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Michaels-Beerbaum mit Platz vier zufrieden

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Michaels-Beerbaum mit Platz vier zufrieden

19.07.2010, 12:30 Uhr | dpa, dpa

Michaels-Beerbaum mit Platz vier zufrieden. Meredith Michaels-Beerbaum und Shutterfly reiten gemeinsam auf Platz vier. (Foto: Reuters)

Meredith Michaels-Beerbaum und Shutterfly reiten gemeinsam zu Platz vier. (Foto: Reuters)

Die schwarze Serie riss am vorletzten Tag. Beim Höhepunkt gingen die deutschen Springreiter aber wieder leer aus: Meredith Michaels-Beerbaum vergab beim CHIO in Aachen den Sieg im Großen Preis im Stechen und musste dem Kanadier Eric Lamaze zum Sieg gratulieren. Mit Platz vier gelang es der 40-Jährigen nicht, die magere deutsche Bilanz beim größten Turnier der Welt zu retten. In der Dressur dominierten die Niederländer, Isabell Werth wurde Vierte und schimpfte auf die Richter.

Michaels Beerbaum war aber trotz des Scheiterns zufrieden und feierte. "Ich freue mich so sehr", sagte Michaels-Beerbaum. "Shutterfly ist das beste der Pferd der Welt." Sie war schlichtweg begeistert. "Das ist sehr emotional für mich", erklärte sie: "Was Shutterfly geleistet hat, ist Wahnsinn."

Babypause gut überstanden

Olympiasieger Lamaze gewann mit dem Hengst Hickstead vor dem Schweizer Pius Schwizer mit Carlina und dem Spanier Sergio Alvarez Moya mit Action-Breaker. Ein Erfolg im Großen Preis wäre für Michaels-Beerbaum der zweite große CHIO-Sieg nach 2005 gewesen. Dennoch ist die ehemalige Weltranglisten-Erste nach ihrer Babypause wieder auf dem Weg nach oben. "Langsam vertraue ich mir wieder selber", sagte Michaels-Beerbaum, die vor drei Jahren Europameisterin war und nach der Geburt ihrer Tochter vor fünf Monaten immer stärker wird. Siege bei kleineren Turniere feierte sie bereits vorher, doch jetzt "finde ich meinen Rhythmus".

Shutterfly zu alt für WM

"Die WM wäre schön", sagte Michaels-Beerbaum, die sich bei vier Startplätzen selbst aber als "Nummer sechs auf der Liste" sieht. "Hoffentlich bleiben alle anderen fit und gesund, dann bleibe ich zu Hause", erklärte sie lächelnd. Die gebürtige Amerikanerin sagte aber auch: "Wenn Otto mich braucht, dann ruft er mich an." Allerdings ist nicht Shutterfly der WM-Kandidat, sondern Checkmate. Der im Großen Preis eingesetzte Shutterfly ist mit 17 Jahren zu alt: "Das will ich ihm nicht mehr antun."

Deutsche Reiter mit durchwachsenen Leistungen

Zwei Siege in 16 Springen - das ist kein Debakel, aber eine eher magere Bilanz für die erfolgsverwöhnten deutschen Reiter. "Wir haben nicht die Anzahl von Siegen, aber ich bin nicht unzufrieden", sagte Bundestrainer Otto Becker. "Die Hauptpaare für die WM haben sich gut präsentiert." Auch wenn die Decke dünner geworden sei: "Wir können trotzdem eine gute WM reiten." Mit dem Abschneiden im Großen Preis war Becker zufrieden: "Fünf von zehn Startern in der zweiten Runde, das ist nicht schlecht."

Die Anzahl der CHIO-Siege ist im Vergleich zu früheren Zeiten aber zuletzt deutlich gesunken. Woran das liegt? "Wenn ich es wüsste, würde ich es abstellen", sagte Marcus Ehning augenzwinkernd. Der Reiter aus Borken, der dieses Jahr bereits den Weltcup gewann, erklärte: "Es ist ein bisschen unglücklich, aber andere Nationen sind auch stärker geworden."

Zweitpferde nicht stark genug

Zudem haben die besten deutschen Reiter ihre Toppferde am Donnerstag im Nationenpreis geritten und "konnten sie sonst nicht einsetzen. Mit Zweitpferden kann man die schweren Springen nicht gewinnen", so Ehning. Das galt wohl auch für ihn im Großen Preis. Er sattelte Küchengirl statt Plot Blue und verpasste das Stechen. Ehning hatte aber zuvor für den ersten deutschen Sieg beim CHIO gesorgt. Vier Tage hielt die schwarze Serie, ehe sich der Weltcupsieger in einer kleinen Prüfung für Nachwuchspferde im Sattel von Campbel im Stechen durchsetzte und den Bann brach. Einen zweiten Sieg gab es durch Janne-Friederike Meyer.

Werth schimpft auf die Wertungsrichter

Noch schwächer war die Dressur. In der Teamwertung gab es Platz zwei hinter den Niederlanden. Im Einzel wurde Werth dreimal nur Vierte, während der Niederländer Edward Gal alles gewann. Werth war mit ihren Ritten zufrieden, schimpfte aber über die Wertungsrichter. "Bei aller Liebe, einen Abstand von zwölf Prozent, den haben wir bestimmt nicht", klagte die fünfmalige Olympiasiegerin aus Rheinberg.

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