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Formel 1: Michael Schumacher für rücksichtsloses Manöver bestraft

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Formel 1 - Großer Preis von Ungarn  

Schumacher wird fürs Tür-Zu-Machen bestraft

01.08.2010, 17:27 Uhr | t-online.de, motorsport-total.com, dpa, sid, t-online.de, Motorsport-Total.com, dpa, sid

Formel 1: Michael Schumacher für rücksichtsloses Manöver bestraft. Das war knapp: Schumacher (rechts) gegen Barrichello (Foto: xpb.cc)

Das war knapp: Schumacher (rechts) gegen Barrichello (Foto: xpb.cc)

Für Michael Schumacher war es ein ganz legales Manöver, für Rubens Barrichello ein Grund für eine sofortige Disqualifikation und für die Rennkommissare ein Grund, Schumacher eine Strafe aufzubrummen. Für sein Verhalten beim Überholmanöver Barrichellos wird der Rekordweltmeister beim nächsten Rennen am 29. August in Spa in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten gesetzt.

"Zeigt ihm die schwarze Flagge!", hatte der Brasilianer über Funk gefordert, nachdem Schumacher ihn fünf Runden vor Schluss bei seinem Überhol-Versuch den Weg zu versperren versuchte. Barrichello seinerseits gab auch nicht klein bei, quetschte sich zwischen dem Rekordweltmeister und der Mauer durch und sicherte sich so den zehnten Platz beim Großen Preis von Ungarn. Schumacher stand ohne Punkt da. Das Rennen gewann Mark Webber vor Fernando Alonso und Sebastian Vettel. (Foto-Show: Schumi macht gegen Barrichello die Tür zu)

Schumi: "Es ist genug Platz da gewesen"

Im Fernsehen hatte sich Schumacher nach dem Rennen uneinsichtig gezeigt: "Wir sind hier bei der Formel 1 und nicht bei einer Kaffeefahrt. Fakt ist, dass wir uns nicht berührt haben und Rubens vorbeigefahren ist. Also muss genug Platz gewesen sein. Leider Gottes, denn eigentlich hätte ich gerne die Linie so zu gemacht, dass er die andere Seite nutzen muss. Diese wäre ja offen gewesen. Das habe ich im vorgeschlagen, aber darauf ist er nicht eingegangen." RTL-Experte Niki Lauda hatte überhaupt kein Verständnis für Schumachers Aktion. "Das war gefährlich und inakzeptabel", sagte der Ex-Weltmeister. Er war sich aber sicher, dass Schumacher nach Betrachtung der Fernsehbilder die Situation aber anders bewerten würde.

Auch der Schweizer Sebastian Buemi beschwertet sich über eine Attacke von Schumacher. "In der ersten Kurve hat mich Schumacher nach links gedrückt und ich musste hart bremsen, sonst wäre ich von der Strecke geflogen", sagte der Toro-Rosso-Fahrer: "Für mich war das kein faires Manöver."

Barrichello ärgert und freut sich über die Aktion

Auch Barrichello hatte nach dem Rennen weiterhin kein Verständnis für Schumachers Aktion. "Das war so ein Go-Kart-Manöver", erklärte der Brasilianer. "Wenn er vor mir in den Himmel kommen möchte, dann von mir aus. Ich möchte nicht der Erste sein, der da vor ihm oben ist. Schlussendlich brauchen wir so etwas nicht. Drei Jahre Pause zu machen, dann zurückzukehren und so etwas zu machen, das brauchen wir nicht. Damit will ich sagen, dass das nicht notwendig war."

Doch Barrichello machte auch klar, dass er bereit sei, in einer ähnlichen Situation wieder so zu handeln: "Ich werde in einer solchen Situation aber auch nie zurückstecken." Der ehemalige Teamkollege des Rekordweltmeisters, der sich oft bei Ferrari benachteiligt fühlte, freute sich auch ein wenig, dass es zu dieser Situation gekommen war: "Ich denke, dass es eines der schönsten Manöver war, das ich jemals gemacht habe, und eines der entsetzlichsten für ihn."

Auch Mercedes und Renault bestraft

Aber nicht nur Schumacher wurde nach dem Rennen bestraft. Die Rennställe Mercedes und Renault müssen für ihre Boxenpatzer beim Großen Preis von Ungarn teuer bezahlen. Die Rennkommissare verhängten gegen beide Teams jeweils eine Strafe von 50.000 Dollar, umgerechnet rund 38.300 Euro. Mercedes hatte bei Nico Rosberg den Reifenwechsel verpatzt, der Wiesbadener verlor noch in der Boxengasse sein rechtes Hinterrad. Dieses traf einen Williams-Mechaniker, der aber keine schweren Verletzungen erlitt. "Ich bin froh, dass es dem Jungen gut geht. Das ist das Wichtigste. Wir entschuldigen uns auch dafür", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der auch die Geldstrafe sofort akzeptierte.

Renault schickte Robert Kubica nach einem Boxenstopp zu früh wieder los. Der gerade zum Reifenwechsel kommende Adrian Sutil konnte im Force India nicht mehr ausweichen und krachte in das Auto des Polen. Sutil musste das Rennen aufgeben. Die Rennrichter sahen die Schuld für den Vorfall bei Renault.

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