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Eisschnelllauf: Pechstein muss auf ein endgültiges Urteil weiter warten

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Eisschnelllauf - Claudia Pechstein  

Pechstein muss weiter warten

23.07.2010, 09:24 Uhr | sid, sid

Die Pechstein-Saga setzt sich auf unbestimmte Zeit fort. Ursprünglich wollte das Schweizer Bundesgericht über den Berufungsantrag der Eisschnelllauf-Olympiasiegerin gegen ihre Dopingsperre bis Ende Juli befinden. Daraus wird jedoch nichts. Vielmehr verschiebt sich die Urteilsverkündung auf einen nicht zu benennenden Termin. Pechsteins Anwälten soll eine Chance zur Darlegung weiterer Fakten gegeben werden.

"Wir haben beantragt, noch einmal Stellung nehmen zu können. Diesem Antrag wurde stattgegeben, was wir für sich genommen positiv bewerten. Natürlich hat auch die ISU die Möglichkeit erhalten, unsere bereits eingegangene Stellungnahme noch einmal zu erwidern. Die dafür gesetzte Frist ist noch nicht abgelaufen, weshalb ich nicht absehen kann, wann das Schweizer Bundesgericht eine Entscheidung fällt", sagte Pechsteins Anwalt Simon Bergmann. Über die Inhalte der Eingabe wollte er keine Angaben machen.

Kein neuer Termin für die Urteilsverkündung

Ein Sprecher des Schweizer Bundesgerichts bestätigte nur, dass "der Termin Ende Juli auf keinen Fall eingehalten werden kann". Einen neuen Zeitpunkt für eine Urteilsbekanntgabe wollte er nicht nennen.

Letzte Ausfahrt Straßburg

Pechstein hat vor dem Schweizer Bundesgericht Revision gegen das Urteil des Internationalen Sport-Gerichtshofes CAS eingelegt. Dieser hatte die durch den Eislauf-Weltverband ISU verhängte Zweijahressperre gegen die Berlinerin bestätigt. Entscheidet das Schweizer Bundesgericht nun gegen Pechstein, sind ihre sportrechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. Dann bliebe ihr nur noch der Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

Sperre endet erst im Februar 2011

Pechsteins Sperre läuft noch bis zum 9. Februar 2011. Ein negatives Urteil könnte das Ende von Pechsteins Karriere bedeuten. Die Bundespolizei hatte als Pechsteins Arbeitgeber bereits erklärt, dass die Hauptmeisterin, die ihre Laufbahn eigentlich spätestens nach dem Ende ihrer Dopingsperre fortsetzen wollte, wieder als Vollzeitkraft arbeiten soll. Eine zeitgleiche Vorbereitung auf ihr Comeback hält Pechstein für unmöglich.

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