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Formel 1: Vettel verschenkt Sieg beim Großen Preis von Ungarn

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GP von Ungarn - Das Rennen auf dem Hungaroring  

Verrücktes Rennen, Vettel wieder der Leidtragende

01.08.2010, 13:40 Uhr | t-online.de, t-online.de

Formel 1: Vettel verschenkt Sieg beim Großen Preis von Ungarn. Enttäuscht auf dem Podium: Sebastian Vettel (Foto: xpb.cc)

Enttäuscht auf dem Podium: Sebastian Vettel (Foto: xpb.cc) (Quelle: xpb)

So spannend hatte den Großen Preis von Ungarn wohl niemand erwartet. Nico Rosberg verliert ein Rad, Adrian Sutil baut einen Unfall in der Boxengasse - und Sebastian Vettel verschenkt den sicher geglaubten Sieg. Nutznießer des Chaos auf dem Hungaroring war Mark Webber, der für Red Bull Racing die so wichtigen 25 WM-Punkte einstrich.

Ferrari-Pilot Fernando Alonso wurde Zweiter, Vettel beendete das Rennen auf Rang drei. Michael Schumacher sorgte kurz vor Ende des Rennens noch einmal für Aufsehen, als er Rubens Barrichello fast in die Boxenmauer drückte. Am Ende belegte er einen enttäuschenden elften Rang.

Webber in der WM-Wertung vorn, Schumacher Neunter

Sieg in Ungarn, Platz eins in der WM-Wertung: Mark Webber (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)Sieg in Ungarn, Platz eins in der WM-Wertung: Mark Webber (Foto: Reuters)Durch seinen Sieg hat sich Webber an die Spitze der WM-Wertung gesetzt, führt das Klassement nun mit 161 Punkten vor Lewis Hamilton (157) an. Vettel verbesserte sich auf Rang drei, dahinter liegen Jenson Button und Alonso auf den Plätzen vier und fünf. Schumacher holte in Ungarn keine Zähler und ist in der Weltmeisterschaft abgeschlagen auf Position neun zu finden.

Vettel gewinnt den Start, Schumacher im Gedränge

Die Aufstellung versprach einen spannenden Start. Vettel neben Webber, dahinter Alonso neben Massa - ein explosives Quartett in den ersten beiden Startreihen. Während Vettel seine Position mit einem guten Start erfolgreich verteidigen konnte, musste sich sein australischer Teamkollege Webber Alonso geschlagen geben. Besser hätte es für Vettel gar nicht laufen können, denn so war Webber als ärgster Konkurrent erst einmal durch den Spanier eingebremst.

Schumacher konnte im dichten Gedränge des hinteren Mittelfelds seine Startstärke nicht wie gewohnt ausspielen. Der Rekordweltmeister machte nur ein einziges Plätzchen gut, rangierte auf Rang 13. Schon früh beklagte sich Schumacher über eine nicht hundertprozentig funktionierende Bremse. Die Balance des Silberpfeils war nur schwer zu kontrollieren.

Duelle auf der Strecke sind Mangelware

An der Spitze des Feldes machte Vettel da weiter, wo er im Qualifying aufhörte: Er fuhr in einer eigenen Liga. Mehr als eine Sekunde nahm der Deutsche dem ihn verfolgenden Alonso ab, distanzierte sich schnell vom Rest des Feldes. Duelle auf der Strecke sahen die Fans nur wenige, Lewis Hamiltons sehenswertes Überholmanöver gegen Vitaly Petrov gehörte noch zu den Highlights.

Chaos in der Boxengasse, Rosberg verliert Rad

Machte das Rennen spannend: das Safety Car (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Machte das Rennen spannend: das Safety Car (Foto: dpa)Ein ungünstig auf der Strecke liegendes Teil eines Frontflügels erweckte die Fans dann abrupt aus dem Dornröschenschlaf. Das Safety Car kam auf die Strecke, um den Streckenposten die Bergung des Karbonteils zu ermöglichen. Wie gewohnt reagierten die Teams schnell und holten ihre Fahrer zum Boxenstopp. Und in der Boxengasse brach das Chaos aus. Robert Kubica wurde von seinem Mechaniker losgeschickt, als Adrian Sutil gerade zu seinem Stopp halten wollte. Kubica krachte in den Force India, die beiden Boliden verhakten sich. Kubica konnte weiterfahren, für Sutil war das Rennen beendet.

Bei Rosberg hatte einer der Radwechsler seinen Schlagschrauber nicht mit der nötigen Sorgfalt betätigt. Denn als der Deutsche das Rennen wieder aufnehmen wollte, löste sich das rechte Hinterrad und rollte durch die Boxengasse. Dabei wurde ein Williams-Mechaniker getroffen, der anschließend ins Krankenhaus gebracht werden musste. Rosberg stellte seinen Boliden ab, auch für ihn ging es vorzeitig unter die Dusche.

Vettel verschenkt den Sieg am Hungaroring

Während Vettel die Einfahrt zur Boxengasse gerade noch so erwischte und zum Stopp abbog, blieb sein Teamkollege auf der Strecke. Somit lag der Australier an der Spitze, Vettel dahinter. Unmittelbar vor dem Restart leistete sich der Deutsche dann einen folgenschweren Faux-pas. Vettel vergrößerte den Abstand zu Webber, bremste den Rest des Feldes ein, um seinem Teamkollegen einen Vorsprung zu verschaffen. Dabei verletzte Vettel eine wichtige Regel: Der Abstand zum Safety Car darf zehn Wagenlängen nicht überschreiten.

Der Abstand war allerdings zu groß, die Rennkommissare sprachen nach einer kurzen Untersuchen eine Durchfahrtstrafe aus. "Warum werde ich bestraft", fragte ein hörbar überraschter Vettel per Boxenfunk. Beim Durchfahren der Boxengasse gab er dann noch wenig nette Handzeichen in Richtung Rennleitung und Ferrari.

Getriebeprobleme bei WM-Leader Hamilton

Durch die Strafe fiel Vettel zurück auf Rang drei hinter Alonso, konnte aber Massa im zweiten Ferrari hinter sich lassen. Fast unbemerkt ob all der chaotischen Umstände fiel WM-Leader Hamilton mit Problemen am Getriebe aus, für Red Bull Racing lief zumindest in Sachen Teamwertung alles nach Maß.

Webber bleibt vorne, Vettel macht Druck auf Alonso

Webber versuchte, seinen Abstand auf Alonso zu vergrößern, um nach dem anstehenden Boxenstopp in Führung zu bleiben. In der 45. Runde war es dann soweit - und die Mannschaft machte beim Stopp des Australiers alles richtig, Webber kam auf Rang eins liegend wieder auf die Strecke. Vettel robbte sich unterdessen immer näher an Alonso heran, vergrößerte Runde um Runde den Druck auf den Spanier. Die Ansage vom Red-Bull-Kommandostand war deutlich: "Du bist schneller als Alonso. Überhol ihn!"

Schumacher drängt Barrichello fast in die Boxenmauer

Das war knapp: Schumacher (rechts) gegen Barrichello (Foto: xpb.cc) (Quelle: xpb)Das war knapp: Schumacher (rechts) gegen Barrichello (Foto: xpb.cc)Dazu kam es aber bis zum Ende des Rennens nicht mehr. Vettel blieb Dritter, Alonso rettete seinen zweiten Platz ins Ziel. Schumacher kämpfte gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Rubens Barrichello um Platz zehn und damit einen WM-Punkt. Auf der Start- und Zielgeraden setzte Barrichello zum Überholen an - und Schumacher drängte den Brasilianer fast in die Boxenmauer. Ein unglaublich hartes Manöver für das auch die Rennleitung kein Verständnis hatte. Sie leitete eine Untersuchung der Geschehnisse ein, die Barrichello wie folgt kommentierte: "Zeigt ihm die schwarze Flagge!" (Foto-Show: Schumi macht gegen Barrichello die Tür zu)

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