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1899 Hoffenheim: Neue Töne beim Hopp-Klub

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1899 Hoffenheim: Neue Töne beim Hopp-Klub

04.08.2010, 08:00 Uhr | Eine Analyse von Johann Schicklinski, t-online.de

1899 Hoffenheim: Neue Töne beim Hopp-Klub. Der Kader von 1899 Hoffenheim für die Saison 2010/11. (Foto: imago)

Der Kader von 1899 Hoffenheim für die Saison 2010/11. (Foto: imago)

Am 20. August startet die Bundesliga in ihre 48. Spielzeit. t-online.de hat alle 18 Klubs unter die Lupe genommen. Teil 8 der Teamcheck-Serie beschäftigt sich mit 1899 Hoffenheim.

Bei der TSG 1899 Hoffenheim ist eine neue Bescheidenheit eingekehrt. Träumten die Kraichgauer in den letzten beiden Jahren mehr oder minder offen vom internationalen Geschäft, so backt man diesmal offiziell kleinere Brötchen. "Wir wollen die fitteste Mannschaft der Bundesliga werden", lautet das erste Saisonziel von Trainer Ralf Rangnick.

Das würde sich, so der Coach weiter, auch auf die Platzierung in der Bundesliga auswirken: "Wenn wir es schaffen, einen einstelligen Tabellenplatz zu erzielen, wäre das richtig gut. Das würde bedeuten, dass wir uns im Vergleich zur letzten Saison verbessert hätten.“ In der letzten Spielzeit landete Hoffenheim auf einem enttäuschenden 11. Rang.

1. Die Transfers: Wer kam, wer ging?

Peniel Mlapa soll die Offensive von 1899 Hoffenheim verstärken. (Foto: imago)Peniel Mlapa soll die Offensive von 1899 Hoffenheim verstärken. (Foto: imago)Noch ist die Forderung von Rangnick nicht erfüllt worden. "Mindestens zwei, ich denke aber auch, dass drei Sinn machen. Es kommt aber weniger auf die Anzahl an, sondern mehr auf die Qualität", sagte der 52-Jährige zu möglichen Neuzugängen. Doch leichter gesagt als getan, wie auch 1899-Mäzen Dietmar Hopp bestätigte: "Mit den Neuzugängen ist es noch zäh, weil Angebot und Nachfrage weit auseinander liegen. Ich hoffe, dass wir die, die wir haben wollen, tatsächlich bekommen." Bisher ist nur der vom MSV Duisburg gekommene Torhüter Tom Starke ein Stammplatz-Kandidat, Abwehrspieler Jukka Raitala (HJK Helsinki) und Stürmer Peniel Mlapa (1860 München) fallen eher unter die Kategorie Talente. Demgegenüber stehen die Abgänge von Keeper Timo Hildebrand (Ziel unbekannt), Per Nilsson (1.FC Nürnberg), Franco Zuculini (CFC Genua), Wellington (Fortuna Düsseldorf) und Maicosuel (Botafogo Rio de Janeiro). Interesse besteht Medienberichten zufolge an Nürnbergs Mittelfeld-Talent Ilkay Gündogan und an Hertha-Stürmer Adrian Ramos, im Transferpoker soll Hoffenheim mit den abgebenden Klubs aber noch weit auseinander liegen.

2. Der Kader: Stärken und Schwächen

Die Abwehr der Hoffenheimer ist gut eingespielt, auch das Pressing und das Verschieben klappt. Taktisch sieht man die Handschrift von Coach Rangnick, das Team ist hervorragend ausgebildet. Sehr erfreulich ist auch, dass mit Boris Vukcevic und Manuel Gulde zwei Youngster in der Vorbereitung positiv von sich reden machen und nah an der Stammelf sind. Doch das war es auch schon an Lichtblicken, vor allem in der Offensive drückt der Schuh. Gerade einmal 44 Treffer konnte 1899  in der zurückliegenden Spielzeit erzielen, ein schwacher Wert. In der Vorbereitung fallen mit Chinedu Obasi (Stressfraktur) und Carlos Eduardo (Trommelfell-Operation) wichtige Korsett-Stangen im Angriff der Kraichgauer aus. Demba Ba ist zwar wieder im regulären Trainingsbetrieb, aber nach seiner Knie-Operation noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Der Ghanaer Prince Tagoe stieg aufgrund seines WM-Urlaubs verspätet in die Vorbereitung ein. Bleibt einzig Vedad Ibisevic, der fit und im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Zudem belastet die Problematik um die offenen Neuverpflichtungen die Arbeit bei 1899 Hoffenheim, die Mannschaft kann sich nicht richtig einspielen.

3. Der Trainer: Ralf Rangnick

Trainer Ralf Rangnick (li.) und Kapitän Christian Eichner. (Foto: imago)Trainer Ralf Rangnick (li.) und Kapitän Christian Eichner. (Foto: imago)Fußball-Professor Ralf Rangnick hat den Klub aus der dritten Liga in die deutsche Eliteklasse geführt. An seiner fachlichen Kompetenz besteht kein Zweifel, allerdings hatte er zuletzt bei den Transfers kein glückliches Händchen mehr. Zudem zeigte sich der 52-Jährige zuletzt ziemlich dünnhäutig, so auch im Streit mit Manager Jan Schindelmeiser, der mit dessen Demission endete. Deshalb steht auch Rangnick unter Beobachtung, er muss den Negativtrend rund um den Klub umkehren, keine leichte Aufgabe.

4. Das Umfeld: Wie ist die Stimmung?

Noch herrscht bei 1899 gute Stimmung, die Vorfreude auf die neue Saison ist groß. Doch der Klub braucht sportliche Erfolge, sonst könnten einige der Brandherde der letzten Rückrunde wieder ausbrechen. Damals traten neben dem Kompetenzgerangel auf der Führungsebene (Rangnick gegen Schindelmeiser), das mit einem Machtwort von Hopp beendet wurde, Egoismen im Mannschaftskreis zutage.

5. Die Vorbereitung: So liefen die Testspiele bisher

Gegen unterklassige Klubs ließ das Team es im gegnerischen Netz zappeln und feierte einige Schützenfeste. Im ersten ernsthaften Test gegen den israelischen Klub Hapoel Ramat Gan gab es ebenfalls einen deutlichen 5:0-Erfolg. Gegen Zweitligist Greuther Fürth gab es ein torloses Remis. Hoffenheim ist in den bisherigen Vorbereitungsmatches noch ohne Gegentor geblieben. Am achten August erfolgt dann die Bundesliga-Generalprobe gegen den Premier-League-Klub FC Sunderland.

6. Die Startelf: So will Rangnick spielen lassen

Im Tor wird wohl Neuling Starke stehen. Hinten links hat Christian Eichner die Nase gegenüber Andreas Ibertsberger knapp vorne. Im Sturm muss Neuzugang Mlapa wohl zunächst mit der Joker-Rolle Vorlieb nehmen. Da Obasi zum Saisonauftakt fehlt, gibt Ba den zweiten Stürmer neben Ibisevic.

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7. Unsere Prognose: Es wird ein Platz im Mittelfeld

Angesichts der aufrüstenden Konkurrenz wird sich Hoffenheim nicht unter die Spitzengruppe der Liga mischen können. Die Rangnick-Elf sollte versuchen, erfolgreich junge Spieler einzubauen und die einst propagierte Offensiv-Philosophie mit neuem Leben zu füllen. Sollten die Kraichgauer ihre Angriffs-Probleme in den Griff bekommen, winkt ein Platz im oberen Mittelfeld. Sollten die Leistungsträger im Angriff allerdings weiter fehlen bzw. ihre Form suchen, erreicht Hoffenheim eine ähnliche Platzierung wie in der letzten Spielzeit und reiht sich zwischen den Rängen 11 und 13 ein.

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