkeit, die dem deutschen Eisschnelllauf sehr gut getan hat. Wir wären glücklich, wenn wir mehr davon hätten. Respekt und tiefe Verneigung". Auch Heimtrainer Stephan Gneupel geriet ins Schwärmen. "Wenn man eine solche Athletin seit der zehnten Klasse betreut, ist der Abschied schon eine sehr emotionale Geschichte", sagte Gneupel. "Sie wollte immer absolut perfekt und akkurat sein, sie hat viel eingebracht in die Trainingsarbeit und war immer total offen. Um erfolgreich zu sein, muss die berühmte Chemie stimmen: Mit Daniela hat sie immer gestimmt." Und er fügt hinzu: "Charakter hat sie bewiesen, wie sie diese mörderischen vierten Plätze weggesteckt hat."

Anschütz weiß, was sie nicht will

Fünfmal bei WM und EM landete die Erfurterin nicht neben, sondern auf dem Treppchen. Bei Europameisterschaften wurde sie 2005 und 2009 Zweite, bei der Allround-WM 2003 Dritte. Im Team gewann sie 2005 WM-Gold und über 3000 Meter 2007 Bronze. "Das waren hervorragende Leistungen, die in der Öffentlichkeit nicht immer richtig gewürdigt wurden", so Heinze. Bis Ende 2011 bleibt Anschütz noch Soldatin der Sportfördergruppe Oberhof und absolviert im August ein Praktikum beim Stadtsportbund. Ab September beginnt sie eine achtmonatige Ausbildung für Büro-Management und Marketing. Nachfolgerin von Gneupel am Stützpunkt Erfurt möchte sie nicht werden. "Ich kann mir später einen Job im Sport vorstellen, aber nicht unbedingt als Trainerin", sagte sie.

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