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Webber: Red-Bull-Streit könnte sich weiter verschärfen

19.07.2010, 08:39 Uhr | sid, dpa, dpa, sid

Webber: Red-Bull-Streit könnte sich weiter verschärfen. Mark Webber glaubt, dass sich das angespannte Verhältnis zu Sebastian Vettel noch zuspitzen könnte. (Foto: imago)

Mark Webber glaubt, dass sich das angespannte Verhältnis zu Sebastian Vettel noch zuspitzen könnte. (Foto: imago)

Für Sebastian Vettels Teamkollegen Mark Webber ist im Hauskrach beim Formel-1-Rennstall Red Bull kein Ende in Sicht. "Wer weiß, wenn wir in den nächsten Monaten weiter beide um die Spitze mitfahren, könnte unser Verhältnis noch angespannter werden", sagte der Australier der britischen Zeitung "Mail on Sunday". "Seb und ich sind nicht die besten Freunde, aber das ist nicht unnatürlich, weil wir beide das gleiche Ziel verfolgen", erklärte Webber.
Der 33-Jährige hatte sich nach seinem Sieg in Silverstone vor einer Woche öffentlich beschwert, er werde vom Team gegenüber Vettel benachteiligt. Später bedauerte er seine Aussagen. "Seb hat das ganze Wochenende nichts verkehrt gemacht. Nach dem Rennen hat er mir die Hand geschüttelt", betonte Webber. Es stimme nicht, dass der Konflikt zwischen den beiden Piloten das Team gespalten habe. "Das ist Unsinn", meinte der Routinier.

Webber will bleiben

Inmitten des Ärgers von Silverstone hatte Webber sogar seinen Verbleib bei Red Bull in der kommenden Saison infrage gestellt. Für weiteren Unmut beim Australier hatte Teamchef Christian Horner mit seinen Äußerungen gesorgt, langfristig eher auf seinen deutschen Fahrer zu setzen. Nun aber beteuerte Webber: "Wir respektieren uns gegenseitig. Deshalb werde ich in der nächsten Saison bei Red Bull bleiben. Ich bin Teil eines sensationellen Teams."

Vettel: "Wir arbeiten zusammen, wo wir zusammenarbeiten müssen"

Vettel weilte am Wochenende in seiner Heimatstadt Heppenheim, wo er mit seinem Boliden Gas gegeben hat (Die besten Bilder vom Vettel-Home-Run). Unweit davon äußerte sich der Vizeweltmeister in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" zu dem Konflikt mit seinem Teamkollegen. "Wir arbeiten zusammen, wo wir zusammenarbeiten müssen. Ansonsten ist jeder auf sich fixiert und sucht seinen eigenen Vorteil", sagte Vettel vor dem Großen Preis von Deutschland am Sonntag (ab 13.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Zwischen ihm und Webber herrsche "immer eine gewisse Distanz", gab Vettel zu. Das Verhältnis scheint unterkühlt zu sein.

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