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Mercedes GP: Verirrt im Update-Labyrinth

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Mercedes GP  

Jede Menge Probleme, aber keine Spur von Aufgabe

01.08.2010, 12:20 Uhr | motorsport-total.com, Motorsport-Total.com

Mercedes GP: Verirrt im Update-Labyrinth. Probleme mit den Reifen: Michael Schumacher (Foto: xpb.cc)

Probleme mit den Reifen: Michael Schumacher (Foto: xpb.cc) (Quelle: xpb)

Mercedes GP wollte zur Saisonmitte den großen Angriff starten, wurde aber von den eigenen neuen Waffen in die Flucht geschlagen. Das umfangreiche Update, das in Silverstone debütierte, schlug nicht wie eine Bombe ein. Konsequenz: Die Silbernen irren derzeit etwas im tiefen Dschungel der Technik umher, während vorne Red Bull Racing, Ferrari und McLaren meilenweit davonziehen.

"Der Abstand ist groß, und das überrascht uns. Es ist erstaunlich, wie schnell die anderen sind", sagte Nico Rosberg, der sich im Qualifying am Hungaroring immerhin noch auf den guten sechsten Platz schieben konnte. "Die Updates haben nicht recht funktioniert, daher sind wir einen Schritt zurück gegangen. Es ist also klar, dass wir bezüglich der Entwicklung nicht am Maximum sind." Verfolgen Sie den Großen Preis von Ungarn heute ab 13.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker!

"Wir können den Titel nicht mehr holen"

Seit Silverstone habe das Team Rückschritte gemacht. "So ist es nun einmal", sprach Rosberg einmal mehr Klartext. Für den gebürtigen Wiesbadener soll die aktuelle Form von Mercedes Anlass zum Umdenken geben. "Der Punkt ist erreicht, an dem wir sagen müssen, dass wir den Titel nicht mehr holen können. Es kommen noch Strecken wie Monza oder Singapur, die uns liegen könnten. Wir sollten die Entwicklung nicht ganz vernachlässigen. Aber natürlich müssen wir nun an 2011 denken, weil wir dann den Titel holen wollen."

Das Auto sei zwar besser als noch in Silverstone, es passe aber einfach nicht zum Hungaroring. So sieht es Rosbergs Teamkollege Michael Schumacher. Allerdings hatte der Rekordchampion in Ungarn noch deutlich mehr Probleme. Der 41-Jährige landete in der Zeitenjagd nur auf Platz 14. "Weder Longruns noch einzelne Runden waren gut", gab er offen zu.

Zwei Piloten auf unterschiedlichen Pfaden

Das Team verstehe noch nicht alles, werde manchmal überrascht. "Uns fehlt vielleicht im Moment die stabile Basis, auf die wir aufbauen könnten", so Schumacher. Und diese Basis suche man nun, indem sich die beiden Piloten auf unterschiedliche Pfade begeben. "Der Wagen lief am Freitag nicht sonderlich gut. Wir haben uns dann zusammengesetzt und überlegt, was wir tun können. Ergebnis war, dass wir heute den Tag über viele Veränderungen vorgenommen haben. Wir sind in unterschiedliche Richtungen gegangen", sagte Schumacher.

"Unser Weg war offensichtlich nicht der richtige. Wir haben es aber durchgezogen, um Erfahrungen mit diesem Setupweg zu sammeln. Das war natürlich für das Qualifying nicht gut", erklärte der Kerpener, der sich im Nachhinein vielleicht auf den Rosberg-Weg hätte begeben sollen. Schumacher sah seine größte Sorge nach wie vor bei den Reifen: "Die Reifen sind schwach, nicht vorhersehbar und wenig konstant. Es gibt Unterschiede zwischen einzelnen Reifen. Daran bin ich nicht gewöhnt."

Kommt Schumacher 2011 richtig ins Rollen?

Driftet das Mercedes-Duo in der aktuellen Situation weiter auseinander? Statt an einem Strang, zieht man zwischenzeitlich gleich an zweien. Unterschiede in den Leistungen erklärt Teamchef Ross Brawn so: "Generell kann man da kein genaues Muster erkennen. Nico holt mehr aus den Reifen, wenn es knifflig wird, wenn die Grenzen sehr eng sind. Michael stimmt sein Auto vielleicht eher so ab, damit die Reifen gut über die Distanz kommen. Das ist natürlich dann für die Leistung auf eine schnelle Runde nicht immer die beste Lösung."

Brawn sieht den Rekordweltmeister offenbar derzeit noch in einer Findungsphase. Der große Angriff soll 2011 erfolgen, und zwar mit ganz neuen Waffen und unter neuen Bedingungen. "Ich schätze, es könnte im kommenden Jahr interessant werden, wenn wir ganz neue Reifen bekommen." Für Schumacher könnte dies eine Art Reset-Knopf im Kampf um das Verständnis der Pneus bedeuten. Gut möglich, dass der erfahrene Champion dann Vorteile hat.

"Wir stehen als Team fest zusammen"

"Wir sind im Augenblick nicht gut genug. Aber dieses Team hat im vergangenen Jahr die Weltmeisterschaft gewonnen. Wir können so etwas schaffen. Wir brauchen Zeit", wiederholte Norbert Haug auch in Ungarn noch einmal. "Wir stehen als Team fest zusammen. Das ist wichtig", meinte der Mercedes-Motorsportchef. Das Team genieße nach wie vor die volle Rückendeckung und das Vertrauen des Vorstandes.

"Wir wollen gewinnen und nicht nur dabei sein. Wir haben in unserer Geschichte durchschnittlich jedes dritte Rennen gewonnen. Diesen Rhythmus wollen wir wieder schaffen", sagte Haug mit Blick auf bessere Zeiten. Seinen Topstar schützte der Schwabe: "Michael Schumacher wird oft kritisiert. Aber man muss sich mal anschauen, wo der amtierende Weltmeister Jenson Button steht. Das zeigt doch nur, wie hart der Wettbewerb ist."

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