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Formel 1: Spekulationen um Rennabsage in Korea halten an

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Spekulationen über Rennabsage in Korea halten an

03.08.2010, 17:20 Uhr | motorsport-total.com, Motorsport-Total.com

Formel 1: Spekulationen um Rennabsage in Korea halten an. Der Korean International Circuit ist derzeit eher eine Baustelle als eine Rennstrecke. (Foto: ap)

Der Korean International Circuit ist derzeit eher eine Baustelle als eine Rennstrecke. (Foto: ap)

Noch in diesem Jahr soll in der südkoreanischen Provinz Jeollanam-do der Große Preis von Korea stattfinden. Doch das Formel-1-Rennen steht auf wackligen Beinen. Abgesehen von der heiklen politischen Lage laufen die Aufbauten anscheinend nicht ganz nach Plan. Speziell die Tribünen, die Boxenanlage und die Infrastruktur sollen weit hinter dem ursprünglichen Plan liegen. Bernie Ecclestone stellte aber weiterhin klar, dass das Rennen stattfinden wird.

Ursprünglich hätte die Strecke im Juli von der FIA abgenommen werden sollen. Laut Informationen von "Motorsport.com" hat ein hochrangiger Mitarbeiter des Streckebetreibers KAVO zugegeben, dass die Anlage derzeit in Verzögerung sei. Die spanische Tageszeitung "AS" berichtet, dass die Fertigstellung Ende August ebenfalls nicht eingehalten werden kann. Weiter bringt sie den Kurs in Aragaon, auf der iberischen Halbinsel, als Ersatzort ins Gespräch.

Wenig Interesse der Firmen

Den Enthusiasmus im Formel-1-Fahrerlager über den Besuch in Korea kann man als lauwarm bezeichnen. Wegen der anhaltenden Spekulationen über eine Absage herrscht Skepsis. Es gibt auch Gerüchte, dass sich koreanische Firmen nicht unbedingt um Karten für den Paddock-Klub (spezielle VIP-Karten) bemühen, da die Veranstaltung sehr weit von ihren normalen Aktivitäten entfernt ist.

F1-Boss ist zuversichtlich

Ecclestone geht aber weiterhin von einem normalen Rennen aus. "Sie kommen klar. Wie bei allen neuen Veranstaltungen glauben die Leute nicht daran, bis es stattfindet. Selbst als ich drei Monate vor dem Rennen in Abu Dhabi war, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es passieren wird", zitiert der Journalist Adam Cooper in seinem Blog.

Die schwierige Situation zwischen Nord- und Südkorea trägt zu der ungewissen Stimmung bei. "Das geht schon eine ganze Weile so. Wenn sie einen Krieg starten? Das wäre nicht gut. Das wäre eine schwierige Situation. Die Zuschauer würden dann nicht zu dem Rennen kommen, was nicht gut wäre. Ich wäre aber dort", meint der Formel-1-Boss.

Koreaner beteuern, rechtzeitig fertig zu werden

Eine Delegation aus Korea hatte sich in Hockenheim mit Ecclestone getroffen und versichert, dass alles nach Plan läuft. "Unsere Vorbereitungen und der Bau ist unter Kontrolle. Im August wird alles fertig gestellt sein", versichert Yung Cho Chungg, der Chef der Anlage. "Die FIA hat bereits eine Vorinspektion gemacht und Charlie Whiting war sehr zufrieden mit unseren Fortschritten." "Wir sind im Plan und schicken ihm täglich einen Bericht per E-Mail. Sehr bald werden die FOM (Formula One Management) und andere Leute unsere Vorbereitungen überprüfen. Wir sind sehr zuversichtlich."

Angesprochen auf die politische Situation antwortet Chung: "Ich denke nicht, dass es ein Problem ist. Sollte etwas schief gehen, werden es die ausländischen Investoren erfahren, aber es hat unsere Märkte nie beeinflusst. Wir versuchen auch die Fußball-WM zu bekommen. Die FIFA-Inspektoren waren vor kurzem in Korea", sagte Chung. "Der Sportminister kommt zu uns und auch einige Regierungsmitglieder sehen sich unsere Organisation an. In unserem Gebiet gibt es 55 Mitglieder der Regierung. Die Kartenverkäufe laufen nach Plan. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch den Paddock Klub an große Firmen verkaufen, die interessiert sind." Das Rennen soll am 24. Oktober über die Bühne gehen.

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